Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
4
Erscheinungsjahr:
1971
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000021163/166/
- 167 - Josef Büchel vermutet, beim Verkauf von Schädler-s-Boden 1615 August 24. (JbL. 1908, 122 n. 73, Schädler) an die neuen Besitzer in Triesenberg (Original der Verkaufsurkunde Gem. Archiv Triesen IX I 4- 105). — Joh. Bapt. Büchel stand sehr wahrscheinlich (JbL. 1902, 163 f.) nur eine jüngere Abschrift zur Verfügung, wie aus den zahlreichen neueren Formen zu schliessen ist, (freundlicher Hinweis Bilgeris). Zur Sache: Die Lehensverleihung von 1406 wurde zur Quelle einer Reihe von Prozessen und Anständen. Im Jahre 1458 schlichtete Wolfhart von Brandis einen Streit zwischen den Wallisern und den Triesnern; 1506 Mai 1. und 1509 tagten Gerichte. Die Streitereien fanden einen Abschluss, als die Triesner den Wallisern 1615 August 24. die Alp verkauften (JbL. 1902, 214 ff.; Büchel; JbL. 1908, 122 n. 73, Schädler). a verjehent oder vergihtent. b obgeschriben. c Muss «swenden» heissen. «Swenden» heisst das Unterholz eines Waldes ausreuten, den Wald zu Wiesland machen. 1 Richenstein, Geschlecht aus dem Triesner Adel. Wappen: schräggeteil- ter Dreieckschild mit Blau und Silber in den zwei Feldern. Herkunft des Geschlechtes ist ungewiss (vgl. JbL. 1954, 66, Poeschel). Identisch mit «Rink»(7&L. 1902, 146, Büchel). Ihr Wohnsitz vermutlich in Triesen «Garnis» (Ulmer, A., 964; JbL. 1919, 82, Büchel; JbL. 1954, 67, Poeschel). — Wilhelm von Richenstein erwähnt um 1380, 1397, besass um 1400 bischöfliche Lehen in Thusis (wie schon dessen Vorfahren, vgl. Ämterbücher des Bistums Chur, hrsg. Muoth, XXVII. Jahresbericht d. Hist. Ant. Ges. v. Graubünden S. 84), verkaufte vor 1380/88 die Hälfte des Chur er-Zehnten in Triesen Heinrich Stöcklin von Feldkirch (LUB. III, 290 ff., 342, 411). Wilhelm von Richenstein war verheiratet mit der Tochter der vaduzischen Ammannes Heinrich von Unterwegen, Ursula (JbL. 1902, 150, Büchel; LUB. 113, 191 ff; 194 ff.). Wilhelm von Richenstein starb um 1413. Sein Sohn war Hans von Richenstein (nicht Hans Wilhelm wie Poeschel JbL. 1954, 67 liest, vgl. LUB III, 476). Ein Sohn oder Enkel Hansens von Richenstein, Wilhelm, verübte 1466 den Raubüberfall im Wald zwischen Nendeln und Schaan (JbL. 1954, 59 ff. Poeschel). Zum Geschlecht vgl. LUB. 113, 30 f. (1280 Juni 22., 1282 September 19.); Bernhard Richenstein, Bürger in Feld- kirch, LUB. 113, 238 f mit weiteren Hinweisen Bilgeris. 2 Zur Aufgabe der Geschworenen vgl. KB. 256, 337 f., 403 f. 3 Zu denen «von 
Roners» (angeblich Geschlecht aus dem niederen Adel), vgl. die Urkunde von 1378 November 6., Anmerk. 8; JbL. 1902, 151 (Büchel). 4 Ita Hans, um 1429 Jter Hans. JbL. 1902, 21 (Büchel), JbL. 1958, 157 mit weiteren Angaben von F. Tschugmell; vgl. LUB. 112, 321, 371, Eschner Jahrzeilbuch.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.