Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
4
Erscheinungsjahr:
1971
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000021163/350/
— 352 — p. 23 Jtem ein Som Bantoffel- holcz 6. Pfg. Jtem ein Som Maux. aüff dem Landt vndt wasser .1. Xr. Jtem ein Som Nuss ' — 1. Xr. Jtem ein fass mit Kachlen 3. Xr. Jtem ein Som Kachlen 2. Pfg. Jtem ein Som Salüeter (Salpeter) 1. Sch. Pfg. Jtem ein Som alandt (Alaun) — 6. Pfg. Jtem ein Som hülze schüslen oder Teller 2. Pfg. Jtem ein lebendiger Jüd 30. Pfg. vndt 3 würffei Jtem ein Todter Jüd 30. Pfg. vndt 30. würffei.1 Jtem von äbbten. vndt / Pfaffen, so den wein vber / die Staig hinaüff fiehren, / sollen mit dem Zoll wie ander / leüth gehalten werdten. / Jtem ins Landt hinein ist / 14. Raüb ein Som / Jtem heraus ist 20. ein Som. UMBGELT2 Das vmbgelt diser Graffschaft / da dann von ieder mass so aüs / geschenckht wirdt. gegeben / so vill ein mass Pfennig Costet. so / vill Schilling vom Som. dar-p. 24 von aber der 15t0. Theill abge- / zogen wirdt, ertregt jährlich / in die 450. fl. p. 23 1 Die Juden waren zollpflichtige Personen. In der Bludenzer Zollordnung von 1618 gaben ein Jude und eine Jüdin 60 Pfg. Ebenso schreibt die Zollordnung von 1691 für die Herrschaft Feldkirch für jeden Juden oder Jüdin 10 Kreuzer vor, zu Pferd aber 20 Kreuzer. Der Hinweis auf die Würfel ist so zu verstehen, dass bei den Juden das verpönte Würfeln getrieben wurde. Ein ebenso grimmiger Witz dürfte der Vermerk «Todter 
Jud» sein. (Freundl. Mitteilung Dr. Bilgeris). 2 Das Umgelt, 
ungelt, ist eigentlich eine Abgabe von der Einfuhr und dem Ver- kauf der Lebensmittel, eine Verbrauchssteuer also; in unserer Gegend jedoch war der Terminus ausschliesslich als Ausschanksteuer verstanden worden, (vgl. JbL. 1906, 31 Büchel; JbL. 1930, 68, Marxer).
        

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