Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
47
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_47/5/
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sowie die Förderung der Aus- und Weiterbil- dung. Stärkung der Mitbestimmung und des konstruktiven Einbezugs aller Interessengrup- pen in die touristischen Angelegenheiten. Prioritäres Ziel hat im ökonomischen 
Aspekt die Sicherung der Wertschöpfung in den Tou- rismusregionen. Dazu sollte die Diversifizierung des touristischen Angebotes angestrebt wer- den, um touristische Monostrukturen und damit einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die ver- besserte Zusammenarbeit zwischen den Touris- musbetrieben, dem Gewerbe allgemein und der Landwirtschaft. Damit die ökologischen und soziokulturellen Qualitäten in das touristische Angebot aufgenommen werden können, muss die Wertschätzung dafür in der Gesellschaft gefördert werden. Dies kann jedoch nur erreicht werden, wenn auch eine dementspre- chende Vermarktung und Abstimmung des Angebotes bei den Tourismusanbietern erfolgt. • Ziele: Diversifizierung des touristischen Ange- botes und Stärkung der regionalen Wirtschafts- kreisläufe, sowie die «Ökologisierung» von Betriebsabläufen. • Massnahmen: Förderung des Sommertouris- mus und alternativer angepasster Tourismus- formen. Keine Unterstützung von Kapazitätser- weiterungen und Projekten, deren Raum- und Umweltverträglichkeit nicht geprüft oder gege- ben ist. Fördermittel sollten nur auf der Grund- lage eines regionalwirtschaftlichen Entwick- lungskonzeptes vergeben werden. Absatzmöglichkeiten und Vermarktung regio- naler Produkte sind zu verbessern, Tourismus- betriebe für Ökoaudit-Verfahren zu gewinnen. Positive Anreize und klare Grenzen für das wirtschaftliche Handeln Eine erfolgreiche Umsetzung der Ziele ist in der Regel nur möglich, wenn dazu ganze Massnah- menbündel verwendet werden. Auch müssen innerhalb dieser Bündel immer Massnahmen enthalten sein, die den Beteiligten positive Anreize geben, sich an der Umsetzung einer solchen Politik zu beteiligen. Darüber hinaus sollten aber von den Verantwortlichen auchklare 
Grenzen für das wirtschaftliche Handeln gesetzt werden. Aus Sicht der LGU sind darun- ter in erster Linie die natürlichen Grenzen zu berücksichtigen. Eine Ausdehnung der Kapa- zitäten des touristischen Angebotes und deren Nutzung über diese natürlichen Rahmenbedin- gungen hinaus lehnen wir ab. Die Rolle der LGU Neben dem Beitrag, den wir mit diesem Posi- tionspapier und seiner baldigen Veröffent- lichung an die aktuelle Diskussion der Nachhal- tigkeit leisten möchten, haben wir uns auch allgemein mit der Rolle auseinandergesetzt, die wir bei der Ausgestaltung der Tourismuspolitik einnehmen wollen. Wichtig scheint dabei, den Prozess konstruktiv mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Deshalb haben wir für jedes Ziel, welches von einer nachhaltigen Tourismuspolitik angestrebt wer- den sollte, auch unsere Möglichkeiten beschrie- ben, mit denen wir an der Umsetzung dieser Ziele mitwirken möchten und können. Zentral ist dabei die Mitarbeit, Organisation bzw. Unterstützung von Projekten und Aktionen in diesem Bereich, sowie das Lobbyieren bei Ent- scheidungsträgern für die Interessen, die wir als Umweltschutzorganisation vertreten. Aber auch die Wahrnehmung des Beschwerderechts sehen wir als notwendige Massnahme an, um die Durchsetzung schon bestehender, aber nicht eingehaltener Rechtsnormen in Bezug auf den Umweltschutz auch bei Tourismusprojek- ten wie bspw. den Beschneiungsanlagen zu gewährleisten. Das gesamte Positionspapier ist aus- führlicher, insbesondere im Bereich der Massnahmen. Gerne senden wir es Ihnen zu. Wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.
        

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