Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
31
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_31/7/
LGU-Mitteilungen November 1994 Solar-Selbstbaugruppe Nehmen wir den Fall an, dass die Ener- gie gemäss den tatsächlich verursachten Kosten verkauft würde, dann wäre es plötzlich ökonomisch sinnvoll, die Son- nenenergie zu nutzen. Energie Vision Gut die Hälfte der privat genutzten En- ergie wird für die Wärmeerzeugung wie Hausheizung und Warmwasser ver- braucht. In diesem Bereich liegt ein im- menses Energiesparpotential. Die ein- fachen und effizienten Möglichkeiten, unseren Energiekonsum zu vermin- dern, sind die folgenden: — Nutzung der passiven Sonnenenergie durch architektonische Massnahmen — Bessere Isolierung der Häuser (bei Energiekosten von 5 Rp/kWh bzw. 45 Rp./Liter Heizöl ist die optimale Dämmstärke 190 mm) — Wärmeverluste dort vermeiden, wo Wärme nicht gebraucht wird oder stört — Energie- bzw. Wärme-Rückgewin- nungseinrichtungen verwenden — Sonnenenergie aktiv nutzen mit Son- nenkollektoren zur Warmwasserer- zeugung und Heizungsunterstützung. In Liechtenstein wurden in den letzten 15 Jahren etwa 50 thermische Sonnen- energie-Nutzungsanlagen erstellt mit einer totalen Fläche von 1440 m². Diese erbringen jährlich 491'000 kWh Ener- gie. Dies entspricht rund 55'000 Liter 
Heizöl, das nicht verbrannt wird. Rund 150 Tonnen CO2-Gase werden nicht in die Atmosphäre abgegeben. Das ist aber immer noch weniger als 1 Prozent des sinnvoll Machbaren. Optimistisches Szenario Die rund 10'000 privaten Haushaltun- gen in Liechtenstein verbrauchen jähr- lich folgende Energiemengen für Wärme: 30'000 MWh für Warmwasser 170'000 MWh für Heizung Die Warmwassererzeugung könnte zu etwa 70% mit Sonnenenergie (Sonnen- kollektoren) erfolgen. Es verbleibt also ein Restbedarf von 9'000 MWh. Etwa 50% der Heizenergie könnte durch zusätzliche Wärmedämmung ein- gespart werden (85'000 MWh). Etwa 15% könnte durch architektonische Massnahmen eingespart und 15% mit aktiver Sonnenenergie-Nutzung ersetzt werden. Der Restbedarf von 44'000 MWh kann mit der sorgsamen Verwen- dung der erneuerbaren Energie Holz aufgebracht werden. Anstatt 200'000 MWh würden dann für die Wärmeerzeugung in den privaten Haushalten nur noch 53'000 MWh Energie benötigt. Der grösste Teil der fossilen Energien und damit des Treib- hausgases CO2 wäre damit eingespart oder ersetzt. 
Es liegt an uns zu wählen: — entweder weiter das Kapital Energie zu verschwenden mit allen damit zu- sammenhängenden Umweltbelastun- gen und sehr bald auf dem abgesägten Ast zu sitzen, — oder die heute bekannten technischen Möglichkeiten zu nutzen, besser zu isolieren und das Energieangebot der Sonne anzunehmen. Energiespargesetz in Vorbereitung Die Energiekommission der Regie- rung beschäftigt sich momentan sehr intensiv mit der Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfes zur Förde- rung des Energiesparens und der er- neuerbaren Energien. Bis Ende die- ses Jahres sollte der Gesetzesent- wurf vorliegen, um dann vom zu- ständigen Regierungsrat Dr. Mi- chael Ritter in die Regierung ge- bracht zu werden. Nach einer Ver- nehmlassungsfrist sollte sich der Landtag noch im Jahr 1995 mit der Gesetzesvorlage befassen, damit das neue Gesetz auf Anfang 1996 in Kraft treten kann. Wesentlicher In- halt des Gesetzes wird ein finanziel- les Anreizsystem sein, um einen Im- puls für energetische Gebäude- sanierungen und umweltfreundliche haustechnische Anlagen (inkl. Son- nenkollektoren) zu geben. Sonderangebot «Baubiologie» Wir konnten mit Herrn Daniel Gerber, dem Chefredak- teur der Zeitschrift «Baubiologie» vereinbaren, dass die Mitglieder der LGU in einer einmaligen Aktion zu einem vergünstigten Abonnement kommen können. Normalpreis: Fr. 50.— / Jahr für 6 Ausgäben Sonderangebot: Fr. 40.— für 1995 inklusive 3 Gratishefte 2. Hälfte 1994 Die «Baubiologie», die Fachzeitschrift der Schweizeri- schen Interessengemeinschaft für Baubiologie / Bauöko- logie (SIB), widmet sich in jeder Ausgabe einem Schwer- punktthema. Abonnenten der «Baubiologie» sind stets auf dem Laufenden betr. baubiologischen Materialien, Heizsystemen, Elektrobiologie, Baustoffrecycling, Kon- struktion und vieles mehr. 
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