Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
34
Erscheinungsjahr:
1995
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_34/2/
Neubauquartier, Triesen (Foto: M. Broggi) 
LGU-Mitteilungen August 1995 Golfplatz in Liechtenstein In den letzten LGU-Mitteilungen war die Stellungnahme der LGU zu einem Golfplatzprojekt abgedruckt. Die LGU ist, vorausgesetzt bestimmte Bedingun- gen werden erfüllt, nicht grundsätzlich gegen einen Golfplatz in Liechtenstein. Am Freitagmorgen, des 12. Mai 1995 fand in Schaan, unter Einbezug aller Interessengruppen, ein Workshop zum Thema «Golfprojekt Liechtenstein» statt. Das Ziel des Workshops war die Beur- teilung der grundsätzlichen Realisier- barkeit eines Golfplatzes in Liechten- stein, sowie der möglichen Standortsva- rianten. Als erster Schritt der Beurteilung wur- den in einer spontanen Ideensamm- lung, Vor- und Nachteile einer solchen Anlage zusammengetragen. Bereits bei diesem Schritt zeigte sich, dass sich nicht nur die LGU Gedanken zur Um- weltverträglichkeit eines Golfplatzes macht. Bei der Standortwahl bestätigte sich dieser Grundtenor noch augenfäl- lig. So scheiden die Standorte Studa (Gamprin), Dux (Schaan) und Lang- wiesen (Triesen) offensichtlich aus. Alle diese drei Gebiete sind im Inven- tar der Naturvorrangflächen im Für- stentum Liechtenstein als Landschafts- schutzgebiete ausgewiesen und erhal- ten durch das neue Gesetz zum Schutz von Natur und Landschaft landesbe- deutung. Es verbleiben somit die Standorte Sportpark Eschen/Mauren und Flä- scherriet (Balzers). Beim Ersteren ist der Konflikt mit der Landwirtschaft grösser und derjenige mit dem Natur- schutz kleiner als beim Zweiten. Wird das Projekt weiterverfolgt, so wird aus der Sicht der LGU als erstes eine Abklärung der Grundsatzfrage des Bedarfes einer solchen Anlage notwen- dig. Ist der Bedarf dann tatsächlich nachweisbar vorhanden, so verbleibt der Nachweis der Umweltverträglich- keit (Einsatz von Herbiziden, Fungizi- den, und Insektiziden, Grundwasser- schutzzonen, Wasser- und Energiebe- darf, usw.) am gewählten Standort. Die Projektleitung steht jetzt in Kon- takt mit der Gemeinde Mauren, hat aber bis anhin noch keine weiteren konkreten Schritte unternommen. 
Stellungnahme zum Gesetz über die Orts- und Landesplanung   Liechtensteins Raumplanung stützte sich rechtlich bis jetzt allein auf das Baugesetz von 1947 ab. Im Jahre 1991 sollte das Baurecht revi- diert und durch verschiedene planungs- rechtliche Bestimmungen erweitert werden. Im März 1991 reichten dann aber mehrere Abgeordnete eine Mo- tion zur Schaffung eines zeitgemässen Raumplanungsgesetzes ein. Daraufhin erarbeitete eine Kommis- sion in einjähriger Arbeit den vorlie- genden Gesetzesentwurf. Der Gesetzesentwurf bringt einige Neuerungen, die einer geordneten Raumnutzung dienen können. Trotz- dem fehlen im Sinne einer moderne Raumplanung in Bezug auf ökologi- sche Planung und die Mitwirkung der Bevölkerung entscheidende Elemente. Der Wald wurde in diesem Entwurf gänzlich vergessen. Das Gesetz ist allgemein sehr auf Kon- servierung ausgerichtet. Tätigkeiten wie «aufwerten», «schaffen» oder «schützen» sind nicht anzutreffen. Der Schutz kommt gegenüber der Nut- zung zu kurz. Der Gesetzesentwurf ist eine reine Nutzungsordnung. Die Stellungnahme der LGU verlegt in einigen Artikeln das Schwergewicht 
des Inhaltes auf ökologische Gesichts- punkte, denn, und so steht es auch in der Einleitung zum Gesetzesentwurf, «Raumplanung befasst sich mit allen Fragen unseres Lebensraumes und will die Grundlage dafür schaffen, dass Mensch, Flora und Fauna auch langfri- stig einen lebenswerten und überle- bensfähigen Landschafts- und Sied- lungsraum vorfinden.» Es sollte beispielsweise ein Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit eines Nutzungsanspruches verankert werden. Die Mitwirkung der Bevölkerung bei der Planung ist für deren Akzeptanz wesentlich. Somit muss die Einsicht in die Pläne und dazugehörigen Unterla- gen öffentlich, und eine echte Mitwir- kung gewährleistet sein. Das bedeutet, dass Leitbilder in Gesetzesform erstellt werden sollen, Konsultativabstimmun- gen stattfinden und die Beschwerdefri- sten lange genug sind. Stellungnahme zur Befestigung von Wald- und Güterstrassen im Liechtensteiner Alpenraum Von Seiten der Alpkorporationen und auch der Forstwirtschaft wird immer heftiger die Befestigung von Wald- und   Alpstrassen gefordert.
        

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