Lehen und Grossgrundbestiz 
  
  
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Das Wappen der Abtei 
Pfafers, erstmals 
nachweisbar um 1350 
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1417 das obere Guflina dazu erhalten 
1414 erhilt Brunner ein Gut auf Gnalp und ein halbes Gut auf 
Vrissula, das vorher der «grosse Hans» besass. 
1429 Hans Vierabend 
1501 Klaus Lifer/Konrad 
1550 Gutenberg 
1553 Hans Nigg/Hans Banzer 
1610 19 Pachter der Güter in Triesen 
Grosse des Lehens 
Das innere Gapont, soweit um 1810 noch Parzellen bei Anlage des 
Grundbuches so bezeichnet wurden, betrug rund 8000 Klafter. Die 
übrigen mehr als 20 Lehengiiter sind über das ganze aufwärtige Kultur- 
land in Triesen zerstreut gelegen (Dorf und Feld). Gutseigene Hofstát- 
ten bestanden zwei, eine bei der Kapelle, eine im Dorf, wozu noch das 
Gut auf Runkels mit dem «Stampf» kam. 
1347 kaufte das Kloster St. Luzi von Johann von Trisun (Pfarrer in 
Untervaz) 2 Aieräcker im Triesnerfeld (Gapont und Quadrella), die 6 
Wertkäse Zins brachten (der Name Aieräcker kommt vom früheren 
Besitzer Johann Aier, dem Walliser) 
1300 Der Propst Berthold von St. Luzi gibt den beiden Wallisern 
Walter Rüttiner und Johann Aier in Silvaplana und Pradella Güter zum 
Lehen um 20 Pfund Pfennig Zins (das ist also das dreifache des Lehen- 
zinses des sog. St. Luzilehens, der Muttergotteskapellen-Güter, der 1610 
nur 6 Pfund weniger 3 Pfennig betrug!). 
Das Lehen des Klosters Pfäfers 
Ein Zinsrodel über die einzelnen Pfäfers zustehenden Höfe 
notiert (ca. 1200-1230) dass «aus Triesen in die Kammer des Abtes zwei 
Schilling Wertes Tuch gegeben werden». Es ist möglich, dass dieser Lehen- 
zins später ın die Abgabe von 400 Eiern umgewandelt wurde (vor 1378). 
Das Tuchlehen konnte auch jenes gewesen sein, das der Abt von Pfäfers 
1237 gekauft hatte und das ursprünglich bei der Kirche in Pfäfers lag. 
Von den Gütern, waren später jährlich auf Ostern an den Tisch der Her- 
ren zu Pfäfers 400 Eier zu liefern. Die Güter sind 1378 folgendermassen 
beschrieben: 
Jtem das sind die gutter als sy hienach geschriben / stond darab jerli- 
chen vier hundert Eyer gond, an den / tisch Fal herren zu pfeffers, vnd sind 
alle gelegen jn / trissner kilchspel. 
Item des ersten 1 juchart acker gelegen ze quader, stosst / zu einem 
furbopt an die alten Landstras, vsswert E jnber- / wvert gen trissen ze dem 
anderen fürhoupt an Jutschetten / kind gut vsswert an Richenbacb, Abwert 
an vnser frowen / acker, ab disem jetz genannten acker, gond 200 eyer jer- 
lich 
Item die anderen 200 Eyer gond ab einer halben juchart / acker gele- 
gen ob dem alten weg, Stosst vffwert an beintzen / fricken egerten, vsswert 
an Riglin von Roners, Jnher wert / an beintzenpetters gut. Vad ab einem 
mitmal / acker ze tantermals stosst abwert an der hugen / gut, jn wert an das 
sulsers gut, vffwert an die strass / vsswert an Reglin 
Jtem ab einer Egertlyn jn Curtin katzis, stosst jn wert / an hansen von 
quaders binden gut vffwert an per- / ganten kind gut ond abwert an den 
grossen bom- / garten 
 
        

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