Wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes 
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Besitzer der Sonne: im 16. Jahrh. Pergant in Balzers 
im 17. Jahrh. Familien des Landesfähnrich 
Anton Banzer 
im 18. Jahrh. Bargetze und nach 1737 
bis Mitte 19. Jahrh. Gassner 
im 19. Jahrh. Kindle 
ab 1932 Heidegger 
Im Triesner Steuerbuch 1777 ist die «Sonne» mit 1000 fl einge- 
schätzt (andere Häuser durchschnittlich 300 fl). 
Dazu heisst es in «Bad Vogelsang» (J: Büchel, 1942): «1738 batte 
Jobann Bargetzi um die Erneuerung des Wirtschaftspatentes auf seinem 
Hause gemáss Brief von 1659 nachgesucbt (aber etliche Jabre nicht betrie- 
ben) mit der Begründung, dass auf der andern. Wirtschaft ein fremder 
Beständer sei, mit dem die Bevölkerung nicht zufrieden sei, und die 
Gemeinde vermöge ıhrer Grösse eine zweite Wirtschaft wohl vertragen 
möge. Johann Bargetzi erscheint 1726 als der einzige Tafernenzinszahler 
der Gemeinde Triesen. 1731 erscheint als «Successor» des Joh. Bargetzi 
Johann Ellensohn, Bäcker, der diese Wirtschaft bis 1740 betrieb. Dieses 
dürfte der fremde Beständer sein, den Johann Bargetzi bei seinem neuerli- 
chen Konzessionsgesuch 1738 nannte. Nach Ellensohn übernahm Martin 
Gassner diese Wirtschaft, bis 1780 sein Sohn Johann Georg und von da an 
dessen Sohn Franz Xaver. Diese Wirtschaft war herrschaftliches Lehen und 
mit der herrschaftlichen Mühle und Säge verbunden.» 
Die Sonne war in alter Zeit das einzige Gasthaus im Dorf mit allen 
Schankgerechtigkeiten. Sonnenwirt J. G. Gassner verklagte 1779 Jakob 
Sprenger («der andere Wirt»), dass er unberechtigt wirte. 1786 wird 
Flory Erne als «Sonnenwirt> genannt, der spiter im Haus Nr. 4 alt, 20 
neu, wirtete und ein er war. 
Der «Adler» wurde 1832 eröffnet und verblieb stets im Besitze der 
Familie Bargetze. Dort befand sich von 1890-1912 die Post, ebenso war 
eine kleine Zuschg angebaut. Der alte «Adler» brannte 1948 ab und 
wurde 1951 wieder neu aufgebaut. 
Das «Schifle» (HNr. 13) wurde durch Johann Gassner um 1870 er- 
öffnet, der zugleich eine Bäckerei und eine Handlung unterhielt (HNr. 
31 und 125). Die Wirtschaft wurde 1916 von Xaver Beck aus Triesen- 
berg erworben. 
Whederholte Ansuchen seit 1885, im Meierhof eine Wirtschaft er- 
öffnen zu können, wurden unter dem Hinweis, sie wäre zu abgelegen, 
seitens der Gemeinde abgelehnt. Das heutige «Hotel Meierhof> konnte 
dann 1955 eröffnet werden. 
1924 erwarb die «Post» die Gasthauskonzession. 
1870 eróffnete der «Sternen». 
1946 wurde mit der «Linde» erstmals wieder im Oberdorf eine 
Dortwirtschaft eróffnet, nachdem die alte Wirtschaft dort 1810 einge- 
gangen und nachfolgende Wirtschaften sich im unteren Winkel befun- 
den hatten. 
Als Gasthof erscheint neu auf der Säge seit 1971 die «Mittagspitze» 
auf, nachdem die alte Wirtschaft 1929 abgebrannt war. 
Als neues Hotel eróffnete der Landgasthof «Schatzmann» 1984 an 
der Landstrasse den Betrieb. 
Dazu kommt noch das Dancing «Maschlina-Bar», 1959 als Café 
eróffnet. 
 
        

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