Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
14
Erscheinungsjahr:
1990
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_14/2/
LGU-Mitteilungen 
Juni 1990 Umfahrungsstrasse - entschiedenes Nein! Aufgeschreckt durch den Beschluss des Vaduzer Gemeinderates, neben 
dem Ausbau der Äulestrasse und der 
Realisie- rung eines verkehrsfreien Städtles den Rheindamm als Umfahrungsstrasse ein- zurichten, haben wir eine Stellungnahme in den Landeszeitungen veröffentlicht. Wir haben uns dabei unmissverständlich gegen den Ausbau des Rheindammes ausgesprochen. Wir haben auch gefor- dert, dass die Neugestaltung der Ver- kehrsführung im Vaduzer Zentrum keine Verkehrsprobleme bringen darf, 
die den Ruf 
nach einer Umfahrungsstrasse 
ver- grössern. Der Rhein ist das bedeutendste Naherholungsgebiet für Vaduz und darf nicht dem Moloch Verkehr geopfert werden. Der LGU-Präsident, 
Dr. Peter Goop, konnte diese Haltung auch anlässlich einer öffentlichen Diskussion in Vaduz am 8. März vertreten. Es hat sich vieler- orts bestätigt, dass Verkehr erntet, wer Strassen sät. Diese Warnung darf 'nicht übersehen werden. CIPRA-Geschäftsstelle eingerichtet Nachdem Regierung und Landtag im ver- gangenen Jahr der Teilfinanzierung einer Geschäftsstelle der Internationalen Al- penschutz-Kommission 
CIPRA in Liech- tenstein zugestimmt haben — 
herzlichen Dank nochmals!  — 
ist seit 1. April dieses Jahres ein Geschäftsführer angestellt. Es handelt sich um den Dipl. Forstwirt Ulf Tödter, der zuletzt in Freiburg i.Br. mit Werkverträgen an der Universität be- schäftigt war. Die Geschäftsstelle ist in gemeinsamen Büroräumlichkeiten mit der LGU im Heiligkreuz in Vaduz ange- siedelt. Es ist somit endlich eine kontinu- ierliche Arbeit der CIPRA gewährleistet. In der heutigen, prekären ökologischen Lage der Alpen sieht sich 
die CIPRA vor schier unlösbare Aufgaben gestellt. 
Mit der Alpenkonvention, den eigenen Publi- kationen, den vielen Anfragen aus dem Alpenraum und von ausserhalb, und vie- len weiteren Tätigkeitsfeldern kann die CIPRA nicht mehr ehrenamtlich geführt werden, wie dies unser Vorstandsmitglied und Präsident der CIPRA, 
Dr. Mario F. Broggi, jahrelang gemacht hat. Wir wün- schen Ulf Tödter einen guten Einstieg in die Arbeit und hoffentlich viel Erfolg. Wir freuen uns auch, dass die ökologi- schen Impulse, die die CIPRA im Alpen- 
raum vermitteln kann, von Liechtenstein ausgehen. Der Schutz der Alpen ist eine anerkannte Aufgabe. Das Engagement Liechtensteins in dieser Frage ist sicher- lich eine sympathische Form der interna- tionalen Profilierung und Imagepflege für Liechtenstein. Naturgarten- Ausstellung Unsere Naturgarten-Ausstellung vom 12. bis 25. Februar hat einen grösseren Zu- lauf gefunden, als wir erwartet haben. Eine Vielzahl von Schulklassen hat 
— teil- weise unter der Anleitung von Frau Edith Jehle — 
die Ausstellung hauptsächlich vormittags besucht. Während der offiziel- len Öffnungszeiten am Nachmittag haben immer wieder Interessierte den Weg 
