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TRIESEN E 
(3021 Einwohner 1981) 
liegt in der Kontaktzone eines Bergsturzes mit der 
Talebene, vom ostwirts ausholenden Rhein in 
der Ausdehnung auf das Tal gehemmt. 
Triesen war während des Mittelalters eines der 
bedeutendsten Dörfer im Gebiet des Fürsten- 
tums, ist aber im Karolingischen Reichsurbar 
(831) nicht genannt. Die erste urkundliche 
Erwähnung datiert aus dem Jahre 1155. Der 
Hügel von St. Mamerten dürfte schon im 10. Jahr- 
hundert mit einer Anlage versehen gewesen sein. 
Im untern Teil des Dorfes lagen der Hof des Klo- 
sters St. Luzi in Chur und die dazu gehörende 
Marienkapelle. Triesen besass einen eigenen nie- 
deren Adel. Die von Trisun sind die bekannte- 
sten; sie sassen als Dienstmannen der Grafen von 
Montfort auf vermutlich uraltem Grafengut. 
Auch die von Richenstein waren in Triesen begü- 
tert. 
Sehenswertes: 
Der alte Dorfteil im Oberdorf, St. Mamerten- und 
Marienkapelle. Eine Besonderheit ist das grosse 
Kosthaus, das vor 100 Jahren erbaut wurde. 
Die Gemeinde ist Ausgangspunkt prachtvoller 
Touren in das wildromantische Lawena-, Rappen- 
stein- und Falknisgebiet. 
TRIESENBERG 
(2186 Einwohner 1981) 
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liegt oberhalb der Talgemeinde Triesen, zum Teil 
am Abbruchgebiet eines Bergsturzes, zum Teil 
auf den verstürzten Massen. 
Triesenberg ist eine Walsersiedlung. Im Hoch- 
mittelalter kamen die Einwanderer über die 
bekannten Bündnerwege in unsere Gegend und 
dürften sich zu Ende des 13. Jahrhunderts im 
liechtensteinischen Gebiet angesiedelt haben. 
Die Ankömmlinge siedelten in Gruppen ober- 
halb Triesen. So entstanden die Häufungen von 
Häusern auf Jonaboden, Rotenboden, Lavadina- 
Steinort. Die Bewohner sprechen heute noch 
einen von den Talbewohnern stark abweichen- 
den Dialekt. 
Triesenberg ist mit seinen 29,770 km? der Aus- 
dehnung nach die grösste und zugleich auch 
höchstgelegene Gemeinde des Fürstentums. 
Diese ideale Höhenlage (700-1100 m ü. M.) sowie 
die prachtvolle Aussicht in das weite Rheintal 
und auf die umliegenden Liechtensteiner und 
Schweizer Berge machten Triesenberg nicht nur 
zu einer angenehmen Wohnlage, sondern haben 
es auch zu einem beliebten Ferienort und Aus- 
flugsziel werden lassen. Triesenberg ist Aus- 
gangspunkt für das liechtensteinische Alpenge- 
biet: Masescha, Silum, Gaflei und für das in den 
letzten Jahren sehr bekannt gewordene Erho- 
lungs-und Wintersportzentrum Malbun. Im 
Sommer ist Malbun ein beliebter Ausgangspunkt 
für Bergwanderungen. Die Talseite ist durch den 
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