gehaltene Wache am Rhein 335 22 kr -- 
Zehrung und Reisekosten 959 fl 41 kr -— 
Botenlohn 16 fl 36 kr -- 
Almosen und Brandsteuer 36 fl 45 kr 
Trinkgelder (Doceurs) und Briefporto 69 f] -- 
Kanzleigebühren und Diäten 80 fl 32 kr 
Streifen (Bettlerstreifen) 
und Luchsfangen 1 
Unterschiedliches/Insgemein 731f136kr 21 
Unter «Unterschiedliches» finden wir in der Rechnung 1718-1727 etwa 
vor: 
Militär: Dem Hauptmann (ausländischer Offizier, der die Mann- 
schaft auszubilden hatte) pro Monat 3 fl 36 kr, dem Fourier | fl 31 kr, an 
Zwilchröcke für die Soldaten bezahlte das Unterland 27 fl 34 kr, das 
Oberland das Doppelte, dem Korporal (Ausländer) 2 fl 12 kr, im Jahre 
1720 sämtlichen Soldaten das Reisegeld nach Keel bezahlt mit 45 fl 21 kr 
2 d für das Unterland, das Oberland doppelt soviel, dazu beide Land- 
schaften zusammen an Marsch- und Monturgeldern 795 fl 39 kr 3 d, die 
Kosten der Ausrüstung eines Reiters betrugen 64 fl für das ganze Land, 
während beide Landschaften 1718-1727 total an das Kreiskontingent 
6960 fl zu bezahlen hatten. Dazu kamen noch 1719 1200 fl Durch- 
marschgelder in beiden Landschaften an Schlossverwaltung und Land- 
vogt. 
Für «Wacht am Rhein» bezahlte man einem Wächter 6 kr und 
ebenso viel einem Reiter für diesen Wachtdienst. J. B. Büchel schreibt in 
JBL 1902-235 dazu: 
«Österreich führte Krieg mit Frankreich. Da wollten die Truppen- 
märsche nach Italien kein Ende nehmen und die Nachbaren in Vorarlberg 
suchten, allen Protestationen zum Trotz, dieselben wo möglich auf unser 
(neutrales!) Gebiet berüberzurichten. Einmal wurde den vier oberländi- 
schen Gemeinden sogar ein Rasttag von 14 Kompagnien auf den Hals 
geschoben. Auf Verwendung des Fürsten Anton Florian wurde es dann bes- 
ser (1718) ... Nur vom 20. Mai bis 19. Juli hatte Triesen allein 1678 Mann 
und 513 Pferde einen Tag und eine Nacht zu verpflegen gehabt, 35 Vor- 
spannwagen und 24 Reitpferde gestellt. Die Durchziehenden waren 
deutsche Truppen, Pfälzer und Hessen.» 
Bei Bittgängen nach Rankweil, Dux etc. legte der Landammann 
durchschnittlich 15 kr in den Stock. Fahnenträger wurden bezahlt. 
An «Discretionen» (Trinkgelder oder dergleichen) findet man 
solche bei Empfang von Commissionen aus Wien, dann gegenüber dem 
Landvogt, Kommissär Harpprecht bezahlte man 1718 gar 157 fl 30 kr 
dieser Art. Für Botengänge wurden durchschnittlich im Inland 6 kr 
bezahlt. 
Verzeichnet sind Unterstützungen armer Leute, dann Arztrech- 
nungen an den Arzt Oehlkuch für arme Kranke, Eschner Fuhrleuten für 
die «Betlleitb» (Bettlerfuhren-Abtransport eingefangener ausländischer 
Bettler). 1727 benedizierte man in 3 Pfarreien die Felder um das Unge- 
ziefer zu vertreiben, wobei man den Geistlichen «Discretion» gab. 
Dem Feldkircher Tambour bezahlte man 1 fl 40 kr «weil er bei der 
Huldigung sich brauchen lassen». : 
Aus der Landschaftsrechnung des Oberlandes 1785-1789 sind 
unter anderen an unterschiedlichen Ausgaben verzeichnet: 
Unser Land 
117 
 
        

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