Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
54
Erscheinungsjahr:
2002
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_54/3/
Aktuell in Liechtenstein3Aktuell Verpasste Chance Die Verkehrsinitiative ist abgelehnt. Was folgt 
nun? Liechtensteins Stimmbürgerinnen und Stimm- bürger haben am 10. März die Verkehrsinitia- tive mit 54.5% Nein Stimmen abgelehnt. Der vorgeschlagene Artikel hatte zum Ziel, die zu- künftige Verkehrsplanung und -beurteilung aus der Sicht von ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien zu betrachten und beim Transitverkehr keine weitere Steigerung der Kapazität zuzulassen. Die Ablehnung ist eine verpasste Chance einer grundsätzlichen Neu- orientierung in der Liechtensteinischen Ver- kehrspolitik und einer klaren Haltung gegen die Bedrohung aufgrund des geplanten Baus des Letzetunnels im Süden Feldkirchs. Eine Transit- spange zwischen den beiden Autobahnen A13 und A14 bedeutet Mehrverkehr für das Liech- tensteiner Unterland und öffnet die Schleusen für den Verkehr auf der San-Bernardino-Achse. Es ist äusserst bedauerlich, dass die Regierung Liechtensteins die Initiative nicht unterstützte. Ein Volksentscheid für eine neue, nachhaltige Verkehrspolitik wäre eine starke Basis gegen- über den Infrastrukturplänen in Vorarlberg gewesen. Gespannt sind wir auf das verspro- chene weitere Vorgehen und die Taten im Bereich Verkehr, die nun folgen müssen. Einkaufszentrum Vaduz Nord Mehrverkehr in den Quartieren 
befürchtet In Vaduz Nord ist ein Einkaufs- und Gewerbe- zentrum geplant. Der Gemeinderat von Vaduz hat das Baugesuch grundsätzlich befürwortet sowie der nötigen Umzonierung zugestimmt. Die LGU steht dem Vorhaben äusserst kritisch gegenüber. Sie führte Gespräche mit dem Bür- germeister von Vaduz und den Bauherren. Im Gespräch mit den Bauherren legten beide Sei- ten ihre Sicht dar. Die LGU befürchtet vor allem eine Zunahme des Verkehrs, eine Verschiebung der Verkehrsströme in die Quartiere und die Konkurrenzierung und Verdrängung der beste- henden Läden in den Dorfzentren. Folgende Zahlen wurden von den Bauherren genannt: 1. Zufahrten pro Tag: 1200 Fahrzeuge (2400 Zu- und Wegfahrten) 2. Spitzenbelastungen (abends): 282 Fahr- zeuge/h [aus Emch und Berger, Zürich, 26.02.02]3. 
Anzahl Parkplätze: 240 Stk. (keine Erhöhung bei einem späteren Bau der Wohnungen) 4. Verkaufsfläche Brutto: 3900 m2 (unterer und oberer Stock) Weiter wurde festgehalten, dass eine Bewirt- schaftung der Parkplätze ab dem Zeitpunkt stattfinden muss, als dies in den Zentren Haag, Buchs und Sargans geschieht. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten und eine Verlagerung des Verkehrs in die Quar- tiere stattfinden, muss dies von den Bauherren und den Gemeinden als Problem anerkannt werden und es müssen Lösungen gefunden werden, die ohne Neu- und Ausbauten von Strassen auskommen. Dafür wird sich die LGU einsetzen. Beschwerde gegen Mobilfunkantenne in Ruggell gutgeheissen Landschaftsbild zwischen Ruggell und Gamprin geschützt Mit Beschluss vom 21. Mai 2001 bewilligte der Gemeinderat von Ruggell den Eingriff nach Naturschutzgesetz für den Bau einer Sende- und Mobilfunkantenne auf der gemeindeeige- nen Parzelle Nr. 4 Oberau in Ruggell. Gegen diesen Beschluss erhob die LGU Beschwerde. Die Beschwerde basiert auf der grossen Beein- trächtigung von Natur und Landschaft und den fehlenden Ausgleichsmassnahmen. Am 20. März 2002 entschied die Regierung des Fürstentums Liechtenstein der Beschwerde stattzugeben und die Entscheidung der Ge- meinde Ruggell dahingehend abzuändern, dass die Erstellung einer Sende- und Mobil- funkantenne auf der Ruggeller Parzelle Nr.4 abgelehnt wird. Die Betreiber können nun an die Verwaltungs- beschwerdeinstanz gelangen, anderenfalls ist ein neuer Standort zu suchen.Die 
Verkehrsinitiative: Für ein blühendes Liechtenstein Bild: Loretan
        

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