Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
12
Erscheinungsjahr:
1987
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000025574/190/
Anteile an den Landeseinnahmen, die nicht zweckgebundenen Finanz­ zuweisungen, die Beiträge, Gebühren und Taxen. Ausserdem gehören dazu alle Aufwendungen, die das Reinvermögen der Gemeinden ver­ mindern oder die Fehldeckung erhöhen, wie z.B. alle laufenden oder wiederkehrenden Aufwendungen für Personalkosten, Sozialleistungen, Sachausgaben und Einlagen in die gesetzlichen Fonds.152 In die Investi­ tionsrechnung fallen der Aufwand, durch welchen Verwaltungsver­ mögen geschaffen wird, wie z.B. die Ausgaben zum Erwerb von Grundstücken oder Liegenschaften, für Hochbauten und Tiefbauten, für die Haltung oder Anschaffung von Vorräten oder die Beteiligung an Zweckverbänden, Anstalten und Genossenschaften153 und die Erträge, die der Finanzierung von Investitionen dienen, wie z.B. die Beiträge Dritter für die Aufwendungen für Hochbauten, Tiefbauten und Ein­ richtungsgegenstände, die Erträge aus der Verwertung von Bestandtei­ len des Verwaltungsvermögens sowie die Mittel der Selbstfinanzie­ rung.154 Ausserdem müssen in den Voranschlag der Gemeinden die Fonds155 und die Rückstellungen156 eingestellt werden. Um eine verlässliche Aussagekraft des Voranschlags zu gewährleisten, müssen die Gemeinden bei seiner Erstellung die in Art. 10 und 11 der Verordnung über den Voranschlag und die Gemeinderechnung enthal­ tenen Rechnungslegungsgrundsätze beachten.157 b) Die Gemeinderechnung Zu den Mitteln der Sicherung einer verantwortungsvollen Haushalts­ gebarung durch die Gemeinden gehört neben dem Voranschlag auch 152 Art. 5 VO über den Voranschlag und die Gemeinderechnung. 153 Art. 6 VO über den Voranschlag und die Gemeinderechnung mit weiteren Einzelhei­ ten in Abs. 2. 154 Art. 7 VO über den Voranschlag und die Gemeinderechnung mit weiteren Einzelhei­ ten in Abs. 2. 155 Art. 8 VO über den Voranschlag und die Gemeinderechnung; Fonds sind buchmäs- sige Schulden, die nach'gesetzlichen Vorschriften gebildet und verwendet werden. 156 Axt. 9 VO über den Voranschlag und die Gemeinderechnung; Rückstellungen sind zum Ausgleich drohender Verluste oder besonderer Risiken zu bilden. 157 Danach ist z.B. bei der Bilanzierung von Vermögenswerten das Niederstwertprinzip zu beachten, wonach Vermögensgegenstände nur zum Anschaffungs- oder Herstel­ lungswert und, falls der Verkehrswert unter den Gestehungskosten Hegt, in Höhe des Verkehrswertes zu bilanzieren sind. 192
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.