Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
62
Erscheinungsjahr:
2005
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_62/6/
6ResultateWer 
Weiss, Rot oder Schwarz? Die Freie Liste positioniert sich nicht nur mit ihren zehn KandidatInnen, sondern auch mit ihrem Wahlprogramm für einen aktiven Umweltschutz. Die FL präsentiert die umweltfreundlichsten KandidatInnen. Ihr Mittelwert liegt bei 96 Punk- ten, bei einem Maximum von 100 Punkten. Der Mittelwert der VU-KandidatInnen ist mit 75,5 Punkten höher als derjenige der FBP- KandidatInnen mit 70 Punkten. Statistisch gesehen ist dies jedoch kein signifikanter Unter- schied. «Signifikant» unterscheiden sich hin- gegen die Parteiprogramme der beiden grossen Parteien hinsichtlich Ihrer Aussagekraft und der klaren Positionierung bei wesentlichen um- weltpolitischen Themen. VU für Verursacherprinzip Die VU setzt sich ein für eine verstärkte Um- setzung des Verursacherprinzips. Das ist ein klares Bekenntnis zum Umweltschutz. Der Mit- einbezug von externen Kosten in die betriebs- und volkswirtschaftliche Gesamtrechnung isteine 
Hauptforderung von Umweltorganisa- tionen. Das bedeutet, dass die Kosten negati- ver Umweltauswirkungen (z.Bsp. Luftver- schmutzung) von den Unternehmungen nicht an das Gemeinwesen überwälzt werden dürfen, sondern durch die Verursacher gedeckt werden müssen. FBP für neue Strassen, VU gegen Letzetunnel Während die FBP in ihrem Wahlprogramm sich implizit für den Bau von neuen Umfahrungs- strassen ausspricht, zeichnet die VU – wie die FL – insgesamt eine konsequentere nachhaltige Verkehrspolitik. Mit ihrer nachdrücklichen Ab- lehnung des Projektes Letzetunnel bekennt sich die VU zu grenzüberschreitenden Lösungen für den Transit- und den Pendelverkehr und zum entsprechenden aussenpolitischen Handeln. Die FBP formuliert wesentlich interpretationsbe- dürftiger: Sie lehnt «grenzüberschreitende ver- kehrstechnische Bauten, welche zur Erhöhung des Transitverkehrs führen», ab. 
Informationen: www.fbp.li www.vu-online.li www.freieliste.liWeitere Resultate aus der Umfrage Sind weibliche oder männliche KandidatInnen umweltfreundlicher? Der Mittelwert der weiblichen Kandidatinnen ist mit 77 Umweltpunkten höher als derjeni- ge der männlichen Kandidaten mit 73 Umwelt- punkten. Der Unterschied zwischen den Ge- schlechtern ist jedoch statistisch gesehen nicht signifikant. Sind neue KandidatInnen oder bisherige umweltfreundlicher? Die neuen KandidatInnen zeigen sich umwelt- freundlicher. Ihr Mittelwert liegt bei 76 Um- weltpunkten, während derjenige der bisherigen Landtagsabgeordneten mit 69 Umweltpunkten knapp unter dem Label «umweltfreundlich» liegt.Zum 
Rücklauf Von den 60 angefragten KandidatInnen haben 48 geantwortet, was einer Rücklaufquote von 80% entspricht. Von der FL und der FBP haben alle den Fragebogen ausgefüllt zu- rückgesandt. Von den KandidatInnen der VU machten 52% mit. Von vielen erhielten wir begründete Antwortschreiben – Kritik an Form und Inhalt des Fragebogens, aber auch fundier- te Stellungnahmen zu verschiedenen Umwelt- themen. Leider konnten wir diese Schreiben für die vorliegende Auswertung nicht berück- sichtigen. Informationen: www.lgu.li
        

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