Bilder aus Kultur, Leben im Dorf und Volkswirtschaft 
andern auszeichnendes Bauernhaus, worin die Herren von Triesen 
gewohnt haben sollen; woher auch der Namen entsprungen seyn mag.» 
E Tschugmell bringt 1971 als Titelbild zum Steuerbuch der 
Gemeinde Triesen die Fotografie des im Jahre 1908 abgebrannten Dop- 
pelhauses der Báckerei Frommelt (neue HNr. 121), wozu er im vor- 
gehenden Büchlein «Die alten Häuser von Triesen» (1971), bereits 
geschrieben hatte: «Dieses Haus war ein sebr schónes gemauertes Haus mit 
einer boben steinernen Stiege aussen an der Dorfstrasse und an dieser Wand 
oben eine Inschrift und soll aucb innen an den Táfeln gemalte Bilder gehabt 
haben.» Ist es vielleicht dieses Haus, auf das Schuppler 1815 verwies? 
Oder ist es das Haus, das gezeichnet von Peter Balzer in der 
Geschichte der Pfarrei Triesen (JBL 1902, Seite 17) aufscheint und wozu 
Tschugmell ebenfalls bemerkt: «Dzese Nummer (neu 26) und folgende 
(neu 25), ein schönes altes Haus, wurde abgebrochen, um Platz zu machen 
für den späteren grösseren Fabrikbau. Kirchthaler und Dürst hatten nur 
eine kleine Fabrik, wo jetzt das Heizhaus steht... » Hier steht die Direk- 
tionswohnung der Fabrikliegenschaft Weberei Jenny, Spoerry & Co. 
Dieses Haus ist aber mit Sicherheit jenes Gebäude, das einst die 
Mönche des Klosters St.Luzi auf ihrem eigenen Lehengute (St. Luzile- 
hen) erstmals erbauen liessen. Dazu lesen wir in der Geschichte des St. 
Luzilehens in demselben JBL 1902: «Haus und Stall kamen bereits vor 
1209 an das Kloster St. Luzi zu Chur (das von 1176 an die Kirche zu Ben- 
dern mit vielen Gütern als Reichsleben besass) . . » Die Klosterherren von 
St. Luzi nahmen oft auf ihrem Hofe (das Haus ist erst bei Erbauung der 
Fabrik abgebrochen worden) Absteigequartier. Von Kaspar von Ram- 
schwag heisst es beim Weiterverkaufe des Lehens ausdrücklich, dass er 
ein Haus auf dem Lehen neu erbaut habe! Das dürfte nun mit Sicherheit 
das um 1870 abgebrochene «schóne Haus» (Zeichnung JBL 1902317) 
gewesen sein. Dorfstrasse 
 
        

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