Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
1997
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_41/6/
Diese für die Landwirtschaft wie auch für die Erholung genutzte Rietlandschaft zwi- schen Schaanwald und Mauren würde durch einen Letzetunnel stark beeinträchtigt (je nach Variante des Tunnels und auch je nach Lösung für die Bewältigung des Mehrver- kehrs durch den Letzetunnel in Liechtenstein kann sie sogar gänzlich zerstört werden). mes. Aus diesem Grund ist es auch absolut  notwendig, die grenzüberschrei- tende Verkehrsproblematik in Schaan- wald und Tisis überregional zu behan- deln. Eine Lösung der Verkehrspro- bleme Feldkirchs kann nur überregio- nal und das heisst international ange- gangen werden, wenn nicht das ge- samte Rheintal mit erheblichem Mehr- verkehr belastet werden soll. Verkehr durch Berufspendlerinnen umlagern Liechtenstein hat ganz konkret die Möglichkeit, das vordringliche Problem der BerufspendlerInnen (Quell- und Zielverkehr 55 %) anzugehen, indem es den BerufspendlerInnen zusammen mit Vorarlberg eine attraktive Alternative anbietet. Im Bereich der verschiedenen Möglichkeiten (Werkbus, Öffentliche Verkehrsmittel, Parkplatzbewirtschaf- tung usw.) müssen endlich gemeinsam mit den betroffenen Firmen und Ver- kehrsmittelanbietern Entscheide ge- fällt und umgesetzt werden. Alpenkonvention und Verkehrs- protokoll Liechtenstein könnte im Zusammen hang mit der Alpenkonvention und speziell dem Verkehrsprotokoll eine wichtige Rolle spielen. Die Position Österreichs (Vetorecht für Anrainer- staaten) verdient im alpenweiten Kon- text Unterstützung. Die Unterstützung des Verkehrsprotokolls lohnt sich auch 
des unbestrittenen Absatzes 2 von Arti- kel 3 wegen: «Die Vertragsparteien un- terstützen eine verstärkte internatio- nale Zusammenarbeit zwischen den je- weils zuständigen Institutionen. In den Grenzräumen wirkt diese Zusammen- arbeit vor allem auf eine Abstimmung der regionalen Verkehrsbedürfnisse hin.» Bundeskanzler Mag. Viktor Klima trifft sich mit Vertretern der PLATTFORM GEGEN DEN LETZETUNNEL — für eine Verkehrspolitik mit Zukunft! Am Freitag, den 5. 12. 1997 fand ein Gespräch zwischen Vertretern der PLATTFORM GEGEN DEN LETZE- TUNNEL und Bundeskanzler Mag. Viktor Klima statt. Die Vertreter der Plattform sehen sich durch die 1500 Unterschriften aus Fra- stanz und 2340 aus dem Liechtensteiner Unterland in ihrer Meinung bzw. Be- fürchtung bestätigt, dass durch den Bau eines Letzetunnels eine gravierende Zu- nahme des regionalen Verkehrs, insbe- sondere auch des Transitverkehrs zu er- 
warten ist. Dazu liegt eine Reihe von Gutachten renommierter Verkehrsplaner mit unterschiedlichsten Auftraggebern vor, welche die Argumentation der Platt- form gegen den Letzetunnel bestätigen. Die Plattform hat sich eine echte Re- duktion des Verkehrsaufkommens zum Ziel gesetzt, zu dessen Erreichung aus- schließlich eine gesamtregionale Ver- kehrslösung beitragen kann. Eine wei- tere Zunahme des Verkehrsaufkom- mens würde völlig den Bestimmungen der Alpenkonvention widersprechen.' In diesem Zusammenhang wurde Bun- deskanzler Mag. Viktor Klima aufge- fordert seine bereits vor wenigen Wo-   chen im Fürstentum Liechtenstein ab- gegebene Erklärung zu bekräftigen, worin er sich gegen das aktuelle Letze- tunnelprojekt ausgesprochen hat, falls dieses von Liechtenstein nicht gutge- heissen werden könne. Die Plattform ersucht den Bundeskanzler weiterhin seinen gesamten politischen Einfluss dahin gelten zu machen, dass es nicht zum Bau des äusserst problematischen Letzetunnels kommt, sondern eine zu- kunftsweisende, geamtregionale Lö- sung unter Einbindung aller Betroffe- ner realisiert wird. Aufgrund seiner diesbezüglichen Stellungnahme drängt die Plattform gegen den Letzetunnel   auf ein Überdenken des vorliegenden Verkehrskonzeptes seitens der verant- wortlichen Gremien. Der Fachausschuss Alpenkonvention von CIPRA-Oesterreich mit Ministerialrat Höfler, Ländervertreter Graze und CIPRA Vizepräsident Hasslacher infor- mieren sich über das Letzetunnelprojekt. Die Plattform gegen den Letzetunnel — für eine Verkehrspolitik mit Zukunft wird von den folgenden Organisationen unterstützt: Verkehrsclub Liechtenstein (VCL). Freie Liste Liechtenstein, Liechtensteinische Gesell- schaft für Umweltschutz (LGU). SPÖ Frastanz, Verkehrsclub Österreich (VCÖ), Öster- reichischen Alpenverein Sektion Vorarlberg Bezirk Feldkirch, Österreichischer Alpenver- ein Landesjugendführung Vorarlberg, Die Grünen  Vorarlberg,N aturschutzbund/lnitiative   Civilcourage, Feldkirch blüht
        

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