Herausgeber:
Sonstige öffentliche Herausgeber
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000028317/148/
  
Heute betrachte ich die Schule etwas differenzierter. In den Gesprächen mit meinen 
eigenen Kindern habe ich erlebt, wie wichtig die zwischenmenschlichen Beziehun- 
gen sind und wie gross der erzieherische Einfluss der Lehrer sein kann. Das richtige 
Wort eines Lehrers zur richtigen Zeit kann Erstaunliches leisten. 
Das Ansehen des Liechtensteinischen Gymnasiums ist heute gefestigt. Die Schule 
ist auch nicht mehr so eingeengt wie früher, als es darum ging, die Anerkennung zu 
erreichen. Wir können uns heute eine gewisse Freiheit erlauben. Hier denke ich z. B. 
an die wóchentliche Pflichtstundenzahl für Schüler, die meines Erachtens dringend 
überprüft werden sollte. In Verhandlungen mit der Schweiz wáre es heute ohne 
weiteres móglich, eine liechtensteinische Lósung durchzusetzen, wobei ich nicht die 
Auffassung vertrete, dass diese móglichst billig sein sollte. Ich bin mir auch bewusst, 
dass der Spielraum nicht allzu gross ist. Dennoch sollte man den Versuch wagen. 
Ich hátte noch einen weiteren Wunsch zum Jubilàum, nàmlich dass bis zu diesem 
Zeitpunkt, spátestens jedoch bis Ende 1987, die Angelegenheit mit den Dienstvertrá- 
gen für ausländische Lehrer geklärt werden sollte. 
Dass das Liechtensteinische Gymnasium heute zu einem wichtigen Faktor im 
liechtensteinischen Leben geworden ist, ergibt sich auch daraus, dass das Erbprin- 
zenpaar seine Kinder dieser Bildungsstätte anvertraut. Schliessen möchte ich mit 
einer Bemerkung des früheren ETH-Rektors Prof. Alfred Huber, die dieser in einem 
seiner Berichte über die Schulbesuche gemacht hat: 
«Die Maturaprüfungen 1987 in Physik und Mathematik machten auf mich einen sehr 
guten Eindruck. Das verlangte Niveau lag wohl eher über als unter dem schweize- 
rischen Mittel.» Ähnlich positive Äusserungen über andere Unterrichtsbereiche 
könnte ich mühelos anfügen. 
Ich wünsche der Schule zu ihrem 50jährigen Jubiläum Gottes Segen und bin gerne 
bereit, weiterhin beim Ausbau und der Gestaltung dieser Bildungsstätte mitzu- 
wirken. 
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