Kirche und kirchliche Verhältnisse, Pfarrer und Kirchenbauten 
Marienkapelle 
Zeichnung von Peter Balzer 
aus dem JBL 1902, 
ca. um 1840 mit Herrenhaus 
und Stallung auf dem 
einstigen St. Luzilehen 
564 
  
  
dete Eigenkirche ist das Marienpatronat gut verständlich, auch passe es zu 
der seit dem 12. Jhdt. ständig zunehmenden Marienverehrung gegenüber 
einer ersten Verehrungswelle im Frühmittelalter.» 
  
  
           
    
     
  
  
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1429 werden 2 Keller erwähnt, der eine unter der Kapelle, der 
andere unter einem Vorplatz. 
1513 erfolgt die Konsekration eines kleinen Altares auf der Epi- 
stelseite und zur Vergrösserung der Mensaflüche der Ausbruch einer 
Altarnische samt eines rechteckigen Fensters. Vielleicht zur gleichen 
Zeit kam es zum Einbau einer Empore, die auch eine Erhöhung des 
Schiffes zur Folge gehabt hat. Die Kirche muss damals einen sehr been- 
genden Eindruck gemacht haben. 
Die engen räumlichen Verhältnisse und die im 16. Jhdt. auftreten- 
de starke Baufälligkeit führten in den Jahren 1653/54 zu einem Neubau, 
der im Boy mit dem heutigen übereinstimmt: Anlage eines 
polygonalen Chorabschlusses, Verbreiterung und Verlängerung des 
Schiffes auf die Grundmauern des Kellers II. Durch die Tieferlegung des 
Schiffbodens wurden die beiden Kellerráume zerstórt. In diesem Zu- 
sammenhang erfolgte die Zumauerung der romanischen und spätgoti- 
schen Maueróffnungen und Nischen, ferner die Ubertünchung der Fres- 
ken und der Durchbruch der barocken Fenster. Die frühere Flachdecke 
wich einer Walmdecke mit polygonalem Querschnitt, deren Grenzen 
im Dachraum an der Westwand des Schiffes zu erkennen sind. An Stelle 
eines bescheidenen Glockentrágers wurde ein stattlicher Turm errichtet. 
Aus dieser Bauperiode stammt auch die 1964 abgerissene, gemauerte 
Vorhalle mit Pultdach. 
Bei der Restaurierung von 1964 wurde der Bau von 1653/54 in 
seiner äusseren Form belassen. Im Innern wurden die Seitenaltäre ent- 
fernt und «auf die Seite gestellt>, d.h. magaziniert. Die 1677 datierte 
Holzkanzel mit Intarsienornamenten wurde von ihrem ursprünglichen 
Platz an der Südwand entfernt und dient nun als Ambo. Das Decken- 
bild, eine Kopie des Maria-Hilf-Bildes von Lucas Cranach in Innsbruck, 
wurde mit einer Holzdecke verdeckt. Was die Kirche an Ráumlichkeit 
und barockem Stil gewonnen, das verlor sie an Kunstgegenständen. 
... O.Seger sagt im BL 1960 anlásslich der Beschreibung der Altar- 
bilder in der Muttergotteskapelle: «Der Bau, wie wir thn heute (1960) 
sehen, ist ein Werk aus den Jahren 1653/54. Ganz einfach ist er gehalten, 
ohne den Prunk und den Zierat, wie ibn die Barockzeit liebt, eine schlichte 
 
        

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