Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
13
Erscheinungsjahr:
1990
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_13/2/
LGU-Mitteilungen Februar 1990 Biologischer Landbau In den letzten LGU-Mitteilungen konn- ten wir darüber berichten, dass wir einen Experten auf dem Gebiet des biologi- schen Landbaus nach Liechtenstein ein- geladen haben, um einerseits in einer Diskussionsrunde mit Vertretern der Re- gierung, des Landwirtschaftsamtes und der verschiedenen landwirtschaftlichen Interessenverbände die Arbeitsweise des biologischen Landbaus zu erläutern. An- dererseits haben wir das direkte Ge- spräch mit Landwirten gesucht, die sich für den biologischen Landbau interes- sieren. Als weitere Aktion zur Förderung des biologischen Landbaus haben wir dann im Dezember des letzten Jahres alle Landwirte in Liechtenstein angeschrie- ben und sie auf einen Kurs für den Bio- landbau an der landwirtschaftlichen Schule in 
 Salez aufmerksam gemacht. Das wäre zwar eher die Aufgabe des Landwirtschaftsamtes, aber wenn von dort keine Initiative zu erwarten ist, müs- sen wir eben selbst aktiv werden. Wir haben uns in Salze erkundigt, ob aus Liechtenstein ein Echo erfolgte. Und tat- sächlich haben sich 8 Landwirte aus' Liechtenstein — 
neben 42 aus der Ost- 
schweiz — für den Kurs angemeldet. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Landwirte keineswegs gegenüber neuen (eigentlich vor allem alten) Methoden in der Landwirtschaft abgeneigt sind. Das bestätigt auch die Landwirtschaftsschule, die übrigens vom grossen Interesse der Landwirte überrascht war. Es gibt also durchaus Grund zur Zuversicht!   Fischereigesetz   Das geltende Fischereigesetz aus dem Jahr 1869 (!) soll durch ein neues Gesetz ersetzt werden. Ein Entwurf dazu wurde der LGU zur Stellungnahme zugeschickt. Folgendes waren unsere wichtigsten Er- gänzungs- und Abänderungswünsche. Wir fordern gutachterliche Untersuchun- gen über den Fischbestand und die Le- bensraumbedingungen, damit die Regie- rung fachlich untermauerte Entschei- dungshilfen hat, wenn es darum geht, gefährdete Fischarten, Schonzeiten, Fangmasse und anderes mehr festzule- gen. Im Gesetzesartikel, der den Fischbe- satz regelt,, fordern wir, dass grundsätz- lich die natürliche Reproduktion der Fischarten Vorrang vor der künstlichen 
Aufzucht haben muss. Der Fischbesatz hat mit Rücksicht und Schonung der na- türlichen Fortpflanzung im Wasser zu er- folgen. Ferner kann die LGU das Anlie- gen des Fischereivereines unterstützen, einen Fischereibeirat einzuberufen, wel- chem neben staatlichen Vertretern auch Vertreter der Fischereipraxis und des Na- turschutzes angehören sollen. Das Hauptgewicht legen wir jedoch dar- auf, dass der Lebensraum der Fische ge- schützt, verbessert und aufgewertet wird. Daher fordern wir, dass beispielsweise das Öffnen verbauter Bäche, die naturna- he Gestaltung der Gewässer, die Garan- tie von ausreichenden Restwassermen- gen, die Verhinderung unnatürlicher Wasserstandsschwankungen, die extensi- ve Behandlung von Schutzstreifen von mindestens 10 Metern entlang von Ge- wässern, die Förderung der Durchwan- derbarkeit der Gewässer, die Schaffung einer angepassten Ufervegetation und ähnliche Massnahmen als gesetzlicher Auftrag festgeschrieben wird. Alle diese Massnahmen sollen insbesondere für die öffentliche Hand als verbindlich erklärt werden. Wir haben in der Stellungnahme auch dazu aufgefordert, das Gewässer- schutzgesetz mit dieser Stossrichtung zu revidieren. Naturgarten- Ausstellung Am 12. Februar abends um 20 Uhr eröff- nen wir im Rathaussaal Vaduz die Aus- stellung «Der Naturgarten», die wir als Leihgabe vom Naturmuseum Frauenfeld übernehmen konnten. Bei der Eröffnung führt A. Schläfli, der Leiter des Naturmu- seums, welcher die Ausstellung selbst konzipiert hat, durch die Ausstellung. Die Ausstellung besteht aus 22 Tafeln, in welchen verschiedene Teilaspekte des Naturgartens beleuchtet werden. Es wer- den z.B. Trockenmauern, Hecken, Blu- menwiesen, Gartenweiher, um nur einige zu nennen, prägnant vorgestellt. Wer es 
genauer wissen will, für den/die liegt eine reiche Auswahl an Fachliteratur und Bro- schüren zum Kauf auf. Einige Blätter mit Tips und Ratschlägen können auch gratis mitgenommen werden. Eine besondere Attraktion dürfte die Duft- und Tastbar sein. Sie können sich überraschen lassen! Als weitere An- reicherungen der Ausstellung wird ein Videofilm über Hecken vorgeführt, der 15 Minuten dauert. Interessant ist be- stimmt auch ein Blick durchs Mikroskop, durch welchen sich eine unbekannte Welt erschliessen lässt. 
Die Ausstellung dauert nur zwei Wo- chen. Sie endet am Sonntag, den 25. Fe- bruar. Öffnungszeiten sind jeweils nach- mittags von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr (auch Samstag/Sonntag).
        

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