in die Ausstellung im Vaduzer Rathaussaal gefunden. Ingesamt haben rund 1000 Per- sonen die Ausstellung besucht! Grossan- drang herrschte vor allem an den Wo- chenenden. Die vielen positiven Rück- meldungen haben bestätigt, dass das Na- turmuseum Frauenfeld eine glänzende Ausstellung konzipiert hat, die wir dan- kenswerterweise kostenlos übernehmen durften. Das aktuelle Interesse vieler Gartenbesit- zerinnen und -besitzer, einen Naturgar- ten oder wenigstens Teile davon selbst zu gestalten, hat sich auch darin gezeigt, dass eine Vielzahl von Fachbüchern ge- kauft wurden, die wir an der Ausstellung angeboten haben. Wir hoffen, dass alle Freude an ihrem eigenen Naturgarten finden. Umweltbericht «Der Naturgarten» Im Anschluss an die Naturgarten-Aus- stellung im Vaduzer Rathaussaal haben wir einen Liechtensteiner Umweltbericht zum gleichen Thema herausgegeben. Er ist wie immer allen Haushaltungen zuge- stellt worden. Es sind jeweils Teilaspekte des Naturgartens in einzelnen Beiträgen abgehandelt, so der Gartenteich, die Blu- menwiese, Trockenmauern, Fassaden- grün, Hecken usw.. Autoren aus Liech- tenstein haben die einzelnen Beiträge verfasst. Wir schicken den Umweltbe- richt auch jeweils an rund 150 Personen im nahen und fernen Ausland, von wo nicht selten positive Rückmeldungen bei uns eintreffen. Weitere Exemplare des Umweltberichtes können bei der LGU bestellt werden. 
Ökobonus vom Landtag unterstützt Die Regierung hat vor zwei Jahren be- reits eine 
Vorlage für ein neues Motor- fahrzeugsteuergesetz in den Landtag ein- gebracht, das dann vom Landtag an die Regierung zurückgewiesen worden ist, nachdem der 
Entwurf von umweltschüt- zerischer Seite massiv unter Beschuss ge- kommen ist. In der diesjährigen Maisit- zung musste sich der Landtag mit der Vorlage nochmals beschäftigen. Nach zweijährigen Abklärungen hat die Regie- rung an der alten Vorlage festgehalten, obwohl der Landtag die Prüfung eines Ökobonus-Systems gefordert hat. Die LGU und der VCL haben im Vorfeld der Landtagsdiskussion wieder energisch in- terveniert und alle Landtagsabgeordne- ten eingehend informiert. Es ist als gros- ser Erfolg einzustufen, dass der Landtag die Vorlage erneut an die Regierung zu- rückgewiesen hat, womit die Regierung nun wiederholt aufgefordert ist, ernsthaft die Einführung eines Ökobonus im Land- tag zur Vorlage zu bringen. Fledermäuse in der Triesener Pfarrkirche Die grösste Fledermaus-Mausohrkolonie Liechtensteins befindet sich in der Triese- ner Pfarrkirche. Bekanntlich haben die Triesner Stimmberechtigten kürzlich die Renovation und Neugestaltung der Tries- ner Pfarrkirche beschlossen. In grosser Sorge um 
die Fledermäuse haben wir die zuständigen Stellen in Triesen über die Fledermäuse informiert. Wir haben dar- auf aufmerksam gemacht, dass vor der Renovation eine kompetente Fleder- mausberatungsstelle kontaktiert werden muss, um die 
Bauarbeiten mit Rücksicht auf die kleinen Säuger durchzuführen. Es wäre ethisch kaum zu verantworten, wenn gerade in einem Gotteshaus auf die Schöpfung dieser Erde nicht Bedacht ge- nommen würde. Öffentlicher Verkehr: einige Nebenaspekte Der öffentliche Verkehr wirft oft Detail- fragen auf, die angesichts der Diskussio- nen über Fahrpläne, Kosten usw. leicht in den Hintergrund treten. Wir sind vor einiger Zeit mit zwei Anfragen bei Regie- rungsrat Wilfried Büchel vorstellig ge-
        

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