Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
67
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_67/11/
Klimaschutz beginnt im Alltag 
Mit Energie sparen! Konsum 
11 Wie können wir alle mit Energie verant- wortungsbewusst umgehen? Die Ener- giestadt Triesen hat am 14. und 15. Sep- tember zusammen mit Planken, Balzers und Schaan gezeigt, dass der Markt viel zu bieten hat. Die LGU war dabei. Das Klima erwärmt sich, weil wir Erdöl, Erd- gas und Kohle verbrennen. Sehr viel davon versteckt sich in den Nahrungsmitteln, die täglich auf unserem Tisch landen. Was von weit her kommt, was im Gewächshaus gediehen ist, was verarbeitet und aufwändig verpackt ist, enthält viel «graue» Energie. So stecken in einem Kilo kalifornischer Spar- gel bis zu fünf Liter Erdöl, in einheimischem Spargel hingegen zehnmal weniger. Ein Kilo neuseeländisches Lamm- oder argentinisches Rindfleisch beansprucht bis in die Läden 
soviel Energie wie eine 80 Kilometer lange Autofahrt — mehr als doppelt so viel wie ein- heimisches Biofleisch. Und in Tomaten oder Gurken aus beheizten Gewächshäusern steckt rund neunmal so viel Energie wie in Freilandgewächsen. Es ist ganz einfach: Beim täglichen Einkauf können wir mit jedem Griff aktiv das Klima schützen. Wählen Sie den Liechtensteiner Bio-Apfel vom Riethof oder die per Flugzeug eingeflo- gene Kiwi aus Neuseeland? Am Stand der LGU fiel die Entscheidung ja noch leicht. Die Probe aufs Exempel kommt dann beim näch- sten Einkauf beim Grossverteiler, da locken das ganze Jahr über die bunten Früchte aus Übersee. Auch die Grossen setzen immer mehr auf biologische, regionale und faire Label. Das erleichtert die Entscheidung für eine bessere Zukunft. Bio und Fair-Trade-Produkte kaufen und geniessen Wer hat nicht schon einmal direkt bei einem Bauern Eier, Obst und Käse eingekauft, oder in den Ferien etwas Handgewobenes oder Getöpfertes direkt bei den Herstellern erworben? Diese Produkte werden von allen besonders genossen und geschätzt, nicht zuletzt darum, weil man sich gegenseitig wertschätzt. Produzenten und Konsumentin- nen sind aufeinander angewiesen und wenn gegenseitiges Vertrauen herrscht, wenn allen bewusst ist, dass hinter jedem Produkt eine Geschichte, ein Schicksal steht, wird konsumieren zum echten Genuss. Natürlich können wir nicht mehr alle unsere Waren direkt bei den Produzentinnen einkaufen. 
Ein gutes Gefühl beim Einkaufen — Trendfor- scher nennen es das Feel-Good-Consuming - wird immer mehr Menschen ein Herzensan- liegen. Einkaufen mit Blick auf Ethik und Moral ist ja auch eine der effektivsten Mög- lichkeiten, einen persönlichen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten. Nicht alle sind in der Lage, sich direkt politisch zu en- gagieren, alle aber sind Konsumenten oder Konsumentinnen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Durch unser tägliches Einkaufsver- halten beeinflussen wir die Weltwirtschaft. Der Welt- und Naturlada in Schaan bietet seit vielen Jahren ein reichhaltiges Sorti- ment an Bio- und Fair-Trade Produkten an. Dort können sie sich praktisch mit allen Dingen des täglichen Bedarfs eindecken, mit dem guten Gefühl, dass Sie durch Ihren Konsum weder künftigen Generationen natürliche Ressourcen unnötig verknappen, noch Mitmenschen aus südlichen Ländern in die Armut treiben. 
Öffnungszeiten: Di — Fr 8.30 —12 Uhr und 13.30 — 18.30 Uhr; Sa 8.30 —12 Uhr www.weltundnaturlada.li  
        

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