Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
25
Erscheinungsjahr:
1993
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_25/5/
Aufbau und Wirkungsweise eines einfachen Stirlingmotors (nach P. W. Atkins «Wärme und Bewegung», Spektrum der Wissenschaft, 1986). 
LGU-Mitteilungen März 1993 Thema: Stirlingmotor Der Stirlingmotor kann für Industrie- und Entwicklungsländer in der Zukunft wertvolle Dienste leisten und dabei einen Beitrag für den Umweltschutz leisten. Dies legt Dr. Franz Beck im fol- genden Beitrag dar. Dr. Franz Beck hat sich seit Jahren die Umsetzung des Umweltgedankens in der Ingenieuraus- bildung und Praxis zum Ziel gesetzt. Er war von 1978 bis 1985 Präsident der LGU. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Die Anzeichen in den verschiedensten Bereichen der Politik, Wirtschaft, Tech- nik und Gesellschaft häufen sich. Zu- sammenbrüche, Umschichtungen und Zusammenschlüsse sind für die heutige Situation charakteristisch. Die von Alvin Toffler in seinem Bestseller «Der Zukunftsschock» zusammengestellten Erkenntnisse zeigen, wie wichtig es ist, 
Veränderungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Schritte einzuleiten.[1] Alarmierend sind die Anzeichen im Umweltbereich. Fast täglich hören wir von Unfällen, Umweltkatastrophen, vom Waldsterben bis zum Treibhaus- effekt. Vorallem im Energiebereich zeigt sich mit aller Deutlichkeit, wie dringend ein Umdenken ist — verbun- den mit raschem und wirksamem Han- deln. Das Prinzip Stirlingmaschine Eine geeignete Möglichkeit bietet sich in einer verstärkten und systematischen Verwendung des Stirlingtechnologie an. Das Prinzip geht auf ein Patent des «Dr. der Gottesgelehrsamkeit» Robert Stirling, eines schottischen Geistlichen, aus dem Jahre 1816 zurück.  Dabei 
wird ein gasförmiges Arbeitsme- dium z.B Luft, Helium oder Wasser- stoff zwischen einer heissen Stelle und einer kalten Stelle in einem geschlosse- nen Kreislauf zyklisch hin — und herbe- wegt und gleichzeitig verdichtet und entspannt. Dies geschieht im allgemei- nen durch einen Verdränger- und Ar- beitskolben. Daraus wird mechanische Arbeit gewonnen. Umgekehrt — und das ist ein weiteres wichtiges Merkmal, kann das Verfahren zum Kühlen und Heizen als Wärmepumpe eingesetzt werden. In speziellen Fällen genügen wenige Grade Temperaturunterschied, um den Prozess in Bewegung zu setzen. Beliebige Brennstoffe Im Gegensatz zum Verbrennungsmotor kann das Heizen in offener Verbren- nung mit jedem beliebigen brennbaren Stoff, wie auch Solarenergie oder Ab- wärme vorgenommen werden. Damit können wir schadstofffrei und von fos- silen Kraftstoffen unabhängig arbeiten. Ebenso läuft der Stirling vibrations- und lärmfrei, mit gutem Wirkungsgrad und wartungsfreiem Betrieb. Gemein- sam mit einer vielseitigen Anwendung als Antrieb, Kältemaschine und Wär- mepumpe lassen diese Eigenschaften das.  Stirlingprinzip in der heutigen Si- tuation besonders attraktiv und interes- sant erscheinen. In Erkenntnis der Bedeutung der Stir- lingtechnologie hat das Neutechnikum Buchs eine Vortragsreihe mit namhaf- ten internationalen Fachleuten gestar- tet, als auch verschiedene zukunftsori- entierte Aktivitäten eingeleitet, um in der Ingenieurausbildung und in Ener- gie- und Kältetechnik eine neue zu- kunftsorientierte Richtung aufzuzei- gen. Die Initiative hat weitreichende Konse- quenzen und führt zu neuen Ansätzen: • Neue Perpektiven der Ingenieurausbildung Einmal bedeutet die neue Richtung ein entscheidender Fortschritt in der Inge- nieurausbildung. Es werden neue Perpektiven in der Fachhochschulaus- bildung aufzeigt und eine Technologie eingesetzt, die in besonderem Masse ein interdisziplinäres Arbeiten und ein Umdenken in Energie und Umwelt ge- stattet. Ebenso kann ein beachtliches Potential und ein breites technisches Wissen und Erfahrung wirksam genutzt und weiterentwickelt werden. Die Ziel- gruppe der Ingenieure ist für ein Durchsetzen einer neuen Technik von besonderer Bedeutung. Der künftige
        

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