Dämme an der Seveler Grenze beschränken, namentlich aber sich jeder 
Verlängerung des untersten Leitwerkes, von welchem die Gemeinde Trie- 
sen nachteilige Folgen befürchtet, enthalten.» 
(Nach den Verträgen von 1837 und 1847 wurde 1849 noch gleich- 
zeitig an Hochwuhren und Binnendämmen gearbeitet und erst ab 1871 
das Doppelwuhrsystem verlassen, das heisst nur mehr die Hochwuhre 
ausgebaut und keine Binnendämme mehr neu erstellt, ausgenommen in 
Triesen das sog. Seveler Dimmle.) 
«Gemeinde Triesen. Endlich ist es dieser Gemeinde gelungen, das 
grosse Triesner Leitwerk bis an die Vaduzer Grenze zu führen, wozu noch 
108 Klafter erforderlich waren; somit ist durch diese Baute die ganze untere 
Hälfte des ansehnlichen Triesner Wuhrbezirks auf die richtige Korrektions- 
linie gestellt. Obgleich nun dieser lange Bau sehr bedeutende Erhöhungen 
und Verstärkungen bedarf, so ist die Gemeinde doch entschlossen, nun auch 
an die Herstellung der Korrektionslinie von der Balzerser Grenze abwärts 
zu gehen und im nächsten Jahr mit einem 50 Klafter langen Leitwerk den 
Anfang zu machen, welches dann in einer Distanz von 400 Fuss parallel mit 
der Wartauer Neubaute fortgeführt werden und die Verlandung der grossen 
Bucht bei der Rüfenen und deren Unschädlichkeit für die Hauptstrasse und 
den Abfluss des Mühlebaches erzielen soll. Nebenbei sollte sich auch diese 
Gemeinde angelegen sein lassen, das gewonnene Terrain oberhalb der 
Vaduzer Grenze mit Erlenstauden zu besetzen, um so dasselbe vor allfalli- 
gen Auswaschungen zu sichern und ibre Holzvorráthe zu áufnen.» 
(1943/44 wieder gerodet.) 
Im Bericht des fiirstl. Landestechnikers über die liechtensteini- 
schen Rheinschutzbauten von 1884 heisst es in bezug auf die Triesner 
Hochwuhrbauten: 
« Wollten wir in unsere Schutzdämme so wenig Vertrauen setzen und 
ihnen die geforderte Stabilität absprechen, so müssten wir unser Augen- 
merk vorerst nach Triesen richten und dort den ganzen 2600 m langen 
hochwuhrartigen Binnendamm - vom Heilos bis an die Vaduzer Grenze - 
umbauen. Derselbe liegt nicht auf der Korrektionslinie, sondern steht 
durchschnittlich 7-15 m, unten sogar 40 m hinter dem Halbhochbaue. 
Auch rücksichtlich des verwendeten Materials ist diesem Damme auf lange 
Strecken kein Vorzug einzuräumen. Er bestebt nur theihveise aus Kies. 
Ebenso verhält es sich mit den Hochdámmen von der Vaduzer Rbein- 
brücke aufwärts und jene in der Schaaner Unterau und anderwärts in Bal- 
zers, sowre auch in der untern Landschaft. - Die Pflasterung des Triesner 
Hochwubrdammes ist wohl zur Hälfte bloss aus grossen Rheinkieseln oder 
halbfussdicken Bruchsteinen erstellt und der vorliegende Halbhochbau 
lässt an manchen Stellen mehr als anderswo zu wünschen übrig.» : 
1901 wurden zur Verstärkung des Trachterdammes ca. 382 Klaf- 
ter Boden ausgelóst von verschiedenen Parteien à 1 Krone, ebenfalls 
dort stehende Kirschbäume bezahlt. 
Beim Streit um die Kosten des Binnendammes beim Trachter 
wendet Triesen 1901 ein, dass seit 1893/94 die Kosten für den Trachter- 
damm vom Lande übernommen wurden, weil dieser das ganze Land 
schütze, wahrend der Binnendamm bei der Gampriner Mühle nur Rug- 
gell und das Ausland schütze, trotzdem aber ganz vom Lande bezahlt 
werde. 
Dem Bericht des Landestechnikers vom Jahre 1923 über den Bau- 
zustand des sog. «Schlüssel des Landes» entnehmen wir: 
Rhein und Rüfen 
9/1 
 
        

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