Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
40
Erscheinungsjahr:
1997
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_40/2/
Auch ernsthafte Diskussionen können angenehm sein. Das Trio Hirsch sorgt für heitere Stimmung. 
Strassenfest in Schaanwald/Tisis Am Autofreien Sonntag, den 21. Sep- tember 1997 fand in Schaanwald und Tisis ein grenzüberschreitendes Stras- senfest statt. Die Grenze wurde zum Symbol des grenzüberschreitenden Verkehrs. Auf beiden Seiten werden hunderte von Menschen durch diesen Verkehr täglich stark belastet. Alterna- tiven gäbe es, doch bis heute sträubt sich Planung und Politik diese konse- quent zu vertreten. Um Alternativen ging es auch am Strassenfest. Zusammen mit Verkehrs- minister Norbert Marxer, Martin Hem- merle vom Postautodienst, dem Postau- tohalter Ivo Matt und Renate Bach- mann von der Gewerbe und Wirt- schaftskammer wurden Verbesserun- gen der bestehenden Verkehrsmittel diskutiert. Die genannten vier Perso- nen hielten eingängig jeweils ein kurzes Impulsreferat. Das Thema wurde be- wusst auf den grenzüberschreitenden 
Personennahverkehr beschränkt. Nor- bert Marxer sieht verschiedene Lö- sungsmöglichkeiten im betrieblichen Mobilitätsmanagement — seien dies Werkbusse (auch in der Zusammenle- gung industrieller Personaltransporte mehrerer Firmen), der Ausbau der Bus- und Bahnbetriebe oder auch in der Parkplatzbewirtschaftung. Er betonte auch, dass kleine Schritte in einem Ge- samtkonzept nicht zu verachten seien. Renate Bachmann ging auf die laufen- den Versuche von gemeinsamen Perso- naltransporten verschiedener Firmen in Liechtenstein ein. Ein überregionales Gesamtkonzept für den öffentlichen Verkehr sei anzustreben. Die Postauto- kurse wurden nach Auskunft von Mar- tin Hemmerle um täglich 20 Fahrten zwischen Feldkirch und Schaan erhöht. Von Seiten des Postautohalters Ivo Matt wurde unter anderem die Ein- führung einer separaten Busspur, vor allem im Grenz- übergangsbereich, gefordert um den Busverkehr at- traktiver zu ge- stalten (Verringe- rung der staube- dingten Wartezei- ten). Parallel dazu war eine Ausstel- lung zu sehen, die einerseits Plakate zu aktuellen Ver- kehrsdaten und andererseits ver- schiedene Pro- jekte aus dem Verkehrswettbe- werb «Liechten- steiner Mobilität» 
Norbert• Marxer im Gespräch mit Ger- hard Matt über vollautomatische Ver- kehrssysteme. zeigte. Auf der Tisner Zollseite wurden   vollautomatische Verkehrssysteme vor- gestellt. Das Fest wurde gemeinsam von der Arbeitsgruppe Verkehrspro- bleme FL-Unterland, der Gemeinde Mauren, dem Verkehrs-Club Liechten- stein, der Plattform gegen den Letze-, tunnel — 
für eine Verkehrspolitik mit Zukunft und der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz organi- siert. Sowohl von der Anzahl der BesucherInnen, als auch von den Dis- kussionen und der Präsenz in den Me- dien her, wurde das Fest als erfolgrei- cher Beitrag zur aktuellen Verkehrsdis- kussion gewertet. Der Studienmix — was soll er bewirken? Was den Letzetunnel betrifft, so soll ein Mix der beiden Studien von Gruner und der ETH die Legitimation für den Letzetunnel wiederherstellen. Es wird dabei ausser Acht gelassen, dass beide   Studien bei einem Bau des Tunnels Mehrverkehr voraussagen, nur in un- terschiedlichem Masse. Kein(e) Politi- kerIn kann einen Letzetunnel mit gutem Gewissen verantworten und gleichzeitig eine Reduktion des Ver- kehrs fordern.
        

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