Alpen und Heuberg - 
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Die Lawenastrasse 
(Stoglerkopf 1901) 
  
gebaut werden dürfen, das war auf 3 Teilen möglich (heute noch so)! 
Der offene Weg vom abgeholzten Tuas nach dem Kohlplätzle in Lawena 
steigerte die Gefahr seiner Benutzung: Kein Schutzwald mehr, weder 
oben noch unten. Das wird die Triesner wohl am meisten bewogen 
haben, einen sicheren und zugleich besseren Weg nach Lawena zu erhal- 
ten. 
1874 traf man in Triesen die ersten Vorarbeiten für den Bau einer 
Strasse nach Lawena. Schweizer Unternehmer hatten sich anerboten, 
einen fahrbaren Weg von der Münz nach Lawena gegen dies zu erstellen, 
dass man ihnen «das in der Triesner Gemeindealpe befindliche schlagbare 
Tannen- und Lárchenbolz, welches auf drei Fuss Stockbóbe einen Fuss 
Durchmesser bat» zu schlagen bewilligte, ausgenommen das bereits am 
23. und 24. September 1874 zum Schutz der Alp und des Viehs gezeich- 
nete Holz (488 Stück). Ebenso dürfte in der Rassla im sog. Bremsstall 
auf dem Horn, dann von der Wasserstube (Klus) aufwärts bis an den 
Weg unter dem Kohlplatz bis zum Schmalzboden nur beschränkt 
geholzt werden (wohl das Gebiet des heutigen Rinderwaldes), vom 
Schmalzzügle bis an die weisse Rüfe, ob dem jetzigen alten Alpweg 
(heute Hochwald) dürfte auch kein Holz geschlagen werden. Am 25. 
Jänner 1875 wählten die Triesner Bürger einen verstärkten Gemeinderat 
«n betreff des Strassenbaues nach der Alpe Lawena>. 
Die Verhandlungen mit den Schweizer Interessenten zerschlugen 
sich. Die Gemeinde baute nun im Gemeindetagwerk zuerst die «Garnis- 
gasse» und vergab nachher den weiteren Strassenbau in kleinen Teil- 
akkorden: Heuris (Schindelholzbachübergang) 
bis Matruola 16 Lose an Triesner 
Matruola bis Magruel 18 Lose, wovon 
«Seilerskopf» (Salerskopf) 1884 das grósste Los war. 
Von Magruel bis Münz wieder 14 Lose, wovon die Akkord- 
gruppe Baptst Beck aus Triesenberg ?/; übernahm, das sog. Bergstràss- 
chen (nicht gesprengt, teures Pulver gespart, lediglich mit Brecheisen, 
Pickel und Meissel gebaut!). 
 
        

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