Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
62
Erscheinungsjahr:
2005
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_62/4/
4NachgefragtGrosse 
Akzeptanz für Vorschrift «energieeffizientes Bauen»! 44 von 47 KandidatInnen, welche die Frage beantwortet haben, sind für eine verstärkte staatliche Förderung von Anlagen zur Gewin- nung von alternativer Energie (ja oder eher ja). Für eine gesetzlich festgelegte Vorschrift, welche für alle öffentlichen und privaten Neu- bauten mindestens Minergie-Standard vor- schreibt, sind 30 von 45, das sind 75% (ja oder eher ja). 34 von 45 KandidatInnen, be- fürworten (ja oder eher ja) eine CO2-Abgabe auf Treib- und Brennstoffen. Den Kauf von CO2-Gutschriften lehnen 30 von 40 ab (nein oder eher nein). 36 von 45 würden im Landtag einen Planungskredit für ein neues Wasser- kraftwerk im Alpenrhein ablehnen (nein oder eher 
nein). Verkehr/Mobilität Das Verkehrsaufkommen in Liechtenstein steigt stetig. Die Regierung diskutierte im Jahr 2004 über die Grundsatzfrage, ob eine För- derung des öffentlichen Verkehrs oder des mo- torisierten Verkehrs sinnvoller sei. Und dies, obwohl Verkehrsfachleute sich einig sind, dass der Bau neuer Strassen immer zusätzliches Verkehrsaufkommen mit sich bringt. Eine nachhaltige Verkehrspolitik setzt schwerpunkt- mässig auf den öffentlichen Verkehr – und sucht grenzüberschreitende Lösungen. Der ge- plante Letze-Strassentunnel in Vorarlberg zum Beispiel wird in Liechtenstein mehr Ver- kehr erzeugen, er ist ein wichtiges Glied einer Transitroute. 42% des motorisierten Ver- kehrs in Liechtenstein sind Arbeitsverkehr aus 
45 KandidatInnen aus (ja oder eher ja). 27 von 44 KandidatInnen befürworten (ja oder eher ja) das Verbandsbeschwerderecht zum Schutz von Natur und 
Landschaft. Energie/Klima Die Auswirkungen des globalen Treibhaus- effektes sind zunehmend auch in Liechtenstein spürbar. Im Februar dieses Jahres ist das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten. Liechtenstein verpflichtet sich damit zu einer Senkung der jährlichen CO2-Emissionen um mindestens 8% gegenüber 1990. In der Schweiz werden zur Zeit verschiedene Massnahmen zur Sen- kung des CO2-Ausstosses diskutiert, die aufgrund des Zollvertrages auch für Liechten- stein relevant sind. Die wirksamste davon ist eine CO2-Abgabe auf Treib- und Brennstof- fe. Auf der globalen Ebene streben die grossen Verbraucherstaaten den Kauf von sogenannten CO2-Zertifikaten von Entwicklungs- und Schwellenländern an. Damit müssen im eige- nen Land weniger einschneidende Massnah- men umgesetzt werden, welche den Verbrauch fossiler Energie reduzieren. Liechtenstein fördert Anlagen zur Gewinnung von alternati- ver Energie bereits auf einem ansehnlichen Niveau. Eine konsequente gesetzliche Vor- schrift für energieeffizientes Bauen wäre jedoch eine wirksame Klimaschutzmassnahme. Die Wasserkraft ist erneuerbare Energie, jedoch nicht per se umweltfreundlich. Eine intensive Nutzung gefährdet die Ökosysteme im und am Fliessgewässer.
        

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