Wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes 
Die neue Bäckerei Frommelt (von HNr. 121 im Oberdorf an die 
Landstrasse verlegt), betreibt vis-à-vis dem «Schäfle» ebenfalls ein Café 
als Gastwirtschaft. 
Triesen zdhlte 1984 im Dorf total 11 gastgewerbliche Betriebe. 
1958 wurde auf Matschils das Motel gebaut. Als Beherbergungs- 
stätte nahm es in Triesen eine führende Stellung ein, doch wurde es 1982 
nach Besitzerwechsel wieder geschlossen und abgebrochen. 
In Lawena wurde erstmals 1902 gewirtet. Meistens war die Wirt- 
schaft mit der Alpe verbunden und vom Pächter mitbetrieben. Stets war 
auch Unterkunftsmöglichkeit damit verbunden und benutzt. So wur- 
den 1909 in Lawena 37 Nächtigungen, im Dorf Triesen jedoch nur 6 
gemeldet. 
Nach dem Bau der Eisenbahn 1853 durch das schweizerische 
Rheintal und den Bau der Eisenbahn im benachbarten Vorarlberg fiel der 
Durchgangsverkehr auf der Strasse dahin (kein Rodfuhrwerk, keine 
Salztransporte, keine Viehtransporte und kein Reisendenverkehr 
mehr). Der Gastwirt blieb vorerst auf die einheimische Kundschaft 
beschränkt. 
In Triesen kam ab 1866 die Textilfabrik auf. Der Fabrikarbeiter 
besass Bargeld und ging eher in die Wirtschaft als der Bauer. Langsam 
brach gegen 1900 für das Gastgewerbe wieder eine bessere Zeit an, nach- 
dem auch Stickerei, Handwerk und Verdienst als Saisonarbeiter Geld 
ins Dorf brachten. Es begann sich das Vereinsleben zu regen und Unter- 
haltungen zogen in die Wirtschaften ein. Die meisten neuen Wirtschaf- 
ten erstanden an der Landstrasse. 
1889 scheinen Sonne, Scháfle, Sternen und Adler unter den Gast- 
stitten 1m Adressbuch von Vorarlberg und Liechtenstein auf. 
Der Fremdenverkehr bahnte sich zuerst mit den Alpenhotels an 
(Gafle: 1872 und 1895, 1898 Fürstensteig erôffnet). 
1895 entstand Sücka, 1908 das Kurhaus Malbun, in den 1880er 
Jahren Masescha und 1911 Silum. Immer mehr Übernachtungen ver- 
zeichnen auch die Dorfwirtschaften. Sie richten sich ein, modernisieren 
und dürfen sich heute sehen lassen. 
Gaststátten sind heute ein Faktor in der Wirtschaftsentwicklung 
des Dorfes geworden. 
Kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen wurden 1959- 
1978 in den Turnsaal der neuen Schule und in den Saal im Gemeindezen- 
trum verlegt. 
Statistisch erfasster Fremdenverkehr: 
  
Triesen: 1950 1960 1970 1980 1985 
Gastbettenzahl 84 136 89 
Gästeankünfte 494 8679 12352 10 504 5 494 
Logiernächte 1019 12018 22513 18 849 11 517 
Im Anhang ist aus dem Gemeindeinformationsblatt 1978 die Dar- 
stellung E. Tschugmell über die Gastháuser sowie der Lehenbrief zu Bad 
Vogelsang 1. 8. 1617 wiedergegeben. 
Campingplätze in Triesen: Meierhof 1956 eróffnet 
Mittagspitze 1966 eróffnet 
Tennishalle erbaut 1980 
Robinson-Spielplatz erbaut 1972 
Nächtigungen Campingplätze: 1980 = 24 500, 1985 = 24781 
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