Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
72
Erscheinungsjahr:
2014
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_72/3/
Mitteilungen Nr. 72 · März 2014 · Seite 3 Liechtensteinische Gesellschaft für 
Umweltschutz Wer Meisen, Amseln oder Rot- kehlchen in den Garten locken will, muss dafür sorgen, dass die Vögel dort das vorfinden, was sie zum Überleben brauchen. Unsere typischen Gartenvögel waren ursprünglich im Wald oder in gebüschreichen, offenen Landschaften daheim.  Sobald im Garten ähnliche Strukturen an- gelegt werden, sind auch Vögel und viele andere Tiere 
da. Heimische Sträucher Weil sich Nahrungsgewohn- heiten in der Tierwelt nicht so schnell ändern, locken nur die Gärten Vögel an, in denen hei- mische Sträucher vorkommen. Zum Beispiel können sich von den Früchten des Kirschlorbeers nur drei Vogelarten ernähren, von denen des Weissdorns aber 32! Heimische Sträucher sind aber auch praktisch in der Gar- tenpflege, weil sie in der Regel weniger arbeitsintensiv und ro- buster als Exoten 
sind. 
Gärten für Vögel Immer wieder beobach- ten Naturfreunde,   dass sich Singvögel   aus den Gärten zurück- ziehen. Sind Krähen, Elstern und Eichelhäher schuld?Vögel sind Nützlinge Um ihre Jungen zu füttern, sammeln Vögel während der Brutzeit Unmengen von kleinen Raupen und Blattläusen. Etwa 50-mal am Tag erhält ein junger Star Futter, eine junge Rauch- schwalbe sogar 100- bis 300- mal. Meiseneltern fliegen gar 500- bis 900-mal am Tag mit Futter zum Nest und sammeln so im Jahr 40 bis 50 kg Futter. Im Naturgarten werden solche Nützlinge gefördert statt Schäd- linge bekämpft. So kann sich mit der Zeit ein natürliches öko- logisches Gleichgewicht einstel- len, so dass es leicht fällt, ohne Für Tiere wertvolle heimische Fruchtsträucher: Wildstrauch Vogelarten Säugetiere Vogelbeere (Sorbus aucuparia) 63 31 Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) 62 8 Zweigriffl. Weissdorn (Crataegus osyaxantha) 32 17 Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) 24 8 Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) 24 14 Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) 22 11 Gemeiner Liguster (Lugustrum vulgare) 21 10 Schlehe/Schwarzdorn (Prunus spinosa) 20 18 Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) 19 8 Kornelkirsche (Cornus mas) 17 15 Wolliger Schneeball (Viburnum lantana) 15 6 Haselnuss (Corylus avellana) 10 33 Zu empfehlen sind Mischhecken aus mehreren Arten (6-10). Quelle: heimische Sträucher, Naturschutzbund 
DeutschlandGut 
getarnt sitzt die Blaumeise in der Kornelkirsche. 
synthetische Pflanzenschutzmit- tel auszukommen. Blumenwiesen Die fürs Spielen beliebten Ra- senflächen können mit Wildblu- menwiesen kombiniert werden. Wird beispielsweise ein Rand- streifen in eine üppige Vielfalt aus Wildblumen und Gräsern verwandelt, entsteht dort ein wertvoller Lebensraum für vie- le Insekten- und Spinnenarten. Diese locken wiederum Vögel an. So wie im Herbst die Kerne der Sonnenblumen, die bei Am- seln, Meisen und Distelfinken besonders beliebt 
sind. Vor Katzen schützen Am gefährlichsten für Singvögel im Garten sind Katzen. Vogel- tränken sollten deshalb an offe- nen, übersichtlichen Stellen auf- gestellt werden. Gut geschützt sind Vögel auch in Sträuchern mit Dornen. Für den Rückgang der Singvö- gel im Siedlungsraum sind nicht die grösseren Vögel wie Krähen und Elstern verantwortlich. Viel- mehr ist es der überall sinkende Strukturreichtum. Das kann jede und jeder mit einem Naturgar- ten ändern. Bei der Umgestal- tung Ihres eigenen Gartens be- rät Sie gerne die Gärtnerin des LGU-Teams.(am)Foto: 
Marcel 
Ruppen, vogelbilder.ch
        

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