Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1990
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_13/6/
Leuciscus souffia -15 cm Strömer Blageon 
Vairone 
LGU-Mitteilungen Februar 1990 Werbegeschenke — aber welche? Werbegeschenke sind in unserer heutigen Zeit eine übliche Erscheinung. Wer hat nicht schon einen Kugelschreiber bekom- men und verwendet ihn auch? Was aber macht man mit dem vierten Jahreskalen- der, den man von der Bank, der Unicef oder sonstwoher bekommt, franko und gratis? Positiv ist der Liechtensteiner Milchhof in der Vorweihnachtszeit aufge- fallen, indem er Textiltaschen verteilt hat. Das ist ein sinnvoller Gebrauchsge- genstand, der so manche Plastiktasche ersetzen könnte. Weniger vorteilhaft war der seinerzeitige Einfall des gleichen Milchhofes, als Wettbewerbsgewinn Strömerfund im Rhein Im Auftrag des Konsortiums Rheinkraft- werke, das derzeit mit der Abklärung der Umweltverträglichkeit der Rheinkraft- werke beschäftigt ist, hat Professor Jung- wirth aus Wien mit seinem Team den Rhein und einige Kanäle im St. Gallisch- Liechtensteinischen Alpenrheintal elek- trisch abgefischt. Die ersten Ergebnisse im oberen Rheintal (z. 
B. Ellhorn, Buch- ser Schwelle) versetzten die 
Beteiligten in Erstaunen, da die Fänge ausgesprochen spärlich blieben. Nach Angaben der Fi- schereizeitschrift Petri 
Heil vermutete Prof. Jungwirth die Ursache dafür beim Kraftwerk Reichenau, das vor den Unter- suchungen über längere 
Zeit entleert worden war. Demzufolge führte der Rhein bei Niederwasserstand eine derart entsetzliche Brühe, die wohl die Fische zur Abwanderung bewog.   Beim Abfischen der Illmündung wurde diese Theorie bestätigt; denn bei besse- 
einen Helikopterflug zu schenken: 
einer freut sich, 20 000 hören zu. Der Schutz der Umwelt fängt eben auch bei solchen Entscheidungen an. Sehen Sie beispielsweise die Idee, als schweize- risches Renommierwerk einen Eisklotz mit den Konturen des Matterhorns in Spanien auszustellen. Wer könnte den Energieverbrauch ermessen? Die neue Lösung sieht so aus, dass statt des Eis- klotzes Sonnenkollektoren aufgebaut werden sollen. Das tönt schon vernünf- tiger. Wir fragen nun Sie: Was haben Sie für Ideen bezüglich Werbegeschenken, Wettbewerbsgewinnen usw.? Wir werden gerne gute Vorschläge an die liechtenstei- nische Wirtschaft weitermelden. ren Wasserverhältnissen konnte eine im- posante 
Menge 
von Fischen in einer uner- warteten Artenvielfalt abgefischt werden. Nebst den 
einheimischen Salmoniden ka- men Alet, Nasen, Brachsen und sogar Barben und Strömer 
zum Vorschein. Nach Auskunft des Amtes für Gewässer- schutz wurde der Strömer auch bei der Ellhornschwelle nachgewiesen. Das wäre demnach der erste offiiielle Nachweis 
des Strömers in Liechtenstein. Im Band 3 der naturkundlichen For- schung im Fürstentum Liechtenstein aus dem Jahr 1984 
über Fische in Liechten- stein wird der Strömer 
nicht aufgeführt. Es ist auch seitdem kein Nachweis er- folgt. Die 
Fischwelt Liechtensteins, na- mentlich im Rhein, präsentiert sich somit als noch reicher als bisher angenommen. Die geplanten Rheinkraftwerke könnten dieser Artenvielfalt 
hingegen schon sehr bald ein Ende setzen. 
Donau-Ökologie- Fahrt: eine einmalige Gelegenheit! Zwei Wochen lang auf einem Schiff auf der Donau, vom Schwarzen Meer bis nach Passau; zusammen mit Jugendlichen aus allen Donauanliegerstaaten; mit Leu- ten mit verschiedensten beruflichen, so- zialen, politischen und kulturellen Erfah- rungen; mit gemeinsamen Aktivitäten in jedem Donauanliegerstaat zu Problemen der Ökologie eines grossen europäischen Stromes; mit Workshops zu verschieden- sten ökologischen Themen auf dem Schiff; die Erfahrung eines gewaltigen eu- ropäischen Naturwunders; das Engage- ment für dieses durch den Menschen in vielfältigster Art und Weise bedrohte Na- turereignis; die Erfahrung der Zusam- menarbeit mit Gruppen aus vielen Län- dern Ost- und Westeuropas; und natür- lich auch zwei Wochen lang weg vom Schul- oder Berufsalltag und Eintauchen in eine neue Welt: Das alles ist die Do- nau-Ökologie-Fahrt, an der auch Du teil- nehmen kannst! Die Fahrt wurde von den Jugenddachver- bänden der BRD, Österreichs, der Schweiz, der Tschechoslowakei, Jugosla- wiens, Bulgariens, Rumäniens und der UdSSR auf Anregung des bulgarischen und bundesdeutschen Nationalkomitees organisiert. Jedes Nationalkomitee ist be- rechtigt, 15 bis 20 TeilnehmerInnen zu entsenden. Für Liechtenstein sind in der schweizerischen Delegation Plätze reser- viert. Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz hat es übernommen, die Ausschreibung in Liechtenstein zu machen. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf ca. US $ 350.— pro Person. Noch nicht end- gültig geklärt ist die Frage der Reiseko- sten in die Sowjetunion, 
wo die Fahrt beginnen wird. Eine günstige- Lösung zeichnet sich jedoch ab. Für die Teilnahme kommen Leute ab 18 bis etwa 35 Jahren in Frage. Sie sollen in irgendeiner Form in der Jugend- oder Ökologiearbeit tätig sein, sei es bei den PfadfinderInnen, Jugendgruppen, Ju- gendzentren, Jungparteien, Schulen oder ähnlichem, sich für Fragen im Zusam- menhang mit den Ost-West-Beziehungen interessieren und Freude daran haben, Kontakte mit Menschen aus anderen Ländern, Kulturen und politischen Syste- men zu knüpfen. Ein besonderes Fach- wissen ist nicht vorausgesetzt. Wer Lust hat, bei diesem Donau-Aben- teuer dabei zu sein, melde sich bei uns bis spätestens Mitte Februar.
        

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