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TURON ENT 
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Kirche - 
Religionsgemeinschaften 
Staat und Kirche 
Aus der Verfassung des Fürstentums Liechtenstein 
Die Glaubens- und Gewissensfreiheit gehórt zu 
den elementaren Menschenrechten. Aus diesem 
Grund ist die Religionsfreiheit, wie dieses Recht 
auch genannt wird, in der Verfassung vieler 
Rechtsstaaten verankert, wenn auch mit Ein- 
schránkungen, welche vor allem die Sittlichkeit 
und die óffentliche Ordnung betreffen. 
In der liechtensteinischen Verfassung geniesst 
die kath. Kirche eine Sonderstellung, wird sie 
doch als «Landeskirche» bezeichnet, die «als 
solche den vollen Schutz des Staates» besitzt. 
(Art. 37 der Verfassung) 
Diese verfassungsmässige Sonderstellung der 
katholischen Kirche ist ein hervorstechendes 
Merkmal des liechtensteinischen Staatskirchen- 
systems. Andere Religionsgemeinschaften sind 
die «Evangelische Kirche im FL» und die «Evan- 
gelisch - lutherische Kirche»; ihnen ist die Betäti- 
gung ihres Bekenntnisses und die Abhaltung 
ihres Gottesdienstes im Rahmen der Verfassung 
gewährleistet. 
Art. 37 
Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist jeder- 
mann gewährleistet. 
Die römisch-katholische Kirche ist die Landes- 
kirche und geniesst als solche den vollen Schutz 
des Staates; anderen Konfessionen ist die Betäti- 
gung ihres Bekenntnisses und die Abhaltung 
ihres Gottesdienstes innerhalb der Schranken der 
Sittlichkeit und der Öffentlichen Ordnung 
gewährleistet. 
Art. 38 
Das Eigentum und alle anderen Vermögensrech- 
te der Religionsgesellschaften und religiösen Ver- 
eine an ihren für Kultus-, Unterrichts-und Wohl- 
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tätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftun- 
gen und sonstige Vermögenheiten sind gewähr- 
leistet. Die Verwaltung des Kirchengutes in den 
Kirchgemeinden wird durch ein besonderes 
Gesetz geregelt; vor dessen Erlassung ist das Ein- 
vernehmen mit der kirchlichen Behörde zu pfle- 
gen. 
Gesetzliche Feiertage 
Neujahr 
Hl. Drei Könige (6. Januar) 
Ostermontag 
1. Mai 
Christi Himmelfahrt 
Pfingstmontag 
Fronleichnam 
Mariä Himmelfahrt (15. August) 
Allerheiligen (1. November) 
Mariä Empfängnis (8. Dezember) 
Weihnachten (25. Dezember) 
St. Stefanstag (26. Dezember) 
Zusätzlich werden noch weitere kirchliche Feier- 
tage eingehalten: 
Mariä Lichtmess (2. Februar) 
Fest des Hl. Josef (19. März) 
Mariä Verkündigung (25. März) 
 
        

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