Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
35
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_35/5/
LGU-Mitteilungen 5 Februar 1996 Wettbewerb «Liechtensteins Jugend forscht» 2. Preis: Untersuchung der Schmetter- lingsfauna in der Quaderröfi Mit den Schmetterlingen der Quaderröfi befasste sich ein Zweierteam. Andreas Heeb und Günther Kühnis nahmen das Vorkommen und die Verbreitung der Schmetterlingsarten in der Quaderröfi auf und brachten diese mit den verschie- denen Biotoptypen in Verbindung. Dar- aus leiteten sie Schutzmöglichkeiten für Schmetterlinge ab. Sie wiesen dabei 49 verschiedene Arten (29 Tagfalter, 5 un- echte Tagfalter und 15 Nachtfalter) nach. Es ist zu erwähnen, dass 7 dieser Arten 
Foto des Titelblattes der Arbeit «Untersu- chungen der Schmetterlingsfauna in der Quaderröfi» «in der Roten Liste der Schweiz einge- tragen sind.»Um die Arten den Bioto- pen zuzuordnen, mussten sie die vor- 
handenen Biotoptypen der Quaderröfi bestimmen. Von 7 grösseren Biotopty- pen besetzen alle gefundenen Arten 3 der Biotoptypen (Waldrand, Trocken- hang, offene Flächen). Der wichtigste Lebensraum ist der Trockenhang. Das Grundlegenste für den Schutz der Schmetterlinge ist die Erhaltung der verschiedenen Biotoptypen. Das Team von Günther Kühnis' und Andreas Heeb gewann die Teilnahme an einem dreiwöchigen Astronomielager, das dieses Jahr in Frankreich stattfinden wird. Sie haben sich ebenfalls für die Teilnahme am Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» qualifiziert. 3. Preis Quellbrunnen im FL-Unterland Diana Malin und Barbara Marxer gin- gen den Quellbrunnen im Unterland nach. Sie entdeckten dabei 12 Quell- brunnen (4 in Eschen, 1 in Gamprin, 7 in Mauren/Schaanwald). «In den übrigen beiden Unterländerge- meinden sind sie vollständig verschwun- den. Die meisten Brunnen wurden beim Bau eines Wasserleitungsnetzes in den 50-er Jahren zerstört oder' ans Netz ange- schlossen. Noch heute werden bei Bau- arbeiten wertvolle Zeugen der Vergan- genheit zerstört. Die Wasseruntersuchungen der einzel- nen Brunnen haben ergeben, dass die Qualität des Quellwassers meistens nicht den Anforderungen des Trinkwas- sers entspricht. «Ursachen von Verunreinigungen sind oft Bakterien oder das Düngen der um- liegenden Wiesen und Felder. Das Quellwasser ist im Vergleich zum Lei- tungswasser auch kalkhaltiger.» Diana Malin und Barbara Marxer inter- essierten sich nicht nur für die Wasser- qualität, sondern beschäftigten sich auch mit der kulurellen Funktion der Quell- brunnen. «Früher war die Nutzung der Brunnen im Gegensatz zu heute vielvfältiger. In erster Linie wurde er benutzt, um das 
Vieh zu tränken und für den alltäglichen Haushalt (Kochen, Waschen, Putzen usw.). Heute hingegen wird das Quell- wasser nur noch selten verwendet. Da es bequemer ist, den Wasserhahn aufzu- drehen, anstatt zum Brunnen zu gehen, denken nur noch wenige Leute daran, das Wasser auf diese Art sinnvoll zu nut- zen. Die meisten Quellbrunnen gehörten früher einer Genossenschaft an. Die umliegenden Bürger schlossen sich zu- sammen und schrieben den Brunnen- nutzungs-Vertrag. Darin wurde festge- halten, wer Mitglied werden durfte, wer den Brunnen intakt halten solle und wer 
für die Schäden oder allfällige Erneue- rungen aufkomme.» Diana Malin und Barbara Marxer dür- fen an einem Lager, das sich mit Natur- themen beschäftigt (sie können aus ver- schiedenen vorgeschlagenen Möglich- keiten auswählen), teilnehmen. Sie be- teiligen sich ebenfalls am Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht». Der Einsatz und die Resultate der Arbeiten aller Teilnehmerinnen hat uns sehr beeindruckt. Wir gratulieren zum Erfolg!
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.