Die Landwirtschaft 
Bürger verhindert werden. Die Zustände in den Gemeinheiten waren 
immer unhaltbarer geworden. Eine Mehrheit von alteingesessenen 
Viehbesitzern hielt zäh an der alten Wirtschaftsordnung fest, die auf 
einer extensiven Nutzung des um die Dórfer liegenden Weidlandes 
beruhte. Die Gemeindeweiden auf der Allmende, also auf Weidland, im 
Gemeindewald und auf brach liegenden bzw. abgeernteten Ackerbóden 
war Grundlage der gesamten Viehhaltung gewesen. Der Entschluss, die 
Gemeindeweiden aufzuteilen und et bedeutete eine grund- 
sätzliche Umstellung einer mindestens ein Jahrtausend alten Wirt- 
schaftsform. Das hiess, ungeheure rechtliche und politische Schwierig- 
keiten hervorzurufen. 
Eine insgesamt intensivere Bewirtschaftung des Agrarlandes war 
aber dringend nötig geworden. Bei der hergebrachten gemeinsamen 
Nutzung waren die Auen weitgehend verwildert, die Rietbóden ver- 
sumpft geblieben, und eine wirksame Bodenverbesserung wegen der 
engen eigennützigen Haltung der Gemeindsleute unterlassen worden. 
Nur durch eine móglichst gerechte Aufteilung der bisher gemeinsam 
genutzten Gründe entweder ins volle Privateigentum oder lediglich zur 
Nutzung durch die Bürger war ein allmáhlicher Übergang zur mehr 
intensiv betriebenen Landwirtschaft móglich geworden. 
Ab 1800 
Die Landwirtschaft der Zeit ab 1800 ist dadurch gekennzeichnet, 
dass der Staat regelnd und fórdernd eingriff. Von 1800 bis um 1845 wur- 
den mit dem Einführen des Grundbuches der Besitz gesichert, Gemein- 
debodenaufteilungen vorgenommen und damit schwer in das genossen- 
schaftliche Denken der Bauern-Dorfschaften eingegriffen. 
Ab 1845 begann das Land (der Staat) tütig zu werden. Die Land- 
wirtschaft wurde damals als der wichtigste Erwerbszweig, besonders die 
Viehzucht, energisch gefórdert, Zuchttiere seitens des Staates ange- 
schafft, Melioration durchgeführt, die Ackerbauwirtschaft umgestellt — Jauchewagen 
         
        

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