Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
9
Erscheinungsjahr:
1989
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_9/4/
LGU-Mitteilungen 
Februar 1989 Das alternative Branchenbuch Im Januar ist in der Schweiz ein interes- santes Buch herausgekommen: das alter- native Branchenbuch. Das Buch enthält 5500 Adressen in 300 kommentierten Ru- briken von der «alternativen Medizin», über «biologische Baustoffe», bis «Nah- rungsmittel aus biologischem Anbau», «sanfte Technologien» usw. Ob Sie Um- weltschutzpapier oder Solarfahrzeuge, Getreidemühlen oder Farben suchen — sie finden alles aus dem sogenannten Alter- nativbereich. Und falls Sie Umwelt- schutzvereine suchen, finden sie nicht nur Greenpeace und WWF, Schweizerischen Bund für Naturschutz und eine Menge anderer Vereine, sondern auf Seite 90 auch die LGU. Das Buch kostet 14.80 Franken und ist im Buchhandel oder im Naturlada in Vaduz.   erhältlich. Umweltkurse 1989 Die folgenden Kurse werden 1989 vom Ökozentrum Stein/Appenzell oder vom Schweiz. Zentrum für Umwelterziehung angeboten (genauere Angaben bei der LGU erfragen): — Medizin der Erde — Das Parfum — 
Sprechende Steine — Naturgemässer Gemüsegarten — Lebende Häuser — 
Naturgarten — 
aber wie — 
Hecken anlegen und pflegen — 
Lebensraum Obstgarten — 
Ökologisch Haushalten — 
Historisches Kochen — 
Zwischen Lust und Frust. Politisch en- gagiert. — 
Video in Schule und Unterricht — 
Grünes Sparheft — Pressekurs — 
Skitouren kurs — Skitour — Flussfahrt — Wildnis-Küche — Bergwärts — 
Kanufahren — 
Umwelt testen — 
Stadtökologie am Beispiel Zürich- Basel-Bern — Keine Angst vor grünen Taten — 
Sonnenenergiewerkstatt — 
Bergtourismus ohne schlechtes Ge- wissen — Bioindikation praktisch — Schulhaus — 
bitte umweltfreundlich — 
Ökologisches Bauen in der Praxis — Umgang mit Naturgärten 
— Werkstatt Sonnenzellen — Werkstatt Batterien — Ökologisch haushalten — Essen ohne Umweltschaden — Auch Kulturland darf leben — Umwelt erleben mit Kindern — Boden — nur. Dreck? — Wald erläbe — Hummeln, Wespen, wilde Bienen — Einheimische Fische Verschmutztes Quellwasser «Das Quellwasser aus dem Malbun hat schon wiederholt, vor allem bei Weidebe- trieb auf der Schneeflucht und im Winter bei Tauwetter einen schlechten bakterio- logischen Befund gezeigt.... Als sofortige Schutzmassnahme empfiehlt das Labor Dr. Matt, Schaan, eine UV-Entkei- mungsanlage zu installieren. Die Anfang September festgestellte Ver- schmutzung wird in einem Zusammen- hang mit dem Weidebetrieb auf der Schneeflucht gebracht. Diese Verschmut- zung des Quellwassers bestätigt die Not- wendigkeit und Dringlichkeit, ein Quell- schutzgebiet auszuscheiden. Es ist zu be- dauern, dass es sich heute notwendig er- weist, das Quellwasser aus dem Malbun mit einer Entkeimungsanlage aufzuberei- ten. Der Gemeinderat legt grossen Wert Bericht aus dem Naturschutzgebiet Julius Eberle, Gemeinderat von Ruggell und Vorsitzender der dortigen Umwelt- schutzkommission, Mitglied des Vorstan- des der LGU und aktiver Verfechter von Naturschutzanliegen, ist der «Mann vor Ort» im Naturschutzgebiet Ruggeller Riet. Wir zitieren hier auszugsweise aus seinem Bericht für das Jahr 1988. «Es ist nicht alles erfreulich, was ich zu berichten