Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
34
Erscheinungsjahr:
1995
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_34/3/
Naturstrasse (Foto.' M. Broggi) 
LGU-Mitteilungen August 1995 Teerstrasse (Foto: M. Broggi) Der neueste Trend ist, dazu Recycling- material aus dem Strassenbau, also As- phalt, einzusetzen. Dies aus dem Grunde, den Unterhaltsaufwand zu verkleinern. Der finanzielle Aufwand für den Un- terhalt von Naturstrassen sei zu gross. Neuerdings werden auch Umwelt- schutzargumente angeführt. Es könne doch kaum im Sinne des Umwelt- 
schutzes sein, nur um eine Naturstrasse belassen zu können, einen enormen Mehraufwand für deren Instandhaltung zu betreiben. Als Mehraufwand wird empfunden, dass jedes Jahr Kies vom Tal ins Alpengebiet zu fahren sei, um die Strasse zu sanieren. Dieses Argument steht aber auf wackli- gen Beinen, denn jede Strasse benötigt regelmässigen Unterhalt. Wieviel der Unterhalt ausmacht, kommt sehr auf die Art, wie dieser be- rechnet wird, an. Sind die Unterhalts- aufgaben genau bestimmt (wer macht was und wer trägt welche Kosten)? Werden Subventionen in die Berech- nung einbezogen? Was für Parameter werden bei einem Variantenvergleich betrachtet? Und auf welchen Zeitraum hinaus wird ein Vergleich erstellt? Für die LGU stellen sich drei Fragen die eingehender diskutiert werden soll- ten: 1. Die Grundsatzfrage der Befestigung von Wald- und Alpstrassen. Sollen die letzten Naturstrassen, die ein we- sentliches Element in unserer Land- schaft darstellen auch noch versiegelt werden? Und dies auch aus dem Grund der knappen Lagerkapazität der Recyclingfirma? Rasengittersteine (Foto: M. Broggi) Diese Grundsatzfrage sollte auch unbedingt in der Naturschutzkom- mission besprochen werden. 2. Die Grundsatzfrage von der Ver- wendung von Recyclingmaterial (z.B. Fräsasphalt) im Wald und im Gebirgsraum. Soll Material, dessen Schadstoffaus- trag Grenzwerte überschreitet, (Un- tersuchungen durch das Gewässer- schutzamt im Jahre 1993), in Le- bensräume wie den Wald und das Alpengebiet eingebracht werden, die im Gegensatz zu unserem Sied- lungsraum noch relativ ungestört sind? und 3. scheint es dringend notwendig die Subventionspraxis zu überprüfen und die Verantwortlichkeit im Un- terhalt genau zu regeln.
        

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