Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
21
Erscheinungsjahr:
1992
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_21/4/
LGU-Mitteilungen März 1992 (Fortsetzung von S. 2). Solargenossenschaft vor der Gründung Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit sind wir bald so weit, dass wir eine unse- rer Ideen realisieren können. Wir beab- sichtigen die Gründung einer Solar- genossenschaft, die es allen Interessier- ten erleichtern soll, in die solare .Strom- erzeugung einzusteigen. Die Genossen- schaft wird nämlich grössere Solaran- lagen betreiben, die von den Genossen- schaftsmitgliedern, allenfalls auch durch Beiträge der öffentlichen Hand und von Spendern finanziert werden. Wer also seinen Stromverbrauch oder wenigstens einen Teil davon mit der Sonnenenergie erzeugen möchte, bekommt hiermit einen unkomplizierten Weg zu diesem Ziel angeboten. Die Solargenossen- schaft wird sich ausserdem generell die Förderung der Sonnenenergie zum Ziel setzen. Vorbereitende Gespräche mit Vertretern der öffentlichen Hand, den Liechtensteinischen Kraftwerken und Photovoltaik-Anbietern haben bereits stattgefunden. Wir werden die Mitglieder der LGU rechtzeitig zur Gründung der Solarge- nossenschaft einladen. Die Genossen- schaft soll unabhängig sein, also kein Teil der LGU. Die LGU kann jedoch Mitglied bei der Solargenossenschaft werden, um so künftig eng zusammenzu- arbeiten. Naturschutz- Praktikum bei der LGU Der aus Planken stammende Daniel Miescher, welcher im Verlaufe dieses Jahres sein Geografiestudium in Fri- bourg abschliesst, beginnt in diesen Tagen bei der LGU ein einjähriges Naturschutz-Praktikum mit einem Halb- zeitpensum. Seine Aufgabe besteht darin, auf den Impulsen des Natur- schutz-Symposiums der LGU vom Herbst letzten Jahres aufbauend im Eschner Bannriet den Versuch zu. unter- nehmen, die letzten verbliebenen Streueparzellen zu retten. Dabei soll die enge Zusammenarbeit mit den Besitzern und Bewirtschaftern, den Gemein- debehörden und der staatlichen Natur- schutzstelle gefördert werden. Daniel Miescher wird vom Vorstand und dem Geschäftsführer der LGU unterstützt und begleitet. Wir wünschen ihm bei der kommenden Aufgabe viel Freude, Durchhaltewillen und natürlich im In- teresse der gefährdeten Tier- und Pflan- zenwelt viel Erfolg. 
Strahlungsangst in Triesenberg Der im Triesenberger Rotenboden ge-' plante Radiosendeturm stösst bei den Anwohnern auf nicht geringe Skepsis. Die Rotenbodener stört nicht nur die «Aussicht» auf einen 60 Meter hohen Turm, sondern auch die mögliche Strah- lungsbelastung. Die herrschende Skepsis gegenüber den gesundheitlichen Auswir- kungen konnte der Vertreter der PTT' an der Informationsversammlung vom 25: Januar in Triesenberg nicht gänzlich aus- räumen. Die Strahlenbelastung ist ein sehr aktu- elles Thema, nicht erst seit dem Reak- torunfall von Tschernobyl. In der Bevöl- kerung ist eine gewisse• Verunsicherung über die Folgen der unterschiedlichen Strahlen, Wellen und Felder vorhanden, seien dies Mikrowellenstrahlen, radioak- tive Strahlung, elektromagnetische Fel- der oder die nun auch auf der nördlichen Halbkugel steigende Strahlung aus dem Weltall durch die Ausdünnung der Ozonschicht. Wir möchten bereits jetzt darauf hinwei- sen, dass wir am 23. Juni eine öffentliche Veranstaltung mit einem Spezialisten auf dem Gebiet der Strahlung, Prof. Dr. Norbert Leitgeb von der Universität Graz, organisieren. Prof. Leitgeb wird 
vor allem auf die Gefahren durch die Zerstörung der Ozonschicht eingehen, aber auch für andere Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen. LIS-Umweltpreis Dieses Jahr konnte die LGU wieder ein- mal den Umweltpreis für Diplomarbei- ten an der Liechtensteinischen Ingeni- eurschule LIS vergeben, nachdem in den letzten beiden Jahren keine Arbeit un- sere Bewertungskriterien erfüllt hatte und daher auf die Preisausschüttung ver- zichtet wurde. Der Hauptpreis von Fr. 600.— ging an Klaus Galehr, der sich sehr wertvolle Gedanken zur energeti- schen Sanierung der Alpenvereinshütte auf der Gafadura machte. Sein Konzept sieht den Einsatz verschiedener Techni- ken zur Ausnützung der Sonnenenergie sowie des Energiesparens vor und ist insgesamt durchdacht und praktisch an- wendbar. Ein Anerkennungspreis ging an Heinz Schädler und Markus Nau, die sich zur Aufgabe gemacht hatten, Bemessungs- kriterien zur Einführung des Ökobonus beim Motorfahrzeugverkehr zu erarbei- ten. Wir gratulieren den Preisträgern noch- mals auf diesem Weg!
        

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