Herausgeber:
LGU Mitteilungen
Bandzählung:
10
Erscheinungsjahr:
1989
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000030015_10/4/
LGU-Mitteilungen Mai 1989   
  Hinweise Umweltschutzpapier Die Verwendung von Altpapier anstatt des Normalpapiers spart Energie, bela- stet die Gewässer weniger und schont die Rohstoffreserven. Das ist bekannt, aber dennoch tun sich viele Verwaltungen schwer, Altpapier zu verwenden. Erfreu- lich ist daher, dass beispielsweise die VPBank zunehmend Altpapiererzeugnis- se verwendet. Ebenfalls erfreulich ist, dass die Gemeinde Vaduz als einwohner- stärkste Gemeinde dem Beispiel anderer Gemeinden folgt und das Mitteilungsblatt der Gemeinde, die «Rathaus Nachrich- ten», nun endlich auf Umweltschutzpa- pier druckt. Landtagsprotokolle, Regie- rungs- und Rechenschaftsberichte, Stati- tische Bücher erscheinen dagegen noch immer 
auf weissem Papier. 
Die Umweltberatung beginnt mit der Ausbildung der Beraterinnen, die viel- leicht auch für Interessierte aus Liechten- stein in Frage kommt. Die Ausbildung dauert rund vier Monate und beinhaltet zwei Theorieblöcke und einen Prakti- kumsblock. Das Aufgabenfeld der Umweltberaterin- nen umfasst mehrere Zweige. Einerseits erfolgt die Beratung telefonisch, anderer- seits werden Kurse durchgeführt, Vorträ- ge gehalten oder Direktberatungen in Büros und Haushalten angeboten. Die Thematik erstreckt sich auf Abfall, Ener- gie, Verkehr, Wasser, Wasch- und Putz- mittel, Ernährungsberatung, 
Gartenbau und Schädlingsbekämpfung usw.. Wir sind umgezogen Die Geschäftsräume der LGU sind im Mai von der Landstrasse 30 in Schaan nach Vaduz verlegt worden. Es hat sich die Gelegenheit ergeben, geeignete Bü- 
roräume im Heiligkreuz 52 an der Au- kreuzung anzumieten, wo später even- tuell auch die Geschäftsstelle der 
CIPRA in Bürogemeinschaft integriert werden kann. Die Telefonnummer ist die gleiche geblieben. P. S. Die LGU ist sehr daran interessiert, dass die CIPRA einen festen Geschäfts- sitz in Liechtenstein erhält. Die Hälfte des entsprechenden Finanzbedarfs konn- te für die ersten drei Jahre bereits gesi- chert werden. Es handelt sich dabei um die Eigenmittel der CIPRA und um eine grosszügige Zusage von dritter Seite. Es fehlt jetzt nur noch die Zusage der liech- tensteinischen Regierung, einen Finan- zierungsbeitrag zu leisten, um die Tätig- keit aufzunehmen. Im Hinblick auf die Ausarbeitung einer internationalen Al- penschutzkonvention, die massgeblich durch die CIPRA getragen wird, ist es höchst prestigeträchtig, den Geschäftssitz der CIPRA mit dem Namen Liechten- steins in Verbindung zu bringen. CIPRA-Schrifttum Die Internationale Alpenschutzkommis- sion CIPRA hat in den letzten Monaten einige lesenswerte Publikationen heraus- gegeben. lm 
Buch «Umweltpolitik im Al- penraum» wird Bilanz über den Stand der Umweltzerstörung, Umweltschutzmass- nahmen, Defizite und neue Erfordernisse in allen Alpenländern gezogen (sfr. 40.—). Das Buch «Neue Alpentransversalen-Er- lösung oder neue Belastung für den Al- penraum» beinhaltet die Ergebnisse der Jahresfachtagung der CIPRA vom Herbst 1988 in Triesenberg. Es sind darin die Referate, Länderberichte, Pressebe- richte usw. festgehalten (sfr. 25.—). Die Broschüre «Beschneiungsanlagen im Wi- derstreit der Interessen» bietet einen Überblick über die Ausbreitung der Schneekanonen im Alpenraum und deren Auswirkungen auf die Umwelt (sfr. 5.—). Die Schriften können bei der LGU oder der CIPRA, Heiligkreuz 52 in Vaduz be- stellt werden. Umweltberatung in Osterreich In Österreich, genauer gesagt in Nieder- österreich, ist ein neuer Tätigkeitsbereich auf dem Gebiet des Umweltschutzes be- reits zwei Jahre alt geworden: die Um- weltberatung. Ausgehend von Ideen im Jahr 1986 hat sich dieser Zweig heute zu einer festen Institution entwickelt, die mit Arbeit eingedeckt ist. Die Idee weitet sich nun nach Wien und Oberösterreich aus, wie einer Broschüre der Umweltbe- ratung Niederösterreich zu entnehmen ist. 
Dort wo zur Zeit im Maurer Ried die Fabrikhallen in die Höhe schiessen, befindet sich nachgewiesenermassen der beste Landwirtschaftsboden der Gemeinde Mauren. Die Zeichen stehen in Liechtenstein noch immer auf Expansion, obwohl nicht einmal die Hälfte der Arbeitskräfte mit Einheimischen besetzt weden können. Industrieansied- lungen bedeuten neue Arbeitsplätze, mehr Grenzgänger, mehr Verkehrsaufkommen, höheren Energieverbrauch, Landverbrauch, Luftverschmutzung. Wo bleiben wenig- stens die Grünordnungspläne für die Industriezonen? Kaum ein Baum, kaum ein Busch, keine Fassadenbegrünung, kaum ein Graben oder Tümpel ist in den liechten- steinischen Industriezonen auszumachen, um wenigstens einen Teil des Naturverlustes wieder auszugleichen.
        

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