Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
31
Erscheinungsjahr:
1994
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_31/2/
LGU-Mitteilungen 
November 1994 Illegaler Brückenbau im Saminatal Chronologie eines 
Bürokratismus Juli 1993 Die LGU macht die Behörden darauf aufmerksam, dass im Saminatal ca.1 km unterhalb von Steg illegalerweise eine Brücke gebaut wird und verlangt einen Baustop. Es stehen erst die mit Heli- kopter eingeflogenen Eisenträger. An der Brücke wird weitergebaut. Dezember 1993 Die staatliche Naturschutzkommission spricht sich für eine Entfernung der Brücke aus. Es wird weitergebaut. März 1994 Das EL. Hochbauamt macht eine Bau- kontrolle und stellt fest, dass der Brückenbau illegal ist. Die Bauherr- schaft wird aufgefordert, binnen Mo- natsfrist bewilligungsfähige Bauge- suchsunterlagen einzureichen. Juli 1994 Die LGU erkundigt sich schriftlich beim EL. Hochbauamt, ob die Unterla- gen eingereicht wurden und in welchem Sinne entschieden worden ist. Keine Antwort. August 1994 Die LGU-Präsidentin Barbara Rhein- berger stellt an einer Saminatalwande- rung fest, dass die Brücke. fertiggebaut ist. 
Sportstättenkonzept Powerplay der UEFA? «Jetzt oder nie» mögen sich die Fuss -ballverantwortlichen  gedacht haben, als die UEFA die Forderung aufstellte, Liechtenstein müsse ein Fussballsta- dion für etwa 4000 Personen vorweisen, um UEFA-Fussball-Heimspiele austra- gen zu können. Denn mit dieser UEFA-Forderung liess sich die Regie- rung trefflich unter Druck setzen. Fragen, ob Liechtenstein überhaupt ein Stadion für 4000 Personen braucht, wie es mit der Auslastung übers Jahr gese- hen steht, wie hoch die Kosten sind und wer sie tragen soll, welche Folgekosten zu erwarten sind (Personal, Unterhalt u.a.) und vieles mehr wurden gar nicht mehr gestellt. Dabei stellen sich aus natur- und um- weltschützerischer Sicht tatsächlich ei- nige wichtige Fragen: a) Wie wird die Verkehrs- und Parkie- rungsfrage gelöst? Weder im Vaduzer Zentrum noch in der Lettstrasse und der Kirchstrasse kann ein Mehrverkehr toleriert werden. Auch der Rheindamm und Binnendamm sollten generell den nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer- Innen vorbehalten bleiben, anstatt noch mehr Autos aufzunehmen. b) Wenn das Stadion in Vaduz gebaut wird, werden sehr wahrscheinlich Tribünen am Rheindamm hochgezo- gen. Das ist eine der wenigen Stellen des landseitigen Rheindammes, die bo- tanisch sehr wertvoll sind. Seltene Orchideen u.a. kommen dort vor. c) Ein Stadion wird weitere Nutzungs- interessen hervorrufen. Welche das sind, darüber kann heute nur spekuliert werden. Die Vorarbeiten für den Bau des Fuss- ballstadions schreiten voran. Ein Grob- konzept besteht bereits. Es haben Ge- spräche mit den involvierten Kreisen stattgefunden (Regierung, Sportvertre- ter, Gemeindevertreter, LGU). Die LGU fordert die Planungsinstanzen auf, die kritischen Fragen ernst zu neh- men. Insbesondere haben wir auch darauf hingewiesen, dass bereits in der Pla- nungsphase mit ExpertInnen des Na- turschutzes zusammengearbeitet wer- den muss, um die Belange der Natur rechtzeitig in ein Projekt, wie immer es auch aussehen mag, zu integrieren. Für dieses Vorgehen liegt eine mündliche Zusage des Vaduzer Bürgermeisters vor. 
Das Thema «Wasser» stand im Mittel- punkt des Lihga-Standes der LGU. An einer Stellwand war ein Querschnitt durch Liechtenstein dargestellt, anhand dessen einige Problembereiche ange- sprochen wurden. Verschiedene Merk- blätter erlaubten den interessierten Lihga-BesucherInnen, sich zu einzel- nen Themen vertieft zu informieren. Wir haben auch einen Wettbewerb durchgeführt. Hier die GewinnerInnen: 1.Preis: Evelyne Öhri, Planken (Gerät zur Herstellung von Tafelwasser aus Leitungswasser) 2.Preis: Simone Ospelt, Vaduz (Solar- radio) 3.Preis: Christian Jud, Graz (Buch mit Illusionsbildern) Wir gratulieren herzlich! Rückblick auf die Mitgliederversammlung An der Mitgliederversammlung der LGU vom 15. Juni im Restaurant Adler in Vaduz wurden ohne Gegenstimmen die Berichte der Präsidentin und des Geschäftsführers, die Jahresrechnung und der Revisionsbericht genehmigt. Aus den 
Reihen der Mitglieder kamen einige kritische Voten, so beispiels- weise zur Besteuerung des Bodens zum Verkehrswert, wie es in einer LGU- Stellungnahme als mögliches ökologi- sches Steuerinstrument dargestellt wor-   den war. In den anschliessenden Kurz- vorträgen zu den Themen Magerwie- senschutz (B.Rheinberger), Natur- schutzprojekt Bannriet (D. Miescher),
        

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