Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
34
Erscheinungsjahr:
1995
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_34/4/
SW-Wind im Rheintal 
LGU-Mitteilungen August 1995 Klimakonferenz in Berlin Anfangs April 1995 fand in Berlin eine Klimakonferenz, mit zugehöriger Kli- maausstellung, statt. Walter Schädler aus Triesen nahm an der Konferenz teil und verfasste einen Bericht. Vorgeschichte In Rio unterschrieb Liechtenstein 1992 das Rahmenübereinkommen der Ver- einten Nationen über Klimaänderun- gen. Diese Rahmenkonvention, die von 157 Staaten unterschrieben wurde, ist die Voraussetzung für die Regelung der notwendigen Massnahmen auf globaler Ebene um die CO2-Emissionen zu ver- mindern, und gleichzeitig den Energie- wirkungsgrad zu erhöhen. Sie trat 1994 in Kraft. Liechtenstein bekannte sich zum Ziel das Niveau der CO2-Emissionen von 1990 bis zum Jahr 2000 zu stabilisieren, und dann das CO2 und andere Treib- hausgase zu reduzieren. Der Treibhauseffekt — was ist das schon wieder genau? Wir können zwischen einem natür- lichen und einem anthropogenen Treib- hauseffekt unterscheiden. Der natür- liche Treibhauseffekt ermöglicht das Leben auf der Erde, indem er die Erd- oberfläche von —15 °C auf 18 °C er- wärmt. Das natürliche Gleichgewicht der Atmosphäre wird durch den an- thropogenen Treibhauseffekt gestört. Sowohl für die lebensnotwendigen, sowie auch für die lebensbedrohenden Temperaturveränderungen sind Gase wie Kohlendioxid (CO2), halogenierte Kohlenwasserstoffe (FCKW), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N20) und Ozon (03) verantwortlich. Die starke Erhöhung der Konzentration dieser Treibhausgase in der Atmosphäre seit der Industrialisierung, bewirkt, falls der Trend unverändert bleibt, eine Zu- nahme der durchschnittlichen globalen Temperatur um 2.5 °C bis ins Jahr 2025. Dies hat eine Verschiebung der Klima- zonen polwärts zur Folge, welche die Lebensbedingungen auf der ganzen Erde verändert. Vor allem aus Regionen  in denen das Leben bereits heute schwierig ist, (z.B. Sahel), benötigen dann ganze Völker neue Lebensräume. Die Folge wäre eine regelrechte Völ- kerwanderung. Zusätzlich ist diese Temperatur- erhöhung für Vegetationssysteme in zu 
kurzer Zeit zu gross. Sie können sich nicht mehr anpassen. In den mittleren Breitengraden könnte grossräumiges Waldsterben eine Auswirkung sein. Ziele und Ergebnisse der Berliner Klimakonferenz Die Berliner Klimakonferenz wollte unter den Vertragsstaaten eine Eini- gung erzielen, einmal bis zum Jahre 2000 die CO2-Emissionen weltweit auf den Stand von 1990 zu reduzieren, und in der Folge alle Treibhausgase konti- 
nuierlich zu vermindern. Ausserdem haben 36 kleine Inselstaaten «AOSIS» in einem Protokoll zur Klimakonven- tion einen CO2-Reduzierungsschritt von 20% bis zum Jahre 2005 vorge- schlagen. Aufgrund der fehlenden Bereitschaft einiger grossen und reichen Länder wurde leider nur ein mageres Teiler- gebnis erzielt. Dieses hat die Form eines Mandates nach welchem eine Ar- beitsgruppe bis 1997 für die Industrie- staaten Massnahmen zur Reduzierung und Begrenzung von Treibhausgasen ausarbeiten soll. Somit bleibt völlig offen, ob die angepeilten Ziele einer
        

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