Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
57
Erscheinungsjahr:
2003
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_57/4/
4UmweltSchneller, 
leiser, effizienter – Nutzen für 
Alle (Red.) «Menschen sollen transportiert werden, statt nur viel Blech verschoben werden.» Diese Haltung bewog den Verkehrs-Club Liech- tenstein (VCL) die Studie «Eine Trambahn für Liechtenstein und die Region» ausarbeiten zu lassen. Sie zeigt, dass die Trambahn für Liechtenstein und die Region eine angepasste und zukunftsfähige Lösung sein kann. Liechtenstein zählt 33'500 EinwohnerInnen und rund 29'000 Beschäftigte. 13'000 Personen pendeln aus der Schweiz und Vorarl- berg/A nach Liechtenstein zur Arbeit. Zu den Hauptverkehrszeiten herrschen auf den Strassen städtische Verhältnisse. Busse, Ge- werbetreibende und Autos stehen im Stau und verlieren dabei Zeit und Geld. Die am 10.2.03 präsentierte Studie des VCL zeigt Lösungen auf. Die Trambahn soll beste- hende Trassen der Österreichischen und Schweizerischen Bundesbahnen nutzen undteilweise 
auf bestehenden Strassen verkehren (vgl. Modell Karlsruhe). Die Trambahn ver- bindet die Knotenpunkte Sargans, Buchs, Feldkirch (Anschlüsse ans internationale Bahn- netz) sowie Schaan/Vaduz und erschliesst alle Talgemeinden Liechtensteins. Die gesamte Streckenlänge beträgt rund 30 km. Vorteile der Lösung «Trambahn» sind die Verknüpfung mit bestehenden Gleissystemen, ein sofortiger Beginn der Umsetzung, tragbare Kosten (ca. 15 Mio. CHF/km), wenig neue Trassen und damit wenig Eingriffe in Landschaft und Sied- lungen sowie die Möglichkeit modulartiger Er- weiterungen. Von Umweltorganisationen (LGU, VCL, Komitee Stopp Transit A13, usw.) wird bereits laut über eine S-Bahn «Alpenrheintal» von Chur bis Bregenz nachgedacht. So können Verkehrsprobleme in der Region gelöst werden. Planungsleichen wie Letzetunnel (bei Feldkirch) und S18 (bei Lustenau) würden 
obsolet. 
Mit der Trambahn durch Liechtenstein Information: VCL, Postfach 813, 9490 Vaduz www.vcl.liDer Flächenverbrauch wächst 
stetig (Red.) Mehr als 2 Planeten «Erde» bräuchte es, würden alle Menschen so leben, wie es die LiechtensteinerInnen (im Durchschnitt) tun. Mit diesem Bild wird der ressourcen- und ener- gieaufwändige Lebensstil anschaulich darge- stellt. Fahrzeuge, Wohnungen, Lebensmittel, Heizung, Kleidung – von uns allen täglich ge- braucht – benötigen für Herstellung, Gebrauch und Entsorgung Energie und Ressourcen. Der Ökologische Fussabdruck zeigt, was der Ver- brauch von Produkten und Dienstleistungen für die Erde bedeutet. Er ist ein Indikator des Res- sourcenkonsums und ein Mass für die Nachhal- tigkeit. Die Philosophie des Ökologischen Fus- sabdrucks basiert auf der Idee, dass alles was genutzt wird den Ursprung in der Natur hat und Fläche zur Entstehung braucht. Die produ- ktive Fläche der Erde ist das Kapital und wir können langfristig nur von der Rendite, den nachwachsenden Ressourcen, leben. Zur Er- mittlung des Fussabdrucks wird der Material-verbrauch 
der Menschen auf die Flächen umgerechnet, die nötig sind, um diese Res- sourcen zu gewinnen. Zum Beispiel wird der Energieverbrauch auf die Fläche umgerech- net, die nötig ist, um die entstehenden CO2- Emissionen wieder zu absorbieren. Der weltweite Verbrauch der Menschheit liegt 20 bis 30% über dem, was natürlich nach- wächst. Fischgründe werden überfischt, Wälder übernutzt, Wiesen überweidet und riesige Mengen an fossilen Energien (Öl, Kohle) ver- braucht. Wir leben auf zu grossem Fuss. Die natürlich nachwachsenden «Zinsen» können unsere Bedürfnisse nicht decken, wir betreiben Raubbau am Naturkapital und gefährden das ökologische Gleichgewicht. Kurz: Wir sägen am Ast auf dem wir sitzen. Das müssen wir dringend ändern. Ziel muss ein ökologischer Fussabdruck kleiner als eins sein, das heisst so zu leben und zu wirt- schaften, dass unser Planet «Erde» heute und morgen für alle 
reicht. 
Unser ökologischer Fuss- abdruck: 2.6 Planeten Information: www.footprint.ch 
Die Trambahn in Strasbourg – sie löst Personentransporte effizient[Bildquelle: 
S. Grass]
        

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