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Sonstige öffentliche Herausgeber
Erscheinungsjahr:
cop. 1986
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1965 
  
965 änderte sich laut Oberstem Sportkomitee in der 
Entwicklung der Sportbewegung strukturell wenig. 
Die bereits stark betriebenen Sportarten wie Fussball 
und Skilauf dehnten ihre Tätigkeiten stark aus, jüngere 
und auf schmalerer Basis betriebene Sportarten wiesen 
eine zufriedenstellende Entwicklung auf. 
Ab 1965 informierte der Sportbeirat, der die konstitu- 
ierende Sitzung im November 1964 abhielt und zum Prási- 
denten Dr. Peter Ritter wählte, die Offentlichkeit über 
den Stand der Sportbewegung. 1968 beklagte er den 
grossen Mangel an Sportstätten in allen Gemeinden. Im 
gleichen Jahr konnte das seit langem gewünschte erste 
Schwimmbad im Unterland eröffnet werden, das vom 
«Eschnerberg»-Wirt Anton Ohri auf privater Basis finan- 
ziert wurde. Im September fand dort das Jugendschwim- 
men statt. 
Im Wintersport kam es zu unüberschaubar vielen Veran- 
staltungen im In- und Ausland. Hans-Walter Schádler 
errang den Titel des Ostschweizer Juniorenmeisters, 
Wolfgang Ender und Josef Gassner erzielten in internatio- 
nalen und regionalen Rennen hervorragende Plátze. Ski- 
meister, Alpiner Meister, Abfahrts- und Riesenslalomsie- 
ger wurde Josef Gassner. Wolfgang Ender siegte im 
Langlauf und Slalom, Ursula Cassner gewann den Titel 
der Skimeisterin 1965. Der Rodelclub Triesenberg orga- 
nisierte die I. Liechtensteinischen Rodelmeisterschaften 
auf der Sücka-Bahn. Hans Nägele erzielte die beste 
Gesamtzeit aus vier Läufen und wurde somit erster Liech- 
tensteinischer Rodelmeister. 
Ebenfalls rege Tätigkeit entfalteten die Turner und 
Leichtathleten. Erstmals wurde eine Vorrunde der 
Schweizer Gerätemeisterschaften in Liechtenstein ausge- 
tragen, organisiert vom ETV Schaan. Bei den Leichtathle- 
ten waren die herausragenden Sportler Alois Büchel 
(Mehrkampfmeister 1965), Albert Frommelt, Franz Bie- 
dermann und Hugo Walser. Erstmals einen Mehrkampf 
anlässlich der Landesmeisterschaften bestritten die 
Damen, der in ihren Klassen von Waltraud Gstöhl und 
Margrit Frick gewonnen wurde. Bei den Junioren siegten 
in ihren Kategorien Rudi Risch, Peter Rheinberger, Adolf 
Noventa und Werner Büchel, bei den Kleinsten gewann 
Klaus Schulz vor Beat Kaufmann. Die Mädchen wurden in 
ihren Klassen von Brigitte Nutt und Anna-Christa Gassner 
gemeistert. 
96 
Zu erwähnen auf dem Gebiet der Leichtathletik ist das II. 
Sportfest des Collegiums Marianum sowie die XX. Durch- 
führung des Eschner Britschenlaufes, den Ex-Schweizer- 
meister Hans Rüdisühli vor Otto Baldinger und Hugo 
Walser gewann. 
Den Cup-Final 1965 holte sich der FC Triesen mit einem 
4:3-Sieg über den FC Schaan. Im gleichen Jahr musste 
der FC Vaduz in der I Liga durch ein Schwitzbad. Im 
Frühling schrieben die Zeitungen über das «Frühlingser- 
wachen des FC Vaduz», im Herbst über die «Krise beim 
FC Vaduz». Die Junioren des erst 1963 gegründeten USV 
Eschen gewannen 1965 die Junioren-C-Meisterschaft 
Liechtensteins und der Cup-Sieger FC Triesen stieg in 
die II. Liga auf. 
Im Radsport, der nach dem Rücktritt von Adolf Heeb trotz 
der heranreifenden Talente Werner Büchel, Paul Kind 
und Eugen Hasler (Sieger des 3. Jugendradrennens 
Schaan) noch in einer Flaute steckte, wurde die IV. 
Internationale Schellenbergrundfahrt erstmals mit Berufs- 
fahrern ausgetragen. 
Der Minigolf-Club Vaduz, 1964 auf Initiative von Karl 
Trautner gegründet, über 60 Mitglieder zählend und 
schon Mitglied der Federation Internationale Minigolf 
Sport, organisierte schon im ersten eigentlichen Vereins- 
jahr Turniere in Vaduz. Er nahm auch an Wettbewerben 
in der Schweiz und in Deutschland teil, ebenso mit 12 
Sportlern an den VII. Minigolf-Europameisterschaften in 
Pfronten/Allgàu. Im Finale erreichten Bruno Schádler den 
7. und Fredi Wachter den 8. Rang. 
Im Motorsport organisierte der SAM, Sektion Liechten- 
stein, erneut die GYMKHANA in Schaan, ein beliebtes 
Geschicklichkeitsfahren. Ronald und Manfred Schurti 
belegten je den ersten Rang ihrer Kategorie beim Moto- 
cross St. Luzisteig. Manfred Schurti erzielte trotz verschie- 
dener Maschinen-Ausfälle die Broncemedaille der Mei- 
sterschaftswertung des SAM, und Ronald Schurti, seit 
1965 in der Eliteklasse, erwarb 1965 den Juniorenmeister- 
titel des Schweizerischen Auto- und Motorradfahrerver- 
bandes (SAM). 
Der Tennisclub Liechtenstein feierte 1965 sein 40-Jahr- 
Jubiláum mit einem Turnier gegen den TC St. Gallen auf 
den Tennisplátzen beim Waldhotel Einen überzeugen- 
den Sieg konnte der Club am Dreilànderturnier in Buchs 
erringen. 
  
 
        

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