ein Kulturland zu schaffen, das mehr als die umgrenzenden Abhänge am 
Gebirge die Grundlage der Jandwirtschaftlichen Produktion und damit 
der dichten Ansiedlung zu bringen vermochte. Allerdings stellt gerade 
die heutige Zeit und der wieder seine Verbundenheit mit der Natur mehr 
bewußt werdende Mensch mit Bedauern fest, dass die letzten Wasser- 
tümpel (in Triesen und Heilos, über das Fröschaloch, Maschlina [Riet] 
bis zur Schliessa), die den einst den Rhein begl eitenden Auenwälder 
(natürliche Reservate einer bunten Vogelschar), Erlen, Weiden, Felben, 
Eichen, Streuerieder und Auweiden in den letzten fünfzig Jahren ver- 
schwunden sınd und ın heutiger Erkenntnis und Einschätzung mit 
Recht von einer Veródung und Versteppung der Landschaft gesprochen 
wird. 
Das Antlitz des Dorfes Triesen 
Grund und Boden, Tal und Gebirge 
Auch wenn sich die Verhältnisse in bezug auf Allgemeinbildung 
ım 20. Jahrhundert geändert und verbessert haben, so kann es nicht Auf- 
gabe einer historischen Arbeit über unser Dorf sein, die hier sehr kom- 
pliziert vorhandenen geologischen Gegebenheiten wissenschaftlich 
breit darzustellen. Das Gebiet des Landes wird geologisch den Ostalpen 
zugezählt. Diese enden, sich noch einmal mächtig zeigend, ım Gebirgs- 
zug der Drei Schwestern bis zu den Ausläufern des Rätikon an der Süd- 
grenze unseres Landes. Das Gebiet ist geologisch sehr gut erforscht, ist 
es doch die interessante Nahtstelle zwischen Ost- und Westalpen. 
In mehreren JBL sind wissenschaftliche Abhandlungen über die 
Geologie unseres Landes enthalten, die ausgewerteten Ergebnisse jahre- 
langer Forschung und damit neue Erkenntnisse über den Alban, die 
Umgestaltung und die Zusammensetzung des Gesteines bringend. 
(Ampferer 1938, Gunz 1946, Schaetti 1951, Blaser 1952, Allemann 
1956), sowie vorausgehende Forschungsarbeiten gesondert veröffent- 
licht v = Heim 1922, Trümpy 1916, Schumacher 1929 und andere, vor 
allem solche, die hier für eine Dissertation zum Abschluss der Hoch- 
schulstudien forschten und arbeiteten. Franz Allemann hat ab 1946 
während Jahren die geologischen Aufnahmen in Triesen gemacht und 
die 1952 herausgekommene geologische Karte Liechtensteins erarbei- 
tet. Irümpy hat in seinen «Geologischen Untersuchungen im westlichen 
Rátikon» (1916) den Begriff «Triesner Flysch» eingeführt. 
Die Gemeinde riesen li egt mit ihrer Zusammenhängenden 
Fliche von 26.353 km2 im Gebiete der Ostalpen. Das Land liegt ZWi- 
schen 47°3° und 47°14° nôrdlicher Breite und 9?29' und 9938' örtliche 
Länge v. Greenwich. Das Dorf liegt auf einer Höhe von 512 m ü.M.; der 
tiefste Punkt in der Au an der Vaduzer Gemeindegrenze ist 459 m ü.M. 
und die hóchste Erhebung ist die Grauspitze im Falknisgebiet mit 
2599 m. ü.M. (der hóchste Berg des Landes). Von den Triesner Alpge- 
bieten liegen (Gebáude) Valüna auf 1400, Lawena 1500, Wang 1700, 
Dus 1400 m ü.M. Das Dorf Triesen liegt im Einflussber eich des Fohnes. 
Dieser trägt viel zu einer verh Altnismässie hohen mittleren Jahrestempe- 
ratur von ca. 8.5? Celsius (Landesmittel) Det. Sein Einfluss macht sich bis 
zu 60 Tagen als starker Fallwind oder als Föhndruck bemerkbar 
machen. Die Niederschlagsmenge beträgt ca. 1000 mm für das Talge- 
biet, während man im Alpengebiet bis 1500 mm rechnet. Was Föhn- 
Der Ort 
  
 
        

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