Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
42
Erscheinungsjahr:
1998
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_42/8/
Ziel: Lösung des grenzüber- schreitenden Verkehrsproblems Auf den verschiedensten Ebenen wird zwischen Liechtenstein und Vorarlberg um einen Bau des Letzetunnels verhandelt. Wir gehen davon aus, dass es bei diesen Verhandlungen um die Lösung des grenzüberschreitenden Verkehrsproblems geht. Der Tunnel steht hierbei allerdings als bisher einzige kommunizierte Lösungsmöglichkeit im Zentrum. Der Tunnel löst nach verschie- denen Studien das Verkehrsproblem nicht nachhaltig und auch nicht in einem vertretbaren Zeithorizont (frühestens in 10 Jah- ren). Von der Tunnellösung sollte deshalb endgültig Abschied genommen und stattdessen zukunftsfähige Lösungsmodelle ausgearbeitet und umgesetzt werden. a) Klare Sachlage fordert klare Aussage Noch Ende letzten Jahres wurden durch die Regierung der Verkehrsbericht und das Ver- kehrsmodell «Oberes Rheintal-Feldkirch» be- kanntgemacht. Der Bericht über das Verkehrs- modell beinhaltet die Resultate von zwei aktuellen Studien. Die eine dieser Studien (Gru- ner) wurde im Auftrag des Amtes der Vorarlber- ger Landesregierung erstellt, die Andere (IVT, ETH Zürich) für das Tiefbauamt des Fürstentums Liechtenstein. Die Studien stellen unterschiedli- che Prognosen für die Verkehrszunahme in Liechtenstein nach einem allfälligen Bau des Let- zetunnels. Das Institut der ETH-Zürich wurde zu dieser Mixstudie nicht mehr beigezogen. Der 
Mix wurde von zwei privaten Büros (Gruner AG und Emch+Berger AG) erstellt. Die Resultate der ETH-Studie sind nach Aussage von Professor Hidber vom Institut für Verkehrs- planung, Transporttechnik, Strassen- und Eisen- bahnbau der ETH Zürich deshalb aber keinesfalls überholt (21-29% Mehrverkehr durch den Bau des Letzetunnels beim Grenzübergang Schaan- wald/Tisis!) Inzwischen wird nur noch mit den Aussagen der Mixstudie argumentiert, die 1. Lediglich Mittelwerte darstellen 2. Für Liechtenstein nur abstrahiert gelten, da das Fürstentum Liechtenstein als Randbereich des Modells betrachtet wurde. Die Liechtensteinische Regierung vertritt die Ansicht, dass der Bau eines Letzetunnels nicht in Frage komme, wenn dieser für Liechtenstein Mehrverkehr bringt. Mario Frick äusserte sich bereits im Juni 1997 negativ zu einem Tunnel im Liechtensteiner Unterland. Norbert Marxer sprach sich ebenfalls im Juni 1997 gegen den Neubau von Strassen (in Zusammenhang mit dem 20 Mio.-Fonds) aus. In einem Gespräch Die ETH-Studie progno- stiziert beim Grenz- übergang Schaanwald/ Tisis 21-29% Mehrver- kehr durch den Bau des Letzetunnels.
        

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