Ausgaben der Gemeinde für Feuerwehrmaterial 1974 - 1984 
  
  
  
Jahr Ausgaben total davon Subv. Land 
1974 28052.30 9059.50 
1975 4343.05 - 
1976 28599.85 4229.45 
1977 15177.85 1513.80 
1978 8742.15 8742.15 
1979 12840.60 6006.70 
1980 24554.25 15547.— 
1981 82106.35 22610.40 
1982 24811.15 12016.80 
1983 70071.95 26534.10 
1984 25251.40 — 
Total 324550.90 106259.90 
  
* Ohne Subvention für das Mehrzweckgebäude in Höhe von 273 000.- Franken 
Seit etwa 1980 hatte sich die Gemeinde konkret mit der Planung von Räumen für 
das Feuerwehrdepot, den Samariterverein, das Wasserwerk, den Zivilschutz, die 
Kriegsvorsorge usw. beschäftigt. Die Nutzung der Postgarage Riet als Depot 
stiess bei der Feuerwehr anlässlich ihrer Jahresversammlung im März 1982 auf 
Ablehnung. Nach Prüfung verschiedener Varianten entschied sich die Gemeinde 
für den Bau eines Mehrzweckgebäudes «Unterm Schloss», einem zentralen 
Standort. Das vorgelegte Projekt scheiterte aber am 25. Juni 1982 am Nein des 
Stimmbürgers. Unter den gegebenen Umständen lehnte die Gemeindefeuer- 
wehr die Verantwortung für die Durchführung ihres Dienstes ab, da die vorhan- 
denen Räumlichkeiten den raschen und ER Einsatz nicht gewährleisteten 
und unnötig Menschenleben, Hab und Gut gefährdeten. Die Gemeinde liess das 
Projekt überarbeiten und legte es am 19. und 21. November 1982 erneut dem 
Stimmvolk vor, das bei stärkerer Stimmbeteiligung als im Juni mit 326 Ja zu 173 
Nein den Bau des Mehrzweckgebäudes deutlich befürwortete. Damit erhält die 
Freiwillige Gemeindefeuerwehr ein funktionstüchtiges, modernen Ansprüchen 
genügendes Depot mit der nötigen Infrastruktur. Der lange Marsch vom alten 
Feuerkübel über den Schlauchkasten und Spritzenhäuschen zum zeitgemässen 
Feuerwehrdepot ist beendet. Die Feuerwehr ist dank ihrer Ausrüstung und Aus- 
bildung in die Lage versetzt, die vielfältigen Aufgaben wie Brandbekämpfung, 
Elementarereignisse und Oelwehreinsätze effizient zu bewältigen. Die Gemein- 
defeuerwehr Balzers hat heute u. a. folgendes Material zur Verfügung: 1 Tank- 
lóschfahrzeug (2500 1), 1 Pikett-Fahrzeug, 1 Motorspritze Typ I, 1 Motorspritze 
Typ III, verschiedene Leitern, 1 Schlauchauslegeanhánger, 3 Haspelwagen, 800 
Meter Transportschläuche, 260 kg Schaumextrakt, 1 Zumischer, 2 Luftschaum- 
rohre, 6 Pressluftgeräte und 20 Reserveflaschen (Atemschutz), 1 mobiles Funk- 
gerät, 4 tragbare Funkgeräte, 1 Notstromaggregat, 6 Handscheinwerfer, 1 Was- 
serwerfer, 2 Hydroschilde, 1 Heustocksonde und anderes mehr. Sie ist auch im 
Vergleich mit den andern Feuerwehren Liechtensteins ausgezeichnet ausge- 
rüstet. 
Brand der Rbeinbrücke und Ságerei Vogt 1972 
Ein ganz besonderer Brandfall, der in vorstehender Überblicks-Tafel nicht 
enthalten ist, passierte im Jahre 1972. Er soll kurz Erwähnung finden. Es handelt 
sich um den Brand der Sägerei Ernst Vogt und der alten, 1871 erbauten Rhein- 
brücke. 
Am frühen Morgen des 11. Oktobers, kurz vor 5 Uhr, bemerkte ein Auto- 
mobilist in Trübbach, dass die alte, kunstvolle Holzbrücke brannte und alarmiert 
sofort die Feuerwehr. Fast gleichzeitig bemerkte Gebhard Büchel den Brand der 
Sägerei Vogt am Dorfausgang Richtung St. Luziensteig und benachrichtigte un- 
verzüglich die Balzner Gemeindefeuerwehr. Diese rückte sofort aus und leitete 
zuerst Schutzmassnahmen für die nächst gelegenen Wohnhäuser ein, gegen die 
der starke Föhn einen riesigen Glutteppich blies. Noch während dieser Arbeiten 
erhielt sie Nachricht vom Brand der Rheinbrücke, sodass ein Teil der Feuerwehr 
dorthin abrückte. Die alarmierte Feuerwehr Vaduz eilte ebenfalls zur Rhein- 
brücke, die aber nicht zu retten war. Die auch herbeigerufene Feuerwehr aus 
Triesen leistete Hilfe bei der Sägerei Vogt, wo man nur noch versuchen konnte, 
die Gemeinde vor einem Dorfbrand zu schützen. Auch die Sägerei wurde ein 
Raub der Flammen. 
    
Alte Rbeinbrücke, 
erbaut 1871 
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