Die Schule 
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Jahren durchschnittlich um 700, jene der Oberschulen um 500, Institut 
St. Elisabeth um 60 (Gutenberg 1973 als Lyceum aufgehoben), im Gym- 
nasium 400, im Abendtechnikum 25. 
1985 eróffnete das Land eine Realschule im neuen Schulzentrum 
in Triesen für Schüler aus Triesen und Triesenberg. 
Der Schulgarten 
Seit den 1840er Jahren förderte das Land tatkräftig die Verbesse- 
rung der Landwirtschaft, damals praktisch die einzige Möglichkeit, der 
Bevölkerung im Lande zu einem besseren Einkommen zu verhelfen. 
Hierher gehörte auch die Obstbaumpflege. Allenthalben wurde ver- 
sucht, über die Lehrer das Interesse am Obstbau und an der Pflege der 
Bäume zu wecken. In Triesen bestand am Bächle (südlich der jetzigen 
Kirche im Gebiete von HNo. 215) eine Baumschule, die vor allem Leh- 
rer Minst pflegte (18891922). Lehrer Josef Büchel legte ebenfalls 1942 
einen Schulgarten (Versuchsgarten) am Rheindamm (zwischen Elastin- 
werk und Rhein) an. 
Diverses 
Verwaltung, Publikation von Gesetzen und Anordnungen: 
Graham Martin (JBL 65-213) Ein Beispiel für RE Schulgesetz 
von 1827: 
«Die massgebenden Schulgesetze und Schulplan vom Jahr 1822, zum 
Beispiel, liegen ın doppelter Ausfertigung vor... 
Das eine Exemplar zirkulierte unter den Pfarrberrn, das andere un- 
ter den Ortsvorstánden. Auch das Schulgesetz vom Jabre 1827 wurde von 
Schule zu Schule zur Abschrift geschickt. Das Begleitzirkular (von Land- 
vogt Pokorny unterzeichnet) enthält die Mahnung, dass das Manuskript 
nirgends länger als einen Tag zurückbehalten e somit auf das Schleu- 
nigste von Gemeinde zu Gemeinde... befördert werden müsse.» 
Dabei konnte es vorkommen, dass ein Original «verloren» ging, 
so auch das Schulgesetz (Schulplan) 1805, und zwar war es vom Schul- 
halter in Eschen an ünauffindbar geworden! 
Spáter liess man wichtigste Sachen (so z.B. die Verfassung) druk- 
ken und sandte den Gemeinden Exemplare zu. 
Im 1822er Schulplan sind 4 Lehrmittel verzeichnet: für den Reli- 
gionsunterricht der in den österreichischen Erblanden vorgeschriebene 
kleine Katechismus, Schmids kurze Auszüge der Religionsgeschichte 
und dais Sittenlehrbüchlein» sowie (für den Leseunterricht) das gewóhn- 
liche Namenbüchlein. Rechenbücher waren keine vorhanden. Namen- 
büchlein war die damals übliche Bezeichnung für eine Fibel. 1835 «Der 
Kinderfreund» (ein Lesebuch von Jais) sowie eine deutsche Sprachlehre, 
beide für die Schulen Liechtensteins gedruckt in Chur. Das liechtenstei- 
nische Namenbüchlein - anonym - soll von Peter Kaiser stammen, der 
hier im Lande auch einen Lehrerfortbildungskurs gab, was aber nicht 
nachgewiesen werden kann. 
1855 wurden die Lesebücher von Dr. Bumüller und Dr. Schuster 
eingeführt, die 1858 durch die Lesebücher von Albert Haester ersetzt 
wurden: 
a) Fibel für die Unterklasse 
b) Lehr- und Lesebuch für die Mittelklassen 
c) Lehr- und Lesebuch für die Oberklassen katholischer Volksschulen. 
 
        

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