Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
4
Erscheinungsjahr:
1971
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000021163/189/
— 189 — Liechtenstein 21 Jahre nachher ans seiner «Geschichte der Pfarrei Triesen» übernommen (JbL. 1902, 18). — In der Tat kann man das Datum der Urkunde bezweifeln: Zwei Jahre später, ebenfalls am «Samstag vor St. 
Gallentag», er- hält derselbe Klaus Brauner, dasselbe halbe Cut Vrisula zu Lehen (vgl. die Urkunde in diesem Band, ferner JbL. 1907, 108 n. 5, Schädler; Kaiser, 306; KB. 339). Bis auf die Summe des fährlichen Zinses, der 1414 Oktober 13. auf 51/9 Pfund lautet, im Jahre 1416 aber nur 4i/o Schilling Pfennig betrug, sind die beiden Urkunden gleich. Dabei muss es sich um dasselbe halbe Grund- stück handeln; denn die andere Hälfte erhielt Klaus Brunner erst 1419 Januar 31. (JbL. 1902, 19, Büchel; JbL. 1907, 108 n. 6, Schädler; Kaiser, 306 f.; KB. 340) gegen 7 Schilling jährlichen Lehenzinses. Damit dürfte sich zumindest der von Büchel in der Urkunde von 1414 Oktober 13. genannte Zins von 3l/o Pfund als unrichtig erweisen, es sei denn, in den 3 1/9 Pfund sei der Ehrschatz ver- rechnet; diese Summe als jährlichen Zins zu bezeichnen, ist ebenso unrichtig.— Die gleiche Datumsformel in den Urkunden von 1414 und 1416 «Samstag vor St. 
Gallustag» würde an sich noch nicht gegen die Echtheit von Büchels Regest zeugen. (Hans Vierabend musste z. B. 1429 den Jahreszins auf St. Gallustag an den Klosterboten nach Balzers entrichten, vgl. JbL. 1902, 21, Büchel). Das Regest wird hier mit allen Vorbehalten der Vollständigkeil wegen wiedergegeben. 1 Klaus Brunner wird auch 1408 Juni 22. genannt. Damals erhielt er vom selben Kloster das Gut «untere 
Guflina» auf 33 Jahre zu Lehen (LUB. III, 458 ff.). Die andere Hälfte des Gutes «Vrisula» empfing Klaus Brunner 1419 als Lehen (JbL. 1902, 19, Büchel; JbL. 1907, 108 n. Schäd- ler; Kaiser, 306 f.; KB. 340). Zum Geschlecht der Brunner in Liech- tenstein vgl. JbL. 1939, 76 (Ospelt). 2 Curtinalp, identisch mit Gnalp, Knalp in Triesenberg. Vgl. die Urkunde von 1355 Oktober 29. Anmerk. 5, sowie die Urkunde 1371 Dezember 20. Anmerk. 4. «Grosshanss» war 1397 Dezember 5. noch am Leben, LUB. 1/3, 191 ff. 3 Propst Johannes II. (1412 - 1432). 4 Vrisula (1414), Brissulen (1416), Vrissula (1416), Vrissulen (1419, 1596); JbL. 1902, 19, 22, Büchel; JbL. 1907, 
105 11. 5, Schädler; Kaiser, 306; KB. 262, 339; heute «Brsüla». 5 Zum «grossen 
Hans» vgl. die Urkunde von 1355 Oktober 29. Anmerk. 5 mit weiteren Hinweisen. Ferner 1397 Dezember 5. in LUB. 113, 191 ff. 6 Es handelt sich hier angeblich um die erste Erwähnung der Marien- kapelle in Triesen, vgl. JbL. 1902, 18 f. (Büchel). Fast gleichzeitig, im Ablassbrief von 1415 November 16., wird sie als restaurationsbedürftig der Gebejreudigkeit der Gläubigen empfohlen, woraus man allerdings nicht schliessen muss, dass die Kapelle wesentlich älter ist (vgl. Kdm. 130 und Ablassbrief von 1415 November 16. in diesem Band).
        

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