Herausgeber:
Sonstige öffentliche Herausgeber
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000028317/145/
mission der ETH im November 1961, der zur Folge hatte, dass sich Absolventen aus 
Liechtenstein an dieser bekannten Hochschule ohne grössere Formalitäten immatri- 
kulieren können. 
Systematisch angepackt wurde die Angelegenheit jedoch erst zu Beginn der 70er 
Jahre. Unter anderem hatten Schwierigkeiten von schweizerischen Staatsbürgern, 
die hier maturiert hatten und dann einen Medizinalberuf ergreifen wollten, die 
Angelegenheit beschleunigt. 
Ich erinnere mich, dass ich im Juni 1971 ein Expose über die Anerkennung der 
staatlichen liechtensteinischen Matura durch die Schweizerische Eidgenossenschaft 
ausarbeitete. Ich fuhr eigens nach Frauenfeld, um dem damaligen Präsidenten der 
ostschweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz die Grundzüge dieses Schrift- 
stückes zu erläutern. Im gleichen Monat unterbreiteten der damalige Regierungs- 
chef, Dr. Alfred Hilbe, und ich dieses Expose an einer offiziellen Tagung der eben 
genannten Konferenz. 
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das Fürstentum Liechtenstein seit 
Mitte der 60er Jahre an den Arbeiten der ostschweizerischen Erziehungsdirektoren- 
Konferenz teilnahm. Das Mitmachen in diesem Gremium war für uns sehr wichtig. 
Auf gesamtschweizerischer Ebene nahmen wir zum ersten Mal 1972 in Aarau an 
einer Erziehungsdirektoren-Konferenz teil. Selbstverständlich benützten wir alle 
diese Kontakte, um auf das Problem unserer Matura hinzuweisen. In vielen, vielen 
Einzelgesprächen versuchten wir, den zuständigen Stellen das Problem klar zu 
machen. Mit besonderem Elan machte sich der jetzige Regierungschef, der 1974 als 
Regierungschef-Stellvertreter in die Regierung bestellt wurde, hinter diese Aufgabe. 
1974 fand erstmals eine Tagung der schweizerischen Gymnasialrektoren bei uns 
statt, an der wir wiederum auf dieses Problem hinweisen konnten. Zum Durchbruch 
verholfen hat in dieser Sache eindeutig der damalige Sekretär der Eidgenössischen 
Maturitätskommission, Dr. Rudolf Natsch. Er regte an, diese Kommission zum 
Besuch des Gymnasiums nach Vaduz einzuladen. Nun ging die Sache ziemlich rasch 
voran. Mitglieder des genannten Gremiums besuchten den Unterricht, und schon 
1976 sprach die Eidgenössische Maturitätskommission die Gleichwertigkeit für 
unsere Matura aus. In dem lang ersehnten Schreiben, das Mitte Juli 1976 in Vaduz 
eintraf, wurde uns mitgeteilt, dass sämtliche hochschulpolitischen Instanzen der 
Schweiz über diesen Beschluss der Maturitätskommission informiert würden. 
Damals kannten wir diese Instanzen nur vom Hörensagen, heute kenne ich die 
massgebenden Leute alle persönlich. In diesem Bereich hat im letzten Jahrzehnt 
eine Entwicklung stattgefunden, von der wir am Collegium Marianum der 60er Jahre 
nur träumen konnten. 
Als 1977 zum ersten Mal die Schweizerische Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) 
in unserem Land tagte, benützte der damalige Vize-Regierungschef Hans Brunhart 
diese Gelegenheit, für die Anerkennung unserer Matura den Dank auszusprechen. 
An dieser Konferenz auf Gaflei wurde auch ausführlich über das Schreckgespenst 
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