habe. So muss ich betreffs Pflege und Unterhalt ernsthafte Kritik anbringen. In den Pachtverträgen mit den Bodenei- gentümern ist festgehalten, dass die Par- zellen nicht verwahrlosen, aber jetzt kom- men bereits Reklamationen, weil Böden nicht oder nur zum Teil gemäht werden. Es gibt eine Verordnung, wonach die Pfle ge der Parzellen an den »Naturschutz« übergeht, wenn sich der Eigentümer 2 Jah- re lang nicht darum kümmert. Ich habe dem Pfleger auf seiner Landkarte alle neu gepachteten Parzellen eingezeichnet und ihn auf verschiedene Sachen aufmerksam gemacht, aber leider nur mit einem kleinen Erfolg... Es müsste viel mehr mit Liebe zur Sache und mit Fingerspitzengefühl ge- handelt werden, dann könnte es nicht vor- kommen, dass Streue, die im Herbst ge- mäht wurde, erst im Mai abgeführt wird, 
darauf, dass die Bemühungen in Hinblick auf eine Sanierung der Wasserversor- gungsanlage der Gemeinde Vaduz mit Nachdruck fortgeführt werden. Der Gemeinderat beschliesst mehrheit- lich die Erstellung einer UV-Entkei- mungsanlage gemäss den Vorschlägen des Ingenieurbüros Wenaweser. Die Kosten belaufen sich auf etwa 110 000.  — Franken.» (aus:. Aus der Ratsstube, Gemeinde Vaduz) Ein Kommentar erübrigt sich. Grundwasserschutz- zone Ohne viel Aufhebens ist Ende des ver- gangenen Jahres die langerwartete Ver-   Ordnung zum Schutz des Grundwassers, ausgegeben worden (LGBI. 1988 Nr. 60). Seit 1976 ist die Grundwasserschutzzone im Gewässerschutzgesetz vorgesehen ge- wesen. Eine Vernehmlassung wurde be- reits vor Jahren durchgeführt. Mit der Festlegung einer Grundwasserschutzzone entlang des Rheins ist nunmehr ein wich- tiges Anliegen des Gewässerschutzes er- füllt worden. Es geht schliesslich um nichts weniger als unser Trinkwasser, welches sich rund zur Hälfte aus Grund- wasser zusammensetzt. wo doch der ganze Januar so schön und trocken war. So richtig verärgert habe ich dies Aktion am 6. Mai eingestellt. Einem Naturschützer ist nicht zuzumuten, dass er schweigt, wenn in einem' Naturschutzge- biet, wenn schon die ersten Orchideen (orchis morio) blühen, mit Kreiselmähern' 
  herumgefahren wird. Wenn ich schon kla- ge möchte ich die Jäger bitten, ihre Fahr- zeuge, wenn es nicht anders geht, ausser- halb des Schutzgebietes stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen und sich besser an die Schutzverordnung zu halten. Gottseidank gibt es auch Schönes zu be- richten. Mit grossem Interesse verfolge ich jedes Jahr die Rückkehr unserer Zugvö- gel. Als erste kamen am 13. Februar die Stare. Im März kam der Winter wieder, am 10. März lagen noch 20 cm Schnee bei minus 9 Grad. Am 13. März lag noch eine geschlossene Schneedecke, es waren aber doch etwa 60 Kiebitze da. Am 18. März sah ich 26 Brachvögel im Riet, welche Durchzügler waren. Endgültig blieben drei Paare und ein Einzelner im Riet. Es ist gut, dass man ein Vogelschutzgebiet begrenzt hat. Ich erachte es als sehr wich- tig, das das Schutzgebiet ungestört bleibt, denn unvernünftige Leute gibt es immer. Die Goldruten-Bekämpfung möchte ich besser organisieren. Einige LGU-Mitglie- der haben schon einen Samstag Goldruten gemäht, aber das genügt halt noch lange nicht. 
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