Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
20
Erscheinungsjahr:
1991
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_20/6/
LGU-Mitteilungen Dezember 1991 20 000 Franken Spende Die Karl Mayer Stiftung hat der LGU eine Spende von 20 000 Fr. zukommen lassen. Für die grosszügige finanzielle Unterstützung haben wir bereits schrift- lich gedankt. Es ermöglicht uns, auf dem Gebiet des Naturschutzes im laufenden und verstärkt noch im kommenden Jahr einige Akzente zu setzen, die dringend nötig sind. Auch auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank an den Stif- tungsrat. Migrol mit gutem Beispiel voran Ab 1993 soll die Rückführung der Ben- zindämpfe bei den Tankstellen obligato- risch werden. Es stellt heute technisch kein Problem dar, mehr als 95 % der Dämpfe mit sogenannten Gaspendellei- tungen zurückzuführen. Die technische Installation ist jedoch mit Kosten ver- bunden. Umso lobenswerter ist das Vorgehen der Migrol-Tankstelle in Schaanwald, die das Gaspendelsystem bereits jetzt frei- willig installiert hat. Beim Benzinum- schlag gehen sonst vor allem flüchtige organische Verbindungen (Kohlenwas- serstoffe) in die Luft, die Vorläufersub- stanzen für das sommerliche Ozon dar- stellen. Parkplätze — wie lange noch gratis? Die anhaltende Rezession hat den Spar- willen der Betriebe angeheizt. Ein Spar- potential, das zudem ökologisch äusserst sinnvoll wäre, bleibt jedoch vorläufig noch tabu: die Einführug einer Park- platzgebühr. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass ein Tiefgaragenparkplatz etwa 50 000 Fr. kostet (was einer monatlichen Zinslast von etwa 300 Fr. entspricht), sieht man, wie teuer motorisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stehen kommen. In der Schweiz wird folgerichtig zuneh- mend eine Parkplatzbewirtschaftung 
angestrebt. Am weitesten geht dabei ver- mutlich die Zuger Kantonalbank, die in ihrem neuen Parkhaus Monatsgebühren von 320 Fr. erhebt (TA vom 14. 11. 1991). Andere Betriebe ziehen nach: die Winterthur Versicherung will in Zürich eine Monatsgebühr von 150 Fr. ein- führen, der Kanton Zug rechnet in einem neuen Verwaltungsgebäude mit einer Tagesgebühr von 7 Fr., Landis und Gyr mit .5 Fr. Auf der anderen Seite zei- gen sich manche Betriebe erkenntlich, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter auf das Auto verzichten. So sind beispielsweise Gratis-Busabonnemente, Halbtaxabos oder sogar moderne Fahr- räder als Geschenke für Umsteigewillige bereits erprobt. 
Recyclingpapier besser als Chlorfreies Ist chlorfrei gebleichtes Papier umwelt- verträglicher als herkömmliches Recyc- lingpapier? Nein, sagen Greenpeace und eine deutsche Untersuchung in der neuen Ausgabe von «Papier & Umwelt». Seit einem Jahr drängt auch in der Schweiz chlorfrei gebleichtes Papier für Kopierer, Drucksachen und Couverts auf den Markt. Obwohl es die Hersteller dieses weissen Papieres nicht wahrhaben wollen, bringt chlorfreies Papier den Markt für Recyclingpapier unter Druck. Der Grund dafür ist nicht zuletzt darin zu suchen, dass die chlorfreien Papiere mit aggressiven Werbesprüchen («Um- weltschutz muss nicht grau sein») bewor- ben werden. Eine Untersuchung des renommierten Ökoinstituts in Freiburg i. Br. kommt nun zum Schluss, dass Umweltschutz- und Recyclingpapiere punkto Umwelt- verträglichkeit klar vor chlorfrei ge- bleichtem Papier aus Neufasern zu lie- gen kommt. Die gleiche Ansicht vertritt Greenpeace Österreich. 
Eine Zusammenfassung der Untersu- chung und weitere Informationen zum Streit «chlorfrei contra Recycling» sind in der Ausgabe 3/91 der Zeitschrift «Pa- pier & Umwelt» des Fördervereins für Umweltschutzpapier (FUPS) nachzule- sen. Kostenloser Bezug bei: FUPS, Bahnhalle, 9620 Lichtensteig. Gemeinde Schaan mit E-Mobil . Die Gemeinde Schaan braucht ein zwei- tes Dienstfahrzeug. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, ein Elektromobil anzuschaffen. E-Mobile sind leise und verbrauchen weniger Energie als her- kömmliche Autos. Sie haben gerade im städtischen Nahverkehrsbereich eine Zukunft. Zweifellos weisen die derzeit lieferbaren Fahrzeuge noch Schwächen und ein sehr schlechtes. Preis-Leistungsverhältnis auf. Umso wichtiger ist es darum, dass die Nachfrage erhöht wird, um möglichst bald eine Produktion in Grossserie zu erreichen. Das würde sich auf den" Preis und die technische Reife positiv auswir- ken. Daher ist das Beispiel, das Schaan setzt, sehr zu begrüssen.
        

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