Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
35
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_35/4/
Foto aus 
der Arbeit «Erhaltung und Förderung 
der Waldameisen im Fürstentum Liechtenstein»   
LGU-Mitteilungen 
4 Februar 1996 Wettbewerb «Liechtensteins Jugend forscht» Der Wettbewerb «Liechtensteins Jugend forscht» wurde im Zusammenhang mit dem Europäischen Naturschutzjahr wie- der aufgegriffen. Er wurde in Zusam- menarbeit von der LGU und der VP- Bank organisiert. Insgesamt wurden 14 Arbeiten abgege- ben. Die Teilnehmerinnen sind zwi- schen 10 und 18 Jahren alt und stammen aus den verschiedensten Schulen Liech- tensteins. Die Themen, die die SchülerInnen bear- beiteten, bewegten sich zum grössten Teil in den 
Fachbereichen Botanik/Wald und Zoologie.Von Waldrand, Naturwie- sen und Quellbrunnen über Misteln, Hirschzungen, Fledermäusen, bis hin zu Schmetterlingen, Waldameisen, Kanin- chen und Igeln wurden verschiedene Teile unseres natürlichen Lebensraumes betrachtet. Aber auch abstraktere The- men wie .Verpackungsmaterialien, Al- ternativenergien 
in Liechtenstein oder die physikalischen Eigenschaften von Buchen und Fichten wurden. 
untersucht. Um einen kleinen Eindruck 
des Engage- ments der 
Jugendlichen zu 
erhalten, stellen wir Ihnen die drei erstplazierten Arbeiten vor. 1. Preis: Erhaltung und Förderung der Waldameisen im Fürstentum Liechtenstein Die Dreiergruppe 
Patricia Oehri, 
Tina Thierstein und Alex 
Biedermann such- ten, die vor 
16 
Jahren durch Leo Büchel kartierten Ameisenhaufen 
wieder 
auf. Sie 
kartierten die damals registrierten Haufen neu, vermerkten aber auch Ver- änderungen des 
Nestes und der Umge- bung. Anhand dieser Daten versuchten sie die Frage zu beantworten, 
welche Massnahmen für die 
Erhaltung und För- derung der 
Ameisenbestände ergriffen werden sollten. Sie stellten dabei fest, 
dass vor allem «...verschiedene Buchenwaldtypen 
mit eingestreuten 
Nadelhölzern und trocke- nen bis frischen 
Böden bevorzugte Nest- standorte sind. Zudem muss der Platz genügend Sonnenlicht erhalten und nicht allzusehr verkrautet sein. 
Durch die Förderung und den Schutz von Ge- 
bieten mit 
solchen Eigenschaften wird der Lebensraum für die Waldameisen erhalten bleiben. Eine weitere Schutzmassnahme besteht darin, neben dem Ergründen von 
Mög- lichkeiten für die Zerstörung eines Hau- fens, diese zu verhindern. Eine Vielzahl von Beschädigungen ist immer noch auf den Menschen 
zurückzuführen, der zu mehr Rücksicht und 
Respekt aufgerufen werden sollte. Denn auch ein künstli- cher Nestschutz bietet keinen Schutz vor mutwilligen Zerstörungen. Die Kombi- nation von Erhaltung geeigneter Nest- standorte und die Aufklärung der Wald- besucher über die Wichtigkeit der Wald- 
ameisen sind daher 
die in erster Linie sinnvollsten Schutz- und Förderungs- massnahmen.» 16 der damals kartierten Haufen waren bei der Neuaufnahme 1995 verschwun- den. Die Gruppe fand 
nur 26 der kar- tierten Haufen wieder. Gleichzeitig ent- deckten sie aber 20 neue Ameisenhau- fen. Die Gruppe von Patricia Oehri, Tina Thierstein und Alex Biedermann ge- wann einen dreiwöchigen Aufenthalt am «London International Youth Science Forum» und haben sich für die Teilnahme am Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» qualifiziert.
        

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