Herausgeber:
Sonstige öffentliche Herausgeber
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000028317/57/
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Bauliche Entwicklung 
Schon in den 40er Jahren kamen — abgesehen von privaten Spenden — die Regierung 
und die Gemeinde Vaduz dem Collegium Marianum in verschiedenen Situationen zu 
Hilfe, besonders bei finanziellen Problemen, mit denen die Schule in diesen Jahren 
immer wieder zu kámpfen hatte. Als Beispiele mógen die Finanzierung einer 
Wetterstation (Anschaffungswert 71 Franken) am Collegium Marianum dienen oder 
die 5Oprozentige Ermássigung der Steuern durch Staat und Gemeinde Vaduz. 5! 
Seit der Einführung der Wirtschaftlichen Mittelschule im Jahre 1953 subventionierte 
der Staat Liechtenstein das Collegium Marianum jáhrlich mit 25 000 Fr., 1965 waren 
es bereits 70000 Fr., wobei der Staat jetzt auch die Gehálter zweier liechtensteini- 
scher Lehrer bezahlte. 9? Nur mit dieser finanziellen Unterstützung war es möglich, 
die Wirtschaftliche Mittelschule aufzubauen, da die steigenden Schülerzahlen immer 
wieder bauliche Erweiterungen notwendig machten. 
Nach dem Neubau von 1953 folgte 1960 ein weiterer Ausbau. Da sich ein geplanter 
Ankauf eines Nachbargrundstückes nicht verwirklichen liess, mussten auf das 
Schulgebäude ein Stockwerk aufgesetzt und an der Stirnseite der Schule 4 Klassen 
angebaut werden. Trotz diesen baulichen Veränderungen fehlten vor allem eine Aula, 
eine Turnhalle, ganz zu schweigen von einem Zeichen- und Musiksaal, von Laborräu- 
men und manchem anderem. Durch diesen Ausbau erhöhte sich die Kapazität der 
Schule auf 150 Schüler, doch stieg die Schülerzahl bereits im Schuljahr 1960/61 
erstmals auf über 200; das Realgymnasium erfreute sich mit 101 Schülern steigen- 
der Beliebtheit, die Wirtschaftliche Mittelschule zählte 103 Schüler. 
Ein Pavillon im Gemüsegarten 
Ein weiterer schon 1963 beschlossener und durch staatliche Mithilfe finanziell 
abgesicherter Ausbau der Schule kam jedoch nicht zustande, da verschiedenste 
Bedenken gegen ein erneutes Stückwerk vorgebracht wurden. Trotzdem sah sich 
die Schulleitung dazu veranlasst, eine bauliche Erweiterung zu beantragen, da 
aufgrund der Gleichwertigkeit des Gymnasiums mit anderen Gymnasien der Nach- 
barstaaten und wegen der Wiedereinführung der Matura mehr und mehr Schüler aus 
Liechtenstein die Schule besuchten. 
Im Landtag gab es zu diesem Thema rege Diskussionen, aber keine Mehrheit für 
einen Erweiterungsbau, da nach der Meinung vieler Abgeordneter auf weitere Sicht 
eine neue Lösung für das Collegium Marianum gefunden werden musste. Als 
Übergangslösung liess die Regierung 1964 auf dem Schulgelände einen Pavillon 
erstellen, der die akutesten Raumprobleme fürs erste behob. Regierung wie Schul- 
leitung betonten aber, dass dieses Provisorium die Notwendigkeit eines Schulneu- 
baues nicht aus der Welt schaffen könne. 
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