Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
38
Erscheinungsjahr:
1997
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_38/1/
Informationsblatt für die Mitglieder, 4 Ausgaben pro Jahr. Redaktion: Regula Imhof. Druck: Gutenberg AG, Schaan, LGU-Geschäftsstelle: Im Bretscha 22, 9494 Schaan, Telefon 075 / 232 52 62, Telefax 075 / 237 40 31 Liebe Mitglieder der LGU Wieder fand auf der Geschäftsstelle ein Wechsel statt. Andrea Hofer verliess ihre Stelle aufgrund eines Wohnortwechsels. Die Sekretariatsstelle betreut seit dem 18. März Frau Claudia Sele aus Triesen- berg. Ich freue mich auf unsere. Zusam- menarbeit und danke Andrea Hofer für ihr Engagement für die LGU, das sie während knapp eines Jahres auf der Ge- schäftsstelle zeigte. Die Ausweitung der Geschäftsstelle auf 120% erlaubt seit einem Jahr mehr Zeit in Aktionen, Stellungnahmen und allge- mein inhaltliche Arbeiten zu investieren. Zusätzliche Arbeiten zu den Publikatio- nen, Organisation von Veranstaltungen usw., die der LGU ohne diese Ergänzung nur mit enormem Stress, nur reduziert oder überhaupt nicht möglich gewesen wären, sind bspw. der Umzug der Ge- schäftsstelle, die Plakataktion im Zusam- menhang mit der Konsultativabstim- mung zur Befahrung des Rheindammes in Vaduz, die Koordination der Plattform gegen den Letzetunnel und die Koordi- nation der Klimapetition. Zu erwähnen ist allgemein die flexiblere Reaktions- möglichkeit in Bezug auf politische Ak- tualitäten mit Leserbriefen, Stellungnah- men und 
die Mitarbeit in verschiedenen, zeitlich beschränkten Arbeitsgruppen der Regierung. Mit freundlichen Grüssen Regula Imhof LGU-Geschäftsführerin Mitgliederversamm- lung 1997 Die diesjährige Mitgliederversamm- lung fand am 10. März in Vaduz statt. Den rund 25 Anwesenden wurde ein Jahresbericht vorgelegt, der neu auf der Linie des Umweltberichtes gestal- 
tet wurde. Barbara Rheinberger ging in ihrem Bericht auf die personellen Veränderungen der letzten zwei Jahre und die gesetzlichen Veränderungen ein. Das Hauptgewicht legte sie aber in• den Ausblick. Die politischen Ver- änderungen, die die Wahlen anfangs Jahr mit sich brachten, werden mögli- cherweise auch die Arbeit im Umwelt- bereich beeinflussen. Sie äussert hier- bei den Wunsch, dass die Umweltpoli- tik nicht zum Stiefkind werde, sondern im Gegenteil ihr der Stellenwert bei- gemessen wird, der ihr gebührt. Die LGU wird auf den neuen Ressortinha- ber Norbert Marxer zugehen um die gegenseitigen Vorstellungen auszutau- schen und den Boden für eine gute Zusammenarbeit zu schaffen. Der Be- richt der Geschäftsführerin orientierte sich am Jahresbericht. Die Jahresrech- nung wurde von Andrea Hofer vorge- stellt. Erstmals wurde 1996 die Buch- haltung in der Geschäftsstelle selber geführt. Im Anschluss der Jahresbe- richte wurden durch die anwesenden Mitglieder verschiedene Themen auf- genommen. Unter anderem äusserten sich Mitglieder positiv zur Beschwerde betreffend Sportplatzausbau Vaduz. Die Jahresberichte der Präsidentin und der Geschäftsführerin sowie die Jahresrechnung wurden einstimmig ge- nehmigt. 1997 beginnt eine neue Man- datsperiode für den Vorstand. Die Vorstandsmitglieder Barbara Banzer, Stefan Becker und Heinz Dörig schei- den aus dem Vorstand aus. Die Präsi- dentin stellt sich für weitere 2 Jahre zur Verfügung. Die Präsidentin, der Vizepräsident sowie auch der Vor- stand wurden einstimmig  wiederge- wählt. Es bleibt den drei scheidenden Vorstandsmitglieder für ihr Engage- ment bei der LGU zu danken. Im An- schluss an die Mitgliederversammlung hielt Simonetta Sommaruga, Ge- schäftsführerin der Stiftung für Konsu- mentenschutz, einen Vortrag über Gentechnologie und Lebensmittel. Grösstenteils sind ihre Aussagen die- ses Abends im Interview, das sie für den nächsten Umweltbericht der LGU vor dem Vortrag gab, wiedergegeben. 
Klimapetition Die Klimapetition wurde letztes Jahr während der LIHGA gestartet und es wurden rund 1000 Unterschriften ge- sammelt, die im Dezember 1996 an den Landtag überreicht wurden. An- fangs März 1997 fand in Bonn ein Treffen der LändervertreterInnen statt. In 23 Ländern der ganzen Welt wurde die Petition durchgeführt. An diesem Treffen äusserten sich auch 1 Vertreter aus Kenya und. eine Vertre- terin aus Indien als Betroffene. Die Unterschriften wurden symbolisch an Mr. Chen Chimutengwende, Präsident von COP2, zur weiteren Bearbeitung an der nächsten Folgekonferenz von Rio, in Kyoto (Dezember 1997) über- geben. In Liechtenstein bejahten prozentual zur  Bevölkerung am Meisten Men- schen die Ziele der Klimapetition. In der ersten Landtagssitzung der neuen Mandatsperiode (16. April) wurde jetzt die Klimapetition durch den Landtag einhellig zur geeigneten Be- handlung an die Regierung überwie- sen. Die grosse Übereinstimmung im Landtag, darf nicht darüber hinweg- täuschen, dass in der konkreten Um- setzung der einzelnen Forderungen sehr unterschiedliche Ansichten auf- treten werden. Viele der möglichen Massnahmen wie bspw. ein Gesetz zur Reduktion der Treibhausgase, Er- höhung des Energiepreises, ökologi- sche Steuerreform, Einführung einer Energieabgabe oder andere den Ver- kehr betreffende Massnahmen stossen durchwegs auf Widerstand. Ein kleiner Fortschritt versprechen effiziente Technologien, Isolation von Gebäuden oder die Förderung von erneuerbaren Energien, doch ein wirkliches Einhal- ten der Versprechungen von Rio kann mit freiwilligen und motivierenden Massnahmen nicht und bei Weitem nicht in der vorgesehenen Zeit er- reicht werden. Die Glaubwürdigkeit der Politiker hängt an der ernsthaften Diskussion von wirksamen Massnah- men, auch wenn diese unbequem sind.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.