Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
45
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_45/6/
6TipE-Nummern 
«E’s essen wir eh alle!» E-Nummern, ihre Bedeutung und die möglichen Gefahren Mit den E-Nummern 
(«E», da europaweit ge- normt) werden Lebensmittelzusatzstoffe durchnumeriert. Es handelt sich bei diesen Stoffen nicht um eigentliche Zutaten der Le- bensmittel, sondern um Substanzen, die dem Lebensmittel aus verschiedenen Gründen bei- gemischt werden. So gibt es beispielsweise Konservierungsstoffe, welche die Nahrungsmit- tel vor schädlichen Bakterien oder Schimmelpilzen schützen, und sie somit länger haltbar machen. Oder man verwendet Farbstoffe, um die bei der Verarbeitung ver- lorengegangene Farbe zu ersetzen. Des weite- ren werden Antioxidantien, Emulgatoren und Stabilisatoren, Gelier-, Verdickungs- und Trennmittel, Aromen und Geschmacksver- stärker, Alkalien, Säuren und Salze, Enzyme, Überzugsmittel und 
Süssstoffezu den Zusatz- stoffen gerechnet und mit E-Nummern verse- hen. Die verwendeten Zusatzstoffe müssen mit den E-Nummern und der jeweiligen «Katego- rie» (z.B. Farbstoff) auf dem Produkte-Etikett deklariert werden. Viele der erlaubten Zusatzstoffe sind harmlos und zum Teil sogar sehr nützlich – zum Beispiel dann, wenn sie die Nahrung vor dem Verder- ben und die KonsumentInnen so vor einer Lebensmittelvergiftung retten. Bei rund 75 Zu- satzstoffen können jedoch Probleme auftreten. Speziell empfindliche Menschen sollten bei einigen dieser Präparate vorsichtig sein. Man- che Zusatzstoffe können bei ihnen Allergien auslösen. Diese Substanzen werden als «aller-gen» 
bezeichnet. Andere Stoffe können krebserregend sein oder sind insbesondere für Kleinkinder gefährlich. Die untenstehende Liste der problematischen Stoffe ist der Broschüre «E-Nummern – Was steckt dahinter?» des WWF Schweiz und der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ent- nommen. Diese empfehlenswerte Schrift gibt einen Überblick über alle in der Schweiz zugelassenen Zusatzstoffe, also auch über die ungefährlichen und natürlichen. Sie kann direkt bei KONSUM & UMWELT, WWF Schweiz, Postfach, 8010 Zürich bestellt werden (Tel. 01 – 297 21 00). Farbstoffegeben den Lebensmitteln ein appe- titanregendes und frisches Aussehen. Es gibt natürliche und synthetische Farbstoffe. Sie fin- den sich vor allem in Süssigkeiten, Limonaden, Puddings, Glaces, Obstkonserven, Margarine, Käse (Rinde), Brotaufstrichen, Fischerzeug- nissen, Bouillon und Sulzen. Problematisch sind: 
Ein Beitrag von Jürgen Deuble Ab diesem Jahr möchten wir unseren Mitgliedern mit der Rubrik Umwelttips konkrete Handlungsmöglichkeiten im Bereich Alltagsökologie aufzeigen. In den Mitteilungen werden diese Tips ausführlich vorgestellt. Zu umfassen- deren Bereichen der Haushaltsökologie finden Sie hier zusätzliche Hintegrund- informationen. Weitere meist deutlich kürzer gehaltene Umwelttips finden Sie ab Mai 1999 auf unserer Internet-Seite, die gerade im Aufbau ist.KonkreTIP 
Mit der folgenden Information möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, zu entscheiden, ob Sie auf Waren mit kritischen Zusatzstoffen grundsätzlich verzichten wollen. Am besten fahren Sie, wenn Sie die nachstehenden Ratschläge berücksichtigen: ■Bevorzugen Sie unveränderte und wenig bearbeitete Lebensmittel im Gegensatz zu industriell bearbeiteten und hergestellten Produkten. ■Beachten Sie beim Kauf von verpackten Lebensmitteln die Deklara- tionen und verzichten Sie auf Produkte mit problematischen und umstrittenen Zusatzstoffen. ■Braten und grillieren Sie keine gepökelten Fleisch- und Wurstwaren, da die Pökelsalze im Verdacht stehen, sich im Körper in krebs- erregende Nitrosamine umzuwandeln. E-NummerMögliche Gefahr oder Unverträglichkeit E 
104Allergen. E 
110Schwach allergen. E 
122Im Tierversuch wurden Nebenwirkungen auf Blutbild, Lunge, Lymphsystem und Bauchspeicheldrüse festgestellt. E 
123Allergen. Vermindert im Tierversuch die Immunabwehr. E 
124Schwach allergen. E 
127Allergen. Beeinträchtigte im Tierversuch die Nervenfunk- tion. Steht im Verdacht, Schilddrüsenhormone zu stören. E 
132Schwach allergen. E 
141Risiko für PatientInnen mit Wilson-Syndrom, einer Störung des Kupferstoffwechsels. E 
151Hemmt die Aktivität der Verdauungsenzyme. E 
180Allergen. Wird nur für Käserinde verwendet.
        

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