Pachtvertrag 
abgeschlossen zwischen der Gemeindevorstehung Triesen als Ver- 
pächterin einerseits 
und der Alpbenützergenossenschaft Triesen als Pächterin anderer- 
seits. 
1. Die Gemeinde Triesen verpachtet und die Alpbenützergenossen- 
schaft Triesen pachtet auf Zusehen hin, nachfolgende, sich auf Triesner 
Gemeindegebiet und im Eigentum der Gemeinde befindlichen Alpen: 
a) Valüna Sáss, Valiina Waldboden, obne die Hiitte auf Waldboden, 
Valiina Obersäss, 
b) Allmend Forst. 
2. Die Gemeinde Triesen überlässt aufgrund von Art. 30 der 
Gemeinds-Alpstatuten die unmittelbare Leitung der gepachteten Alpe der 
Alpbeniitzergenossenschaft Triesen. Derselben steht auch das Recht zu, die 
gepachtete Alpe mit ihrem eigenen Vieh zu bestossen und wenn nötig, noch 
fremdes Vieh anzunehmen, jedoch verpflichtet sich die Pächterin, auf die 
Alpe nicht mehr Vieh aufzutreiben sie dieselbe zu tragen vermag. 
Die Alpbenützergenossenschaft hat für die Bewirtschaftung der 
gepachteten Alpe ein eigenes Statut aufzustellen, das dem Gemeinderat zur 
Genehmigung vorzulegen ist. 
3. Der Gemeinderat bestellt zur Wahrung seiner Interessen gegen- 
über der Alpbenützergenossenschaft eine dreigliedrige Kommission. 
4. Der Pachtzins für das gepachtete Gebiet beträgt jährlich 
Fr. 5500.-- (in Worten: fünftausendfünfhundert Schweizerfranken) und 
ist jeweils auf Jahresende an die Gemeindekasse Triesen zu bezahlen. 
Das heute in der Alpe befindliche Inventar wird bei Pachtantritt in 
ein Inventarbuch aufgenommen und ist nach Auflösung der Pacht wieder 
an die Gemeinde abzugeben. Die Mehr- bzw. Neuanschaffungen werden 
ebenfalls in das Inventarbuch eingetragen und nach Ablauf der Pacht, nach 
Abzug der üblichen Amortisationsquote, von der Verpächterin käuflich 
übernommen, sofern dieselbe weitere Verwendung dafür hat. 
5. Am Ende jedes Pachtjahres wird, sofern die Pachtdauer verlängert 
wird, der Pachtzins von beiden Teilen einvernehmlich überprüft und even- 
tuell notwendig gewordenen Anpassungen an die bestehenden Verhältnisse 
vorgenommen. 
6. Folgende Leistungen gehen zulasten der Pächterin: 
a) Instandstellungsarbeiten, die durch die übliche Benützung 
bedingt sind: Ausbesserung von Fenstern, Fensterläden, Türen, kleinere 
Schäden an der Bedachung, das Weisseln der Ráume, Unterbalt der Feue- 
reinrichtungen und der Stallbrücken. 
b) Instandhaltung der Trieb- und Fabrwege und der Alpzáune (aus- 
genommen der Weg von der Abzweigung Gampergritsch gegen Gapfabl). 
c) Haltung von Unfall- und Haftpflichtversicherung sowie Kran- 
kenkasse. 
7. Das fiir die Alpe notwenige Nutz- und Brennholz sowie das Zaun- 
holz wird in Einverständnis mit dem Forstamte von der Gemeinde stebend 
zur Verfügung gestellt. 
8. Gründe, die Alpe nicht länger als ein Jahr zu verpachten sind: 
a) ausgesprochen schlechte Bewirtschaftung, 
b) Nichtbezahlung des Pachtzinses, der wie schon erwähnt, auf Ende 
des Jahres fällig ıst. 
Alpen und Heuberg 